Bild: Deni Cerniar erneut mit vier Treffern gegen Köln | Foto: SVL

Deutliche Angelegenheit gegen die SGW Köln

Mit einem nie gefährdeten 16:9-Sieg gegen die SGW Rhenania/ BW Poseidon Köln verabschieden sich die Bundesligawasserballer des SV Ludwigsburg aus der Pro B Richtung Pro A, der höchsten deutschen Spielklasse.

Sportlich gesehen war die letzte Begegnung der Ludwigsburger Wasserballer im Freibad Hoheneck kein Highlight. Dafür der Abschied von SVL-Kapitän Adrian Jakovcev: Unter den Jubel der Zuschauer machte Jakovcev seiner Freundin Angelika einen Heiratsantrag vor dem Spiel. Mit Erfolg. Sie hat ihm das „Ja“-Wort gegeben.

„Ein Sieg im Sport und in meinen Leben. Mehr kann ich in meinem letzten Spiel nicht verlangen“, sagte Kapitän Adrian Jakovcev zum Saisonabschluss. Beflügelt vom Doppelerfolg stellte Jakovcev nochmal sein ganzes Können unter Beweis: Mit drei Vorlagen und zwei Toren brachte er im ersten Viertel die Ludwigsburger gegen dezimierte Kölner in Front (6:1).

Neben ihn machte SVL-Allrounder Marvin Thran mit insgesamt vier Vorlagen ein starkes Spiel. Die Gäste hingegen waren chancenlos. Auch weil der SVL den Champions League erfahrenen Center Spencer Hamby in Schach hielt.

Im zweiten Viertel nahmen das Spieltempo und die Kreativität ab. Köln probierte es diesmal aus dem Rückraum, doch vergeblich. Die SVL-Abwehr konnte die Angriffszüge der Gäste im Voraus lesen. So stand ein sicheres 8:3 aus Ludwigsburger Sicht.

Nach der Halbzeit brachte das Spiel ebenso wenig Überraschungen. Die Ludwigsburger Abwehr und deren Torwart Ivan Pisk erwiesen sich erneut für die Kölner Offensive als Hindernis. Beim Stand von 11:4 bekam der 16-jährige Nachwuchsspieler Leopold Friedrich erstmals in der Bundesliga Spielpraxis. Er zeigte eine gute Leistung im dritten Viertel, das die Barockstädter mit 13:4 für sich entschieden.

Das letzte Viertel ließen die Ludwigsburger Wasserballer ruhiger angehen. Die Mannschaft um Trainer Jürgen Ignatzy kam nochmal auf 8:14 heran, doch der Sieg war den SVL am Ende nicht mehr zu nehmen.

Den Top acht Deutschlands schließen sich neben dem SV Ludwigsburg 08, Tabellenführer White Sharks Hannover und die Drittplatzierte SG Neukölln Berlin aus der Aufstiegsrunde an. Ab nächster Saison können sich die Zuschauer in Ludwigsburg auf Wasserball-Festspiele gefasst machen.

Dann bekommen es die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer mit Deutschlands Besten wie Waspo Hannover und Wasserfreunde Spandau 04 zu tun.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Tim Kraut (2 Tore), Marvin Thran (2), Leopold Friedrich, Milosav Aleksic (2), Deni Cerniar (4), Filip Zugic (1), Adrijan Jakovcev (3), Domagoj Mijatovic (1), Dario Labavic (1), Ivan Pisk

Gast – SGW Rhenania/BW Poseidon Köln: Marco Leo, Bohumil Ondraska (1), Spencer Hamby (2), Christian Winkelmolen (1), Louis Winkels (3), Robin Toth (2), Simon Stöcker, Franz Joachim Breithack