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Preise für Schüler, Studierende und Auszubildende bleiben im dritten Jahr stabil

Stuttgart.| Im VVS-Aufsichtsrat wurde heute über den Gemeinschaftstarif für das Jahr 2020 beraten. Nachdem in den letzten Tagen die Gremien der Landkreise Ludwigsburg, Böblingen und Rems-Murr-Kreis das Angebot des Landes als nicht ausreichend bewertet und abgelehnt hatten, gab es den erforderlichen Konsens der Verbundpartner für eine Nullrunde nicht. Der Aufsichtsrat hat sich daher für eine moderate Tarifanpassung um 1,9 Prozent zum 1. April 2020 ausgesprochen. Es ist die erste Tarifanpassung nach zweieinviertel Jahren. Die Fahrpreise sind seit Anfang 2018 nicht erhöht worden. Mit der Tarifreform zum 1. April 2019 gab es sogar eine kräftige Entlastung für die Fahrgäste. Viele Verbindungen wurden in Folge der Tarifreform deutlich günstiger. Für Fahrten innerhalb der Landeshauptstadt ist seither nur noch eine Zone zu bezahlen, auch Fahrten nach Stuttgart wurden für viele Pendler um 25 bis 30 Prozent im Preis gesenkt.

Die Tarifanpassung wurde nach der erfolgreichen Tarifreform bewusst niedrig angesetzt. Nach Berechnungen des VVS ist zur Deckung der Kostensteigerungen der Verkehrsunternehmen im Jahr 2020 eine Erhöhung der Fahrgeldeinnahmen um 3,5 Prozent notwendig. Diese Kostensteigerung wird nur zum Teil an die Fahrgäste weitergegeben. Ein Teil soll über eine Steigerung der Fahrgastzahlen, der andere Teil über eine moderate Anpassung der Tarife erwirtschaftet werden.

Die Preisanpassung ist erforderlich, weil die Kosten der Verkehrsunternehmen gestiegen sind. Hier sind in erster Linie die Personalkosten zu nennen. Aber auch die Kosten für die Beschaffung neuer Busse und Bahnen sowie den Bau und die Instandhaltung von Bahnanlagen sind gestiegen.

Bei der Umsetzung der Tarifanpassung werden die Schüler, Studierende und Auszubildende von einer Erhöhung ausgenommen. Die Preise für das Scool-Abo, das StudiTicket und Ausbildungs-Abo bleiben daher mindestens drei Jahre (2018, 2019 und 2020) stabil. Auch die Kinderfahrpreise für Einzel- und 4er-Tickets werden nicht angepasst.

Ebenfalls nicht angepasst werden die Preise für das TagesTicket, das sich immer mehr zum Basisangebot im Gelegenheitsverkehr entwickelt. Die Einzeltickets werden um zehn bis maximal 20 Cent erhöht, die Zeittickets im Schnitt knapp über zwei Prozent.

Zum 1. Januar 2020 wird das preisgünstige StadtTicket in 15 weiteren Städten angeboten, zum 1. April kommen nochmals zusätzliche Kommunen hinzu.