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Seit Mitte Oktober bekleidet der ehemalige Nationalspieler das Amt des Vorstandsvorsitzenden beim VfB Stuttgart. Der Fernsehexperte und ehemalige Stuttgartprofi war für den Aufsichtsrat die „eindeutig beste Wahl“ und soll als neuer Chef des Vorstandes die Geschicke des Vereins übersehen und hoffentlich den Verein auf dem Weg zum direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga unterstützen. Doch wie genau sieht die Rolle von Hitzlsperger beim VfB aus?

In seiner Funktion des Vorstandes soll der 37-Jährige die Ressorts Sport, Unternehmensstrategie und Kommunikation übersehen. Zusammen mit Jochen Röttgermann, der innerhalb des Vorstandes für Marketing und Vertrieb zuständig ist, und Stefan Heim, der für die Ressorts Finanzen, Verwaltung und Operations verantwortlich ist, gehört Hitzlsperger nun zu den wichtigsten Entscheider des schwäbischen Fußballclubs.

Trotz seines für einen Fußballfunktionär recht jungen Alters sieht der Aufsichtsrat Hitzlsperger als optimale Lösung. Dr. Bernd Gaiser, Vorsitzender des Aufsichtsrates der VfB Stuttgart 1893 AG, sagt über den neuen Vorstandsvorsitzenden, „Er verkörpert all jene Werte, die der VfB für den nachhaltigen und langfristigen Erfolg benötigt“. Besonders stellt er seine hohe Sportkompetenz, die Entscheidungsstärke, das klare Bekenntnis zum Verein, die hohe Glaubwürdigkeit und die moderne Auffassung von Leadership und Unternehmenskultur in den Vordergrund.

Hitzlsperger zeigte sich über das Vertrauen des Aufsichtsrates sehr erfreut und stellte die aktuellen konkreten Ziele des VfB in den Vordergrund. Diese seien der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga, die Weiterentwicklung der Infrastruktur um und im Stadion und die Beibehaltung der wirtschaftlichen Stärke.

Der ehemalige Abwehrspieler bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und möchte zusammen mit seinen Kollegen Heim und Röttgermann ambitionierte Ziele formulieren und den Verein in erfolgreiche Zeiten führen. Er und der Verein sollen selbstbewusst aber auch bescheiden auftreten und mit der größten Klarheit handeln. Zudem lobte er die Zustände des Vereins. Er „braucht keinen Neustart auf allen Ebenen, sondern muss sich noch mehr auf seine Stärken besinnen und an manchen Stellen mehr Schwung aufnehmen“, so der neue Vorstandsvorsitzende.

Es bleibt spannend abzuwarten, was der ehemalige Nationalspieler in seiner neuen Funktion bei den Schwaben bewegen kann. Seine Arbeit findet zwar größtenteils hinter den Kulissen statt, doch ist er nun für das Produkt, das der Verein auf den Platz zeigt, mitverantwortlich. Ob die erste Saison unter der Führung Hitzlsperger als Erfolg gewertete werden kann, steht und fällt mit dem Aufstieg. Aktuell ist der VfB mit Platz 3 in der 2. Bundesliga im Soll. Allerdings haben sie nur zwei der letzten fünf Ligaspiele gewonnen und könnten bei etwas besserer Leistung sich schon deutlicher von den Nichtaufstiegsplätzen abgesetzt haben.