Vaihingen/Enz.| Einkaufshilfe während der Corona-PandemieDie Stadt Vaihingen an der Enz, die Werbegemeinschaft Vaihingen und die Kirchengemeinden haben eine Einkaufshilfe ins Leben gerufen: In allen Stadtteilen sollen Freiwillige jenen Menschen beim täglichen Einkauf helfen, die aufgrund ihres Alters oder einer Vorerkrankung zu Risikogruppen gehören und zum Schutz vor einer Corona-Infektion nicht mehr selbst einkaufen gehen sollen.

In den letzten Tagen haben sich viele Bürgerinnen und Bürger an die Gemeinde, die Gewerbetreibenden und die Kirchengemeinden gewandt, um ihre Hilfe anzubieten. Die Verantwortlichen haben sich daher am Montagvormittag miteinander besprochen und eine zentrale Anlaufstelle für eine Einkaufshilfe eingerichtet. An diese können sich sowohl Angehörige der sogenannten Risikogruppe, als auch Menschen wenden, die diese unterstützen wollen.

Menschen, die aufgrund ihres Alters oder einer Vorerkrankung nicht mehr selbst einkaufen gehen sollen, können sich an die Telefonnummer des Citymanagements – 0151 52271486 – wenden. Dort wird eine persönliche Einkaufshilfe vermittelt, möglichst aus dem eigenen Stadtteil. Zudem wird über die Rufnummer informiert, welche Vaihinger Geschäfte einen Lieferservice anbieten oder nach gesonderter Terminvereinbarung individuell öffnen, wie zum Beispiel der Optiker. Diese Informationen sind zudem auf www.in-vai.de verfügbar.

Vaihingerinnen und Vaihinger, die helfen wollen, selbst aber nicht zur Risikogruppe gehören, können sich unter der E-Mailadresse hilfe@in-vai.de melden. Dort werden ihre Daten aufgenommen, um sie mit Hilfsbedürftigen zusammen zu bringen. Die notwendigen Daten sind: Name, Erreichbarkeit, Stadtteil, Mobilität, verfügbarer Zeitraum.

Die Einkaufshilfe beschränkt sich auf Waren des täglichen Bedarfs. Dazu zählen vor allem: Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel, Tierfutter. Die gekauften Waren und das Geld sollen kontaktlos übergeben werden. Die Waren können etwa vor der Haustür oder im Hausflur abgestellt werden, das Geld kann überwiesen oder in einem Briefumschlag übergeben werden. Die praktische Umsetzung muss individuell zwischen Beiden geklärt werden.

„Mit diesen Angeboten helfen wir dabei, besonders gefährdete Mitbürger vor einer Infektion zu schützen. Das funktioniert nur dank des Engagements aller Beteiligten“, lobt Oberbürgermeister Gerd Maisch.

Für alle weitergehenden Leistungen stehen die Angebote der sozialen Dienstleister, der Kirchen und der Hilfsorganisationen zur Verfügung. Einwohnerinnen und Einwohner werden gebeten, sich an diese zu wenden, wenn es nicht um das Erledigen von Einkäufen geht. Sie werden dann von ausgebildeten Fachkräften betreut.