Wie sich Bürgerinnen und Bürger schützen können

Ludwigsburg.| Von der aktuellen Spam-Mail-Welle ist das Landratsamt im Dezember des vergangenen Jahres betroffen gewesen. Auslöser war eine „Emotet“-Infektion. An der Analyse, Beseitigung und dem geordneten Wiederaufbau einer sauberen IT-Infrastruktur arbeiten die Verantwortlichen seitdem.

Festgestellt wurde die Infektion durch Alarme der Anti-Viren-Software. Durch das Öffnen einer E-Mail mit schadhaftem Inhalt konnte sich Emotet weiter verbreiten. In der Folge wurden insgesamt 25 Rechner unterschiedlicher Bereiche infiziert. Alle betroffenen Computer wurden lokalisiert, umgehend vom Netz genommen und neu aufgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden auch vorübergehend verschiedene Dienste vollständig abgeschaltet, wodurch die Arbeit stark eingeschränkt wurde.

Zwar konnten die Auswirkungen abgemildert werden. Die Infizierung des EDV-Systems stellt jedoch eine nach Datenschutzrecht meldepflichtige Datenpanne dar.

Das Landratsamt ist seiner Meldepflicht gegenüber dem Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit bereits nachgekommen.

Das Landratsamt hat auch die Pflicht, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, dass auch ihre per E-Mail versendeten personenbezogenen Daten in fremde Hände gelangt sein können. Unter personenbezogenen Daten sind alle Informationen zu verstehen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.

Eine Person wird beziehungsweise ist zum Beispiel identifizierbar durch
– Namen und Anschriften
– Kontaktdaten, wie  beispielsweise E-Mail-Adressen
– textliche Inhalte von E-Mails
– Informationen in E-Mail-Anhängen

Wir bitten um besondere Aufmerksamkeit, wenn Sie E-Mails von Mitarbeitenden des Land-ratsamtes empfangen. So kann man sich schützen:
– indem man den Absender einer E-Mail kritisch prüft,
– indem man zweifelhafte E-Mails überprüft und diese im Zweifelsfall löscht,
– indem man keine Anhänge öffnet, insbesondere keine Dateianhänge in den Formaten .doc, .xls und keine in E-Mails enthaltenen Links anklickt, wenn der Absender nicht absolut vertrauenswürdig ist,
– indem man unverzüglich eventuell entstandene Schäden an den Datenschutzbeauftragten des Landratsamtes (datenschutzbeauftragter@landkreis-ludwigsburg.de) meldet.

Von den insgesamt rund 1800 Computern des Landratsamtes waren 25 tatsächlich betroffen.