Mit einem klaren Ergebnis schicken die CDU-Mitglieder im Wahlkreis 13 (Vaihingen) ihren amtierenden Abgeordneten und künftigen Kandidaten Konrad Epple in die Landtagswahl 2021. Neben Epple kandidierte auch Joachim Fischer, am Ende war das Ergebnis ganz klar.

Wenn die Parteien zu ihren Nominierungsversammlungen einladen, dann ist klar, die nächste Wahl wirft ihre Schatten voraus. 2021 ist ein Superwahljahr, Landtag und Bundestag werden neu gewählt und damit werden in diesen Wochen landesweit die ersten Kandidatinnen und Kandidaten aufgestellt, die für ihre Partei ein Landtagsmandat erringen wollen.

Über 250 Mitglieder und Gäste waren so am Freitag nach Hemmingen gekommen, um für die CDU einen Kandidaten und einen Zweitkandidaten zu küren. Im Eingang der Gemeinschaftshalle werden die Besucher von den beiden Bewerbern, Fischer und Epple empfangen. Während Herausforderer Fischer Postkarten und Kugelschreiber verteilt, begrüßt Epple die Gäste mit Primeln, schließlich ist ja Valentinstag.

Zur Eröffnung begrüßt der Kreisvorsitzende Rainer Wieland die Gäste. Er freut sich über das große Interesse und die Möglichkeit einer echten Wahl für die anwesenden Mitglieder. Die Nominierung der Kandidaten solle im Mittelpunkt stehen, deshalb wurde auch auf die aktuellen Themen im Vorfeld nicht eingegangen. Nach 2 Grußworten von Bürgermeister Thomas Schäfer und dem Ortsvorsitzenden Wilfried Gentner wurde ausgelost, welcher der Kandidaten den Anfang machen sollte, das Los fiel auf den Herausforderer. Joachim Fischer ist der Sohn von Albrecht Fischer, der 2019 für Günther H. Oettinger in den Landtag nachrückte. Der 39-Jährige Techniker für Weinbau und Önologie ist verheiratet und hat einen Sohn. Seit 10 Jahren sei er Mitglied in der CDU und voller Elan und Tatendrang das Direktmandat 2021 für die CDU wieder zurückzugewinnen. Er wolle seinen Beitrag leisten, Kretschmann in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken. Er nannte darüber hinaus aktuelle Themen um die er sich kümmern wolle, wie den Wohnungsbau, den ÖPNV, PKW-Fahrverbote und die Landwirtschaft.

Nach 10 Minuten war die 1. Vorstellung zu Ende und es folgte der amtierende Abgeordnete Konrad Epple. Auch wenn er zum 3. Mal antrete, so habe er noch viele neue Ideen und Energie, den Wahlkreis voranzubringen. Epple, der auf die persönliche Vorstellung verzichtete, stelle bei seiner Rede den Anspruch an einen Abgeordneten in den Mittelpunkt. Bei den Leuten muss er sein, zuhören und sich für die Interessen der Bürger einsetzen. Dazu brauche es Erfahrung, ein gutes Netzwerk und das Ohr am Bürger. Auch wenn er den Anspruch habe, allen Einladungen nachzukommen, so schaffe selbst er das nicht, aber er versprach, zu kommen und zuzuhören, wenn man ihn einlädt. Auch er ging mit Kretschmann hart ins Gericht – nur beliebt sein reiche nicht mehr, um ein Land zu regieren. Es müsse Schluss sein mit ideologischen Entscheidungen. Die CDU müsse wieder ihre eigene Politik machen und dabei den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Nach 15 Minuten zollten die Anwesenden der Rede langen Applaus, der sich am Ende auch im Wahlergebnis wiederspiegelte. Epple erhielt 192 Stimmen, Fischer 57.

Epple nahm die Wahl an und bedankte sich für das Vertrauen. Ein großer Dank galt an dem Abend auch Epples bisheriger Zweitkandidatin Claudia Thannheimer, die nicht erneut antrat. Mit einem Blumenstrauß würdigte Konrad Epple ihre Leistung und ihre tolle Arbeit für die CDU und den Wahlkreis. In Thannheimers Fußstapfen wird die Vaihingerin Annkatrin Kinzinger treten. Die 34-jährige arbeitet als Referentin von Manuel Hagel im Landtag von Baden-Württemberg. Sie machte in ihren Ausführungen klar, dass sie mit viel Schwung und Begeisterung in das neue Amt treten wolle. In einer feurigen Rede schlug sie einen breiten Bogen von den Geschehnissen in Thüringen und Berlin bis zu den Herausforderungen im Land und im Kreis. Eine Botschaft war ihr dabei ganz besonders wichtig. Wenn die CDU was erreichen wolle, dann gehe das nur miteinander. Nur wenn die Partei einig sei, könnten Herausforderungen wie der Umgang mit radikalen Gruppen, aber auch Alltagsthemen wie ÖPNV, Bildung und Digitalisierung erfolgreich gemeistert werden. Ihre klare Haltung zu Rechten und Linken und ihrem klaren Nein zu einer Zusammenarbeit mit einer der beiden Seiten brachte ihr nicht den einzigen Zwischenapplaus an diesem Abend ein. Kinzinger wurde am Ende mit 215 von 225 Stimmen gewählt.

Nach knapp 3 Stunden war die Versammlung beendet. Die anwesenden Mitglieder machten einen zufriedenen und motivierten Eindruck – beides nötig, um die beiden Kandidaten im kommende Landtagswahlkampf kraftvoll unterstützen zu können.