Revanche für Hinspielpleite – starke Teamleistung des SVB gegen Ludwigsburg II

Bietigheim-Bissingen.| In ihrem vorerst letzten Zweitligaspiel haben sich die Bietigheimer Wasserballer am Donnerstagabend gegen die Bundesligareserve des Lokalkonkurrenten SV Ludwigsburg einen 10:8-Sieg erkämpft (3:2/2:2/2:2/3:2). Die Rot-Weißen beenden die Saison auf dem vorletzten Tabellenplatz und werden in der kommenden Spielzeit nicht mehr in der 2. Liga Süd antreten.

Im letzten Spiel der Saison konnte das Team von SVB-Trainer Markus Köhler befreit aufspielen, wusste man doch bereits vor dem Anpfiff, dass sich an der Tabellensituation unabhängig vom Ergebnis nichts mehr ändern würde. Der Gegner aus dem benachbarten Ludwigsburg hingegen hätte durch einen Sieg noch an Fulda vorbeiziehen und sich den neunten Tabellenrang sichern können. Die Gäste kamen mit erwartet starker Besetzung ins Ellental, auch für den SVL II war die Partie die letzte Begegnung der noch offiziell bis Samstag laufenden Saison. Die Barockstädter starteten mit einer schlagkräftigen ersten Sieben, neben dem Bundesligatorhüter Josip Katusa, stiegen auch Erstliga-erfahrene Akteure wie Tim Kraut, Filip Zugic und Tim Hornuf für die zweite Mannschaft der Ludwigsburger ins Wasser.

Das Spiel gestaltete sich über weite Strecken ausgeglichen, während die Gastmannschaft besonders durch die individuelle Klasse der Führungsspieler glänzte, zeigte der SVB eine starke Teamleistung, sodass man sich letztendlich auf Augenhöhe begegnete. Besonders stark in Szene setzen konnten die Bietigheimer ihre beiden Centerspieler Julius Ulfers und Max Nekola, die jeweils dreimal trafen. „Mich freut es natürlich ungemein, dass wir die Saison mit einem Sieg gegen den SVL beenden konnten, als alter Ludwigsburger ist das für mich natürlich ein besonderes Erlebnis, wenn man gegen die früheren Mitspieler spielt.“ erklärte Sebastian Rasch, der einen Treffer zum Sieg beisteuerte, nach dem knappen Match.

Rund anderthalb Minuten vor Spielende war es dabei noch zu turbulenten Szenen gekommen, SVB- Topscorer Julius Ulfers war alleine aufs Ludwigsburger Tor zu geschwommen, wobei der zweite Torhüter des SVL ihm aggressiv entgegeneilte. Kraut, der Ulfers verfolgt hatte, schlug dem Bietigheimer Eigengewächs über Wasser ins Gesicht, sodass er infolge der Brutalität des Wassers verwiesen wurde, weshalb die Heimmannschaft die letzten 90 Sekunden in Überzahl spielte. Neben Kraut wurden infolge der Szene auch Ulfers und der SVL-Spieler Tom Barth aufgrund ungebührlichen Benehmens des Wassers verwiesen. „So etwas will natürlich keiner sehen und dass das im letzten Saisonspiel kurz vor Schluss wahnsinnig unnötig ist muss klar sein.“ resümierte Köhler und ergänzte: „Julius hat eine Gehirnerschütterung, wir sind froh, dass es nichts schlimmeres ist, wir wünschen ihm gute Besserung und hoffen er ist schnell wieder fit.“

Für den SVB spielten:
Huentz; Röckle; Stöckermann; Nekola (3); Bölke; Menking; P. L. Färber (2); F. A. Hillmer (1); Rasch (1); Schwuchow; Haueisen; Schaub; Ulfers (3)