Ludwigsburg.| Die Bauarbeiten an der Friedrich-von-Keller-Schule in Neckarweihingen gehen voran: Am Donnerstag, 7. November, wurde Richtfest mit Bürgermeisterin Gabriele Nießen, Vertretern der Schule, Stadträten, Mitgliedern des Stadteilausschuss und den beteiligten Planern und Handwerkern gefeiert. Das Gebäude der Neckarweihinger Grundschule wird generalsaniert und erhält einen Erweiterungsbau. Die Arbeiten sind zum einen nötig, weil der Bau aus den 60er-Jahren in die Jahre gekommen ist. Zum anderen reagiert die Stadt auf steigende Schülerzahlen.

Derzeit werden 232 Schülerinnen und Schüler in der Friedrich-von-Keller-Schule unterrichtet, im Jahr 2016 waren es 207. Laut den aktuellen Prognosen werden bis zum Jahr 2022/2023 über 300 Kinder erwartet. In den vergangenen Jahren stieg außerdem die Nachfrage nach Schulkindbetreuung stetig an. Bei den Planungen wurde deswegen Wert auf eine zukunftsfähige und multifunktionale Nutzung der Räume gelegt. Die großzügigen Flurflächen des bestehenden Gebäudes werden nach der Sanierung wesentlich besser genutzt: Hier entstehen verschiedene Lernlandschaften zu den Themen Lesen, Malen, Reden/Präsentieren und Bewegen. Die Klassenzimmer erhalten eine moderne Ausstattung: unter anderem interaktive Tafeln, Laptops und Dokumentenkameras.

Die Bauarbeiten haben im August 2018 begonnen, sie sind in zwei Abschnitte unterteilt: Im derzeit laufendem, ersten Bauabschnitt wird der Erweiterungsbau erstellt und der Bestandsbau in der unteren Ebene saniert. Im zweiten Bauabschnitt, der voraussichtlich im Frühjahr 2020 beginnen wird, wird der gesamte Bestandsbau saniert. Die Generalsanierung umfasst den Austausch von Fenstern, Dämm- und Brandschutzmaßnahmen sowie die Erneuerung der gesamten Haustechnik. Sämtliche Beläge und Oberflächen im Innenbereich werden erneuert beziehungsweise überarbeitet. Im Herbst 2021 sollen die Bauarbeiten komplett abgeschlossen sein.

Das Bestandsgebäude hat drei Geschosse; der Erweiterungsbau, der sich direkt an das Bestandgebäude anschließt, erhält zwei. In der oberen Ebene (Ebene 1) des Erweiterungsbaus werden drei Klassenräume und die Schulbibliothek untergebracht. Auf Pausenhofebene (Ebene 0) ist die Mensa mit Ausgabeküche geplant. Die Mensa soll dem Stadtteil auch für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Der Schulbetrieb findet während des ersten Bauabschnitts in den bestehenden Räumen der Ebenen 1 und 2 statt. Im zweiten Bauabschnitt ziehen die Schülerinnen und Schüler in Modulbauten auf dem ehemaligen Kleinsportfeld des Pausenhofs. Die Mensa im Erweiterungsbau ist zu diesem Zeitpunkt bereits nutzbar.

Zur CO2-reduzierten Wärmeversorgung wird die Friedrich-von-Keller-Schule an das Fernwärmenetz der SWLB angeschlossen. Außerdem wird eine Photovoltaik-Anlage zur Eigenstromversorgung auf der Dachfläche des Erweiterungsbaus aufgestellt.

Um Barrierefreiheit im gesamten Schulkomplex zu gewährleisten, werden zwei Aufzüge eingebaut: einer an der Schnittstelle von Bestandsgebäude und Erweiterungsbau, um die Hauptebene (Ebene 1) und die Pausenhofebene (Ebene 0) zu verbinden; der andere im Bestandsgebäude zwischen der Ebene 1 und der Ebene 2. Auch bei der Neugestaltung der Außenanlagen spielt das Thema Barrierefreiheit eine große Rolle: die Wege werden alle stufenlos angelegt.

Die Baukosten betragen 16,8 Millionen Euro. Das Land fördert das Projekt mit 1.139.000 Euro.