SVB bleibt dank engagierter Leistung auch im dritten Saisonspiel ungeschlagen

Bietigheim.| Die Wasserballer des bietigheimer Schwimmvereins erarbeiteten sich am Sonntagmittag im Achtelfinale des SSV-Pokals in München einen furiosen 28:13-Sieg (7:6/7:2/6:1/8:4). Gegen den bayrischen Oberligisten SV Fürstenfeldbruck überzeugten die Rot-Weißen durch taktische Disziplin, engagiertes Angriffsspiel, konditionelle Überlegenheit und Teamgeist.

Der SVB trat nach einem Freilos in Runde eins am Sonntag erstmals in dieser Saison im Süddeutschen Pokalwettbewerb an. Als Achtelfinalgegner hatte das Team um Mannschaftskapitän Robert Bölke den bayrischen Oberligisten aus Fürstenfeldbruck zugelost bekommen, der in der ersten Runde den SVB-Ligakonkurrenten, den BSC Pforzheim, ebenfalls vor heimischer Kulisse, mit 12:11 hatte schlagen können.

Die Begegnung begann mit einem wahren Schlagabtausch. Die Zuschauer, darunter der Ex-Bietigheimer Patrick Stöckermann und ehemalige Bundesligaspieler Lars Blankenhorn, der mit Bölke, Barth und Rasch auch für den SV Ludwigsburg ins Wasser gestiegen war, sahen bereits im ersten Spielabschnitt 13 Tore, zur ersten Pause stand es 6:7 aus Sicht des Gastgebers. Beide Mannschaften spielten agil und engagiert im Angriff, verteidigten jedoch auch nachlässig. Die Gäste taten sich hinten zunächst schwer, häufig stimmte die Zuordnung nicht und der SVF zerlegte die Abwehrreihen der Bietigheimer regelmäßig durch Blocks, von denen insbesondere der Kapitän der Heimmannschaft Andreas Peters profitierte, der fünf der bis dato gefallenen sechs SVF-Treffer markierte.

Im zweiten Viertel machten es die Schwaben dann besser, man hatte sich auf das Spiel des körperbetont agierenden Teams eingestellt und reagierte hinten durch bessere Absprache und klarere Zuordnung. Nach und nach bekam der SVB den Kontrahenten auch in der Defensive besser in den Griff, wobei man im Gegenzug im Angriff nicht nachließ. Auch im weiteren Spielverlauf überzeugte Bietigheim mit einem beweglichen, engagierten und konsequenten Angriffsspiel. Dabei kaufte man dem Gegner zusehends auch durch eigenes Konterspiel den Schneid ab.

Hinzu kam, dass man sich durch seine Offensivaktionen zahlreiche Überzahlsituationen erarbeitete, insgesamt spielten die Gäste ganze sechzehnmal im „Mann-Mehr“, wobei man in der Verteidigung nur achtmal in Unterzahl spielte und einen Strafwurf über sich ergehen lassen musste. Dabei kam dem bietigheimer Team sehr entgegen, dass Peters sich gleich zu Beginn des dritten Viertels seinen dritten persönlichen Fehler abholte, Fürstenfeldbruck fehlte von nun an der Topscorer – bis dato hatte der Kapitän bereits sieben Treffer erzielt. „Ich bin stolz darauf, wie wir hier heute gespielt haben.“ freute sich SVB-Center Julius Ulfers, der acht Tore zum Sieg beitragen konnte. „Wir haben uns nach anfänglichen Schwierigkeiten auf den Gegner eingestellt und unser Spiel durchgezogen, fokussiert und als Mannschaft. Darauf können wir aufbauen.“ resümierte das bietigheimer Eigengewächs.

Mit dem Erfolg in der bayrischen Landeshauptstadt zieht man als eine der besten acht Mannschaften in die dritte Runde des Pokalwettbewerbs ein. Bisher hat sich außer Bietigheim lediglich die SGS München dafür qualifiziert (16:13-Heimsieg gegen SC Fulda), die anderen Spiele stehen noch aus. Aktuell sind noch sieben Teams aus den Oberligen im Rennen, sowie fünf Zweitligisten. Man darf also gespannt sein, wer im SSV-Pokal Bietigheims nächster Gegner wird. Gegen wen das Team von Trainer Markus Köhler im BW-Pokal ran muss ist hingegen schon bekannt: Im Halbfinale gastiert der SVB beim Verbandsligist SV Heidenheim, die andere Partie bestreiten der SSV Freiburg und der SSV Zuffenhausen. Terminiert sind die Begegnungen noch nicht.

Für den SVB spielten:
Schäffer; Barth (3); Bölke; Büter; F. Hillmer (4); Schaub (2); Rasch (6); Schwuchow (3); Haueisen (1); Clauß (1); Ulfers (8)

Links:
https://www.waba-bw.de/Ligen/SSV/Sueddeutscher_Wasserballpokal.html

http://www.dsv.de/wasserball/wettkampf/ergebnisse-tabellen/