Landrat Dietmar Allgaier: Sie sind noch genauso engagiert und tatendurstig wie zu Beginn

Murr.| Der wiedergewählte Murrer Bürgermeister Torsten Bartzsch ist am Mittwochabend in sein Amt eingesetzt worden. „Ihre Wiederwahl stand inmitten der Corona-Krise an. Mit 95,4 Prozent der Stimmen wurden Sie in Ihrem Amt als Bürgermeister der Gemeinde Murr bestätigt. Das Ergebnis ist auch deshalb so bemerkenswert, weil keine öffentlichen Wahlkampfveranstaltungen stattfinden konnten, der direkte persönliche Kontakt mit den Bürgern also komplett gefehlt hat“, sagte Landrat Dietmar Allgaier bei der Veranstaltung.

Die Corona-Pandemie, so der Chef der Kreisverwaltung, sei nicht nur für Behörden wie das Landratsamt, sondern auch für die Städte und Gemeinden im Landkreis eine große Belastung und Herausforderung. „Über die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Gemeinden in dieser Situation bin ich sehr dankbar. Die Gemeinden haben für eine gewisse Zeit die Nachverfolgung der Kontaktpersonen übernommen, was wirklich eine große Unterstützung war in der Hochphase der Pandemie“, erläuterte Allgaier und fuhr fort: „In einer Krisensituation wie dieser zeigt sich, wie wichtig die Behörden, insbesondere die lokalen Behörden vor Ort, für die Bewältigung der Pandemie sind. Viele Bürger empfinden eine Wertschätzung für das, was die Behörden aktuell leisten müssen: In der Krise wollen sich die Bürger gern auf ihren Staat verlassen können.“ In diesem Zusammenhang zitierte Allgaier aus einer aktuellen Forsa-Umfrage, nach der das Vertrauen zu den kommunalen Institutionen durch Corona wieder deutlich gestiegen ist: Das Vertrauen derer, die zu ihrem Bürgermeister oder Oberbürgermeister großes Vertrauen haben, erhöhte sich zwischen Januar und Mai um zehn Pro-zentpunkte auf 58 Prozent.

Das Wahlergebnis zeige, so Allgaier weiter, dass Bartzsch zu Recht noch ein wesentlich höheres Vertrauen der Murrer Bürgerinnen und Bürger genieße: Auch acht Jahre nach seiner ersten Amtseinsetzung sei er „noch genauso engagiert und tatendurstig wie zu Beginn“. Bartzsch habe in der ersten Amtszeit viel erreicht, beispielsweise den Ausbau der Kinderbetreuung mit dem Kinderhaus und der dadurch möglichen Ganztagesbetreuung, die Innenentwicklung mit dem Rosen-Carré und dem Baugebiet Langes Feld VI, das neue Jugendhaus, die aktive Wohnraumpolitik für Familien, die Photovoltaik-Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden und die Ladesäulen für E-Autos auf dem Dorfplatz. „Wenn man Liste anschaut, könnte man meinen, Sie hätten praktisch schon alle Ihre Vorhaben umgesetzt – und das in einem konstruktiven Zusammenwirken aller Akteure am Ort.“ Doch Bartzsch habe sich für die zweite Amtszeit noch einige Ziele gesetzt, unter anderem den bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungs- und Bildungsangebote, Neubaugebiete zur Behebung des Wohnraummangels, die Umsetzung der Energiewende vor Ort und den Ausbau der Digitalisierung mit flächendeckender Glasfaser.

„Ich bin mir sicher, dass Sie sich mit vollstem Engagement und großer Begeisterung weiterhin für Ihre Gemeinde einsetzen und so Ihre Ziele verwirklichen können. Dabei haben Sie stets die Finanzen im Blick und durch vorausschauendes Wirtschaften die Rücklagen der Gemeinde während Ihrer ersten Amtszeit verdoppelt. Die Corona-Krise wird zwar auch den Handlungsspielraum der Gemeinde 2020 und darüber hinaus beeinflussen, aber Sie haben immerhin sehr gute Ausgangsvoraussetzungen“, bilanzierte Landrat Allgaier. Er wünschte Bartzsch „alles Gute für die nächsten acht Jahre als Bürgermeister der Gemeinde Murr, viel Erfolg, Durchhaltevermögen und natürlich – das darf in den heutigen Zeiten nicht fehlen – gute Gesundheit! Ich freue mich auf eine weitere gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen“. Zum Schluss überreichte Allgaier dem wiederverpflichteten Bürgermeister die Urkunde, die die Rechtmäßigkeit der Wahl bestätigt.