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Bietigheim-Bissingen.| Elf Schülerinnen und Schüler der Realschule Bissingen erlebten mit ihrem Lehrer Tim Neuweiler zehn großartige Tage in der Partnerstadt Kusatsu in Japan. Die Einblicke in die Kultur und das Schulleben waren einmalig und unvergesslich für die Teilnehmer.

Bereits im Juli fand der erste Austausch mit den japanischen Schülerinnen und Schülern in Bietigheim-Bissingen an der Realschule Bissingen statt. Den Gästen wurde ein abwechslungsreiches Programm an der Schule und in der Region organisiert. Freundschaften zwischen den Kindern wurden geschlossen und mit großer Vorfreude durfte die Schülergruppe der Realschule Bissingen dann endlich am ersten Schultag, dem 11. September den Gegenbesuch in Kusatsu antreten.

Mit einem herzlichen Empfang der japanischen Gastfamilien wurde die Schülergruppe bereits begrüßt. Das folgende Programm ermöglichte dem Besuch aus Deutschland unglaublich viele Einblicke in die Kultur und das Leben Japans. Bei einer über 500 Jahre alten Teezeremonie wurden die Mädchen in Kimonos gekleidet und der Besuch eines Tempels bot die Gelegenheit, religiöse Traditionen kennenzulernen. Beim „Yumomi“ wird das Wasser einer heißen Quelle mit Holzbrettern auf eine angenehme Badetemperatur gebracht, dazu werden traditionelle Lieder gesungen.

Mehrere Tage war die Schülergruppe zu Gast in den Schulen Kusatsus. In der Grundschule durften sie mit den japanischen Kindern gemeinsam Sport machen, einen Fächer basteln und Karten spielen. Dabei unterhielten sich die Kinder auf Englisch, was für beide Seiten eine schöne Erfahrung war. In der Junior High School waren sie in den unterschiedlichsten Unterrichtsstunden zu Gast. Während im Japanischunterricht nur wenig verstanden wurde, konnten die Gäste dem Mathe- und Englischunterricht gut folgen und sich beteiligen. Ein Highlight war die Kalligrafiestunde, in der japanische Schriftzeichen gemalt wurden.

Überwältigend für alle war die Gastfreundschaft der Japaner. Sowohl in der Schule als auch beim Empfang beim Bürgermeister und in der ganzen Stadt fühlten sich die Austauschschülerinnen und Schüler sehr willkommen. Besonders groß war das Engagement der Gastfamilien. Das Wohnen und Leben in den Familien bescherte allen eine einmalige Zeit mit unvergesslichen Erinnerungen und echten Freundschaften.

Den letzten Tag vor der Abreise verbrachte die Schülergruppe in der Millionenstadt Tokio, wo sie unter anderem die Aussicht vom 350 Meter hohen Skytree auf die Stadt genossen. Bei all den schönen Erlebnissen werden den Kindern die Menschen Kusatsus besonders in Erinnerung und im Herzen bleiben.