Für die Ludwigsburger Bundesligawasserballer war es mit der überraschenden Trainerentlassung von Mario Jankovic eine turbulente Woche. Nun übernimmt ein Altbekannter für das Spiel gegen den OSC Potsdam in der Pro A an diesem Samstag um 15:30 Uhr im Inselbad (Stuttgart) das Ruder.

Er ist wieder da. Knapp vier Monate nach seinem Karriereende übernimmt der einst langjährige SVL-Kapitän Adrian Jakovcev an diesem Samstag gegen den Vorjahresdritten OSC Potsdam mit Zugang Marko Martinic das Traineramt. „Ich hatte am Montag eine Anfrage von Robert Bleich bekommen, ob ich bis Ende Jahres den SVL in der Pro A trainiere“, erzählt Jakovcev.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Wenn der Verein Hilfe braucht, stehe ich immer zur Verfügung“. Ob die Zusammenarbeit über den Winter hinausgeht bleibt offen. Adrian Jakovcev arbeitet momentan in Vollzeit als Bauingenieur in Bietigheim. Wasserballtechnisch wird er zudem für dritte Herrenmannschaft im Verein zum Einsatz kommen. „Ich bin kein Vollzeittrainer, ich habe ganz andere Prioritäten im Leben“, sagt Jakovcev.

Doch der 32-jährige Kroate weiß wie das Bundesligageschäft läuft. Schließlich liegen 26 Jahre Wasserballerfahrung zurück. „Aufgrund der neuen Spielregeln, die den Wasserball schneller machen, werden wir uns entsprechend dran anpassen. Wir werden beweglicher und flexibler im Angriff sein“, sagt der neue SVL-Coach.

Ausgerechnet im Angriff muss er nach wie vor auf Nationalspieler und Center Timo van der Bosch verzichten. Der Heidelberger durfte nach seiner Schultergelenksprengung Anfang August die Schulter kaum belasten. Nun gibt es positive Nachrichten zu vermelden. Van der Bosch schwimmt nach eigenen Aussagen bereits schmerzfrei.

Am 17. November beim Heimspiel gegen den Vorjahresvierten ASC Duisburg ist ein Einsatz des 1,94 m großen Center Hünen geplant. Für SVL-Coach Adrian Jakovcev erfreuliche Nachrichten: „Er macht größere Fortschritte als erwartet. Wir sind optimistisch das es gegen Duisburg klappen wird“. Doch nun liegt der Fokus ganz auf Potsdam.

Die erste große Hürde für das Duo Jakovcev – Martinic. „Potsdam ist schwimmerisch eine sehr starke Mannschaft. Wichtig wird es sein, dass wir die Konter unterbinden“, sagt Neu-Trainer Jakovcev und fügt hinzu: „Die Potsdamer werden sich bei uns auf einen großen Kampf einstellen müssen. Wir geben die Punkte nicht so leicht her“.