Foto: THW-Jugend Ludwigsburg

Ludwigsburg.| Am vergangenen Samstag absolvierte die Jugendgruppe des Ludwigsburger THW ihre Jahresübung. Bei dieser galt es anspruchsvolle Aufgaben abzuarbeiten.

Der erste Auftrag für die Jugendlichen bestand darin, die Feuerwehr bei einem Waldbrand zu unterstützen. Sie übernahmen die Wasserförderung aus einem Bach. Schon beim Eintreffen stellten sie fest, dass auf der anderen Bachseite eine verletzte Person gerettet werden musste. Während eine Gruppe die steile Uferböschung mittels Leiterteilen überwand, stellte die zweite Gruppe die Wasserversorgung für die Feuerwehr sicher. Nachdem die verletzte Person an den Rettungsdienst übergeben wurde, stürzte eine Helferin unglücklich und musste ebenfalls gerettet werden.

Bei Fällarbeiten stürzten mehrere Bäume unkontrolliert um und begruben Waldarbeiter unter sich. Auch eine spazierende Familie wurde verletzt. Durch auslaufende Betriebsstoffe brach ein Feuer aus, das von den anrückenden Kräften zunächst gelöscht werden musste. Anschließend wurden die eingeklemmten Waldarbeiter mit Hydraulikheber befreit. Mittels Schleifkorb fand die Rettung von zwei weiteren Verletzten von einem Hang statt. In der Zwischenzeit musste der Landeplatz für den alarmierten Rettungsschrauber gefunden und gesichert werden.

Nach Einbruch der Dunkelheit folgte der nächste Alarm: Die Nachwuchsretter wurden zu einer Gasexplosion gerufen. Im betroffenen Gebäude wurden noch drei Personen vermisst. Zunächst galt es die Einsatzstelle fachgerecht auszuleuchten. Danach drangen die Helfer in das Gebäude ein, um die Vermissten zu retten. Dabei standen ihnen durch die Zerstörung etliche Hindernisse im Weg. Schaulustige verursachten während der Rettungsarbeiten im teilzerstörten Haus einen Verkehrsunfall. Auch diese galt es patientenschonend unter Einsatz der Rettungsmittel aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Der Ludwigsburger THW-Nachwuchs zeigte einmal mehr, dass sich die wöchentlichen Gruppendienste auszahlen und das dort Erlernte auch angewendet werden kann.