Der Kunstverein Ludwigsburg öffnet am 28. Mai 2020 um 14:00 Uhr wieder seine Tore! Die Ausstellung Robert Seidel „Bifurcaton Chamber“ und Daniela Deeg „46 Selbstportaits“ gehen in die Verlägerung bis 02.07.2020.

Robert Seidel – Bifurcation Chamber
Seidel ist an der Grenzerweiterung von abstrahierter Schönheit durch visuelle und wissenschaftliche Techniken und der daraus resultierenden emotionalen Wirkung interessiert. Im organischen Zusammenspiel verschiedener struktureller, räumlicher und zeitlicher Konzepte erzeugt er eine sich ständig transformierende Komplexität. Deren mehrfach facettierte Perspektive bildet das narrative Grundgerüst, welches den Betrachter auf einer evolutionär entstandenen und phylogenetisch verankerten symbolischen Ebene anspricht.
Die Dynamik dieser Prozesse, die flirrenden Nervenbahnen gleichen, gilt es aus der Stille der Abbildungsfläche zu lösen und mit den Erinnerungen des Betrachters zu vernetzen. Dabei versucht er Gattungsgrenzen aufzulösen und die Klarheit der Zeichnung um das Fließen von Malerei, die Räumlichkeit von Skulptur und um zeitliche Aspekte zu einer abstrakt-filmischen Narration zu erweitern. Inhaltliche wie auch reale, visuelle Projektionsflächen bilden neben der Kinoleinwand etwa architektonische und skulpturale Formen.

Daniela Deeg – 46 Selbstportraits
Daniela Deeg studierte Design an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim bei Professor Uwe Lohrer und Professor Hajo Sommer sowie Malerei und Zeichnung bei Professor Bernd Berner und Professor Uwe Reiling. Ihr Masterstudium für Druckgrafik und Buchkunst absolvierte sie an der Universität of Georgia u.a. bei Professor Carmon Colangelo. Seit 1997 ist die Buchkunst ein Schwerpunkt ihrer Arbeiten. Seit 2004 gestaltet und druckt sie gemeinsam mit der US-amerikanischen Buchkünstlerin Cynthia Lollis unter dem Label ETC Press Künstlerbücher. Weitere Informationen dazu auf etcpressbooks.com.
In Deegs Ausstellung „46 Selbstportraits“ ist die Künstlerin selbst, wenn überhaupt, nur in Details zu sehen. Ihre Selfies richten den Blick nach innen. Nicht Selbstinszenierung ist das Ziel, sondern der Versuch, sich selbst und die Welt zu verstehen. Aus Eindrücken und Erinnerungsstücken ihres visuellen Tagebuchs entstehen so Moment-aufnahmen, die sich immer wieder fragen, was uns zu dem macht, was wir sind. Gezeigt werden Zeichnungen, Grafiken und Künstlerbücher.