Ludwigsburg.| Während Olympia für Sportmannschaften (ausgenommen Fußball) das höchste erreichbare Ziel ist, ist für den Triathleten die Ironman-WM auf Hawaii das Zauberwort: 3,86 Kilometer durch den Pazifik schwimmen, dann 180,2 Kilometer Radfahren und schließlich einen 42,195 Kilometer langen Marathon laufen.

Fabian Knobelspies, Triathlet vom SV Ludwigsburg, konnte sich in August beim diesjährigen Ironman auf Vichy (Frankreich) mit einer Zeit von 9:02:23 als Zweiter in seiner Altersklasse (30-34 Jahren) für die Ironman-Weltmeisterschaft 2020 auf Hawaii zum zweiten Mal qualifizieren.

In der Gesamtwertung wurde Knobelspies Vierter von 2500 Teilnehmern. Zudem überbot er seine letztjährige Hawaii Zeit (9:05:03 Stunden). „2019 war für mich ein Übergangsjahr. Mein Fokus war es die Quali zu schaffen und mich zu übertreffen. Insofern bin ich sehr zufrieden“, sagt der 31-jährige SVL-Triathlet.

Die Strapazen, die Fabian Knobelspies für die Wettkämpfe in Kauf nimmt, sind immens: 20 – 25 Stunden pro Woche Training. Und das obwohl der Triathlet in Vollzeit als Mitarbeiter der Stadt Ludwigsburg im Baurecht arbeitet.

„Was Fabian da macht, ist aller ehrenwert“, sagt SVL-Vorstand Matthias Nagel. Für Knobelspies selbst geht es nun in den neuen Vorbereitungszyklus für Hawaii 2020. „Bis Februar ist die Grundlagenphase. Ruhige Belastungen, viele Trainingselemente, viel Technik und Effizienz stehen auf dem Programm“, erklärt Knobelspies, der gerade wöchentlich bis zu 300 km indoor mit den Fahrrad unterwegs ist und 15-20 km schwimmt.

Auch vor der Arbeit. „In der Mittagspause mach ich zudem eine Laufeinheit“, sagt der SVL-Triathlet, für den ab den 27. Februar bis 3. März ein Trainingslager in Albufeira (Portugal), anschließend ein weiteres ab den 19. bis 28. März auf Alcúdia (Mallorca) ansteht.

Die erste harte Bewährungsprobe folgt mit den weltbekannten Ironman auf Lanzarote ab den 23. Mai. „Die Trainingsumfänge werden im Trainingslager zunehmen. Hauptsächlich beim Fahrrad“, sagt Knobelspies. Sein Ziel für 2020: „Der Fokus liegt ganz klar auf Hawaii. Ich will soweit es geht in meiner Altersklasse nach vorne und die bestmöglichste Leistung abliefern“.