KONZERTPOESIE
Hölderlin Spoken Word Band mit Timo Brunke
Im Hinblick auf Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag im Jahr 2020 gründete sich in Stuttgart um Timo Brunke die „Hölderlin-Spoken-Word-Band“. Das Künstlerquartett will den Hölderlin‘schen Versen ein neues Soundkleid verpassen, mit dem Ziel, die Sprache Hölderlins vollmundig zum Blühen zu bringen. „Jazz und Literatur“ oder „Poesie und Klassik“ war gestern: die drei Musiker und der Performance-Autor fahnden mit dem Reclam-Heft in Händen nach den Verquickungen von Sprache und Musik, die in Hölderlins Dichtung bereits angelegt sind. In der Auseinandersetzung mit Hölderlins Lyrik entsteht eine neue Ausdrucksform – „Spoken-Word-Jazz“. Dieser musikalisch-poetische Gesamtstil trägt die Metren, Rythmen und Lautklänge Hölderlins in einen fein austarierten Dialog hinein mit unserem heutigen Empfinden für Länge und Kürze, Ernst und Erhabenheit, Hochgefühl und Ratlosigkeit. Die vier Künstler, von denen drei in Stuttgart leben, wollen mit ihrem sprechmusikalischen Start-up das Daseinsgefühl der kommenden Zwanziger-Jahre mit dem substantiellen Ton eines noch gänzlich unverbrauchten Klassikers sättigen. Mit heutigem musikalischem Spürsinn, geschult an klassischer Musik, Jazz und improvisierter Musik werden Boris Kischkat/(E-)Gitarre, Andreas Krennerich/Saxophone und Peter Perfido/Schlagzeug und Percussion mit Timo Brunkes slampoetischer Vortragsweise interagieren. So klar, sinnlich und frisch wie möglich Hölderlin begegnen zu können – dafür steht die Hölderlin-Spoken-Word-Band!
Freitag, 17.01. – 20.00 Uhr – Eintritt: € 15,-*

KABARETT
Olaf Bossi: Endlich Minimalist… Aber wohin mit meinen Sachen?
Brauche ich das wirklich? Oder kann das weg? Diese Frage hat sich Olaf Bossi vor einigen Jahren gestellt. Während sich in Wohnung, Kalender und Kopf Gegenstände, Termine und Gedanken türmten, war das Konto immer viel zu schnell leer und es fehlten Zeit, Freiheit und Zufriedenheit. Olaf Bossi war klar: Es war Zeit für einen Neuanfang. Doch wie? Als zweifacher Familienvater waren die Handlungsmöglichkeiten begrenzt. Die Weltreise mit Selbstfindungstrip war ausgeschlossen. Statt weiterhin zu versuchen, sich glücklich zu konsumieren, begann er bewusster zu leben. Doch diese „Diät der Dinge“ war leichter gesagt als getan. Welche Methoden des Aufräumens und Ausmistens grandios funktionierten und welche floppten, das hat Olaf Bossi auf einer zweijährigen Abenteuerreise durch den Minimalismus Kosmos erkundet. Seine wichtigsten und humorvollsten Erkenntnisse auf dem Weg zum Minimalismus-Experten sowie selbst entwickelte Methoden präsentiert er in seinem Programm. Er zeigt, dass Aufräumen richtig Spaß machen kann und gibt Hilfestellungen für ein leichtes, schuldenfreies und medial entschlacktes Leben.
Samstag, 18.01. – 20.00 Uhr – Eintritt: € 16,-*

FÜR FAMILIEN
Miriam Helfferich: Harry, der Froschkönig
Harry ist ein Frosch, aber nicht irgendein Frosch. Er lebt mit seiner Freundin Katharina in einer Kiste und möchte den Kindern eigentlich Märchen erzählen. Soweit kommt es aber erst gar nicht, denn Harry stellt fest, dass er eigentlich ein verzauberter Königssohn ist. Anhand der bekanntesten Märchen und einiger haarsträubender „Beweise“ testen die beiden munter drauf los, um zu beweisen, dass Harry wirklich kein echter Frosch ist. Hierbei werden einige Prinzessinnen und sogar Harry selbst auf die Probe gestellt und am Ende gibt es eine Verwandlung, die alle überrascht. Geheiratet wird dann natürlich auch noch… Ein Stück, so originell wie witzig, ein echter Spaß für die ganze Familie! Miriam Helfferich spielt Harry, eine Klappmaulfigur, im Dialog mit Kathi und schafft es dabei, das Publikum völlig vergessen zu lassen, dass Harry animiert wird.
Sonntag, 19.01. – 15.00 Uhr – Eintritt: € 5,-/7,-

KLASSIK
Vladimir Valdivia: Perlen der Klassik
1970 in Lima/Peru geboren, begann Vladimir Valdivia im Alter von 5 Jahren seine musikalischen Studien am Conservatorio Nacional de Musica in Lima. Früh schon gab er in Peru, Ecuador, Chile, Bolivien und Brasilien Konzerte und spielte als Solist mit mehreren Orchestern zusammen. 1988 schloss er sein Studium in Lima mit dem Diplom ab und bekam die Goldmedaille mit Auszeichnung.
Sonntag, 19.01. – 19.00 Uhr – Eintritt: € 15,-*

MUSIKKABARETT
Turid Müller: Teilzeitrebellin
Turid Müller singt von der täglichen Grätsche zwischen Ideal und Wirklichkeit, über Politik und Gesellschaft und von dem ganzen vertrackten Wertechaos, dem niemand entkommt. Nicht mal sie selbst. Die lächelnde Blondine im kleinen Schwarzen spießt treffsicher auf, was wir nur allzu gern unter den Teppich unserer eigenen Prinzipien kehren. Sie greift Themen auf zwischen Rechtsruck und Werbefernsehen, Burnout und Demenz, Kapitalismus und Feminismus. Worte und Noten der Lieder stammen aus eigener akribisch gespritzter Feder. Mit dem Blick einer Diplompsychologin schürft sie tief, aber nie unter der Gürtellinie. Die Müller fesselt uns, und das schneidet auch mal ins Fleisch. Bis sich dann unerwartet hinter den geschliffenen Worten die empathische Seele offenbart und uns die Hand aufs Herz legt. Nicht wegzudenken: Der Mann an den Tasten. Leise und lakonisch, höflich und hinterlistig. Dies ist ein Abend ohne Diät-Witze und Geschlechterkampf-Plattitüden. Garantiert! Abnicken von Politiker-Bashing findet nicht statt. Wer es seicht mag, ist hier falsch. Das Debütprogramm zwischen PolitChanson und PsychoPop lässt uns ohne Sicherheiten zurück. Aber mit einem beherzten Griff an die eigene Nase.
Freitag, 24.01. – 20.00 Uhr – Eintritt: € 16,-*

THEATER
Die Physiker
Das Drama „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt ist seit 1961 eines der meistgespielten Theaterstücke im deutschen Sprachraum. Dürrenmatt selbst bezeichnet es als Komödie und entsprechend witzig, komisch und skurril geht es auch zu, zumal das ganze Stück in einem Irrenhaus spielt. Drei Mal muss Inspektor Voß in der Heilanstalt ‚Les Cerisiers‘ ermitteln, die von Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd geleitet wird. Dorthin hat sich der geniale Physiker Johann Wilhelm Möbius einweisen lassen, weil er zu wissenschaftlichen Erkenntnissen gelangt ist, die die Vernichtung der Menschheit bedeuten könnten, wenn sie in die falschen Hände fielen. Im Irrenhaus fühlt er sich sicher, nur hier kann er noch frei denken. Aber zwei Agenten, ebenfalls Physiker, haben sich als Newton und Einstein getarnt in die Klinik eingeschlichen, um an seine Aufzeichnungen zu gelangen. Das Bühnenstück „Die Physiker“ ist eine amüsante, groteske Komödie und ein spannender Agententhriller – vielmehr aber auch ein Gedankenspiel über die Grenzen der Wissenschaft von immer noch verblüffender Aktualität. Regie: Rose Kneissler. Gefördert vom Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kunst über den Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V.
Samstag, 25.01. – 20.00 Uhr – Eintritt: € 13,-*

NOSTALGIE
30 Jahre Theatergruppe Glasperlenspiel
Mit der Premiere „Dr Entaklemmer“ am 11. Februar 1990 begann die kleine Erfolgsgeschichte der Theatergruppe im Glasperlenspiel in Asperg. Fast 150mal wurde dieses Theaterstück auf der eigenen Bühne aber auch bei vielen Gastspielen im Umland aufgeführt. Inzwischen hat das Glasperlenspiel 50 Eigenproduktionen auf die Bühne gebracht, bei denen 15 Regisseur*innen über 120 Amateurschauspieler*innen angeleitet und gefördert haben, unterstützt von zahlreichen helfenden Händen und Sponsoren. Auch wenn der Erfolg des ersten Theaterstücks unerreicht geblieben ist, so hat die Theatergruppe, die in wechselnden Besetzungen auftritt, doch immer wieder aufs Neue helle Begeisterung im Publikum ausgelöst und auch diverse Theaterpreise eingeheimst.
Gründe genug, mit Bildern und Plakaten und in Gesprächen und Anekdoten an 30 Jahre „kraftvolles Theater mit Herz“ zu erinnern.
Sonntag, 26.01. – 15.00 Uhr – Eintritt: frei

VORTRAG
Otmar Traber: Hallo Greta, WIR bleiben wie WIR sind
Eine satirisch-kritische Abrechnung mit der Best Ager und Baby Boomer Generation
WIR Best Ager und die etwas jüngere Baby-Boomer Generation sind irgendwie der tragisch-komische Höhepunkt der Weltgeschichte. Niemand vorher hat so viel konsumiert und so viel emittiert wie WIR und niemand wird das je wiederholen können. Der Verantwortung für dieses maßlose Konsumkönigtum werden WIR uns durch rechtzeitiges Wegsterben entziehen, mit einem dankbaren Rückblick zu unseren Eltern, die uns dieses „Euch soll’s mal besser gehen“ geschenkt haben. Für die Enkel bleibt immerhin ein lakonisches „Sorry“. Der Kabarettist Otmar Traber widmet sich bei diesem Vortrag genussvoll dieser „Pathologie der Normalität“.
Mittwoch, 29.01.– 20.00 Uhr – Eintritt: € 8,–*


Bei den mit * gekennzeichneten Eintrittspreisen ist eine Ermäßigung um 2 Euro möglich. Ermäßigungen gelten für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte und Mitglieder. Gruppen ab 10 Personen erhalten den ermäßigten Preis. Die Karten müssen im Vorverkauf erworben werden.

Alle Infos:  www.glasperlenspiel.de