Foto: Oscar-Walcker-Schule
Zweiter Teil des deutsch-französischen Auszubildenden-Austauschs zwischen der Oscar-Walcker-Schule Ludwigsburg und dem BTP-CFA in Bains

von S. Maier

Ludwigsburg.| Bereits im Frühjahr dieses Jahres fand der erste Teil des durch das DFS-SFA (Deutsch-Französische Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung) geförderten Auszubildenden-Austauschs zwischen der Oscar-Walcker-Schule in Ludwigsburg und der BTP-CFA-Auvergne in Bains statt. Für drei Wochen fuhren im März acht deutsche Auszubildende aus den Berufsgruppen Schreiner, Maurer und Zimmerer in die kleine französische Gemeinde ca. 150 km südwestlich von Lyon. Begleitet wurden sie dabei von den Lehrkräften Gerd Erath, Sandra Maier und Uwe Peters, die sich innerhalb der drei Wochen abwechselten.

Vom 03.11. – 23.11. fand nun der Gegenbesuch durch sieben Schüler aus Frankreich, darunter drei Maurer und vier Schreiner, mit ihrem Lehrer statt. Neben dem fachlichen Austausch in Schule und Betrieb war während des dreiwöchigen Besuchs auch der soziale Kontakt mit deutschen Auszubildenden und Lehrkräften wichtig. Durch verschiedene gemeinsame Aktivitäten lernten die französischen Gäste auch die Region und die deutsche bzw. schwäbische Kultur kennen.

Begrüßt wurden die französischen Gäste am ersten Tag durch den initiierenden Lehrer Gerd Erath, Schulleiter Andreas Moser sowie weitere Vertreter des Kollegiums der Oscar-Walcker-Schule. Nach einem Rundgang durch das Schulgebäude verbrachten die Auszubildenden die erste Woche im Berufsschulunterricht. Dabei lernten sie die Grundlagen der deutschen Sprache und arbeiteten in den Werkstätten gemeinsam mit deutschen Schülern an Projekten: Die Schreiner stellten Klapphocker her; die Maurer mauerten eine Wand mit Rundbögen und Schullogo. Dabei konnten beide Seiten bereits erlerntes Wissen anwenden und sich zum Beispiel über unterschiedliche Techniken oder Materialien austauschen. Nach dem Unterricht und am Wochenende wurden durch mehrere Kolleg*innen der Oscar-Walcker-Schule abwechslungsreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung angeboten. Hier standen unter anderem eine Stadtführung, Museumsbesuche oder gemeinsames Schwarzlicht-Minigolf auf dem Programm.

In der zweiten und dritten Woche arbeiteten die Austauschschüler in verschiedenen Betrieben der Region. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Betriebe, die den Austausch unterstützt haben.

Zwar fand die Kommunikation oft mit Händen und Füßen statt, dennoch konnten die französischen Schüler auf den Baustellen kräftig mitarbeiten. Dabei sammelten sie vielfältige Erfahrungen und stellten fest, dass es durchaus Unterschiede in der Arbeitsweise bzw. der Herangehensweise zwischen Deutschland und Frankreich gibt.

Zum feierlichen Abschied mit den teilnehmenden Schüler*innen, betreuenden Lehrkräften, der Schulleitung der Oscar-Walcker-Schule und Betriebsvertretern gab es von allen Seiten viel Lob. Die französischen Gäste bedankten sich für eine schöne Zeit mit tollen Ausflügen und interessanten Erfahrungen. Die Vertreter der Betriebe, die am Austausch-Projekt teilgenommen haben, lobten vor allem den Arbeitseinsatz der französischen Auszubildenden trotz Sprachbarrieren. Im Anschluss bekräftigten auch die Auszubildenden beider Länder einstimmig die „tollen Erfahrungen und vielen Möglichkeiten“, die ein solcher Austausch bietet.