Wasserballer gewinnen gegen Fulda und unterliegen Frankfurt

Bietigheim-Bissingen.| In der 2. Wasserballliga Süd war der SV Bietigheim am Wochenende gleich zweimal ins Becken gestiegen. Im heimischen Ellental empfing man zuerst am Samstagabend den Vorjahressechsten, den SCW Fulda. In einer spannenden und hart umkämpften Partie konnten die Hausherren einen knappen 13:12-Sieg (3:4/5:4/3:1/2:3) und zwei Punkte einfahren. Am Sonntagmorgen gastierte dann der erste Frankfurter SC an der Enz, die Gäste entschieden die Begegnung mit 12:7 (1:0/3:2/4:1/4:4) für sich, die Heimmannschaft hatte den Hessen aus der Mainmetropole an diesem Tage insgesamt zu wenig entgegenzusetzen.

Am Samstag lieferte sich das Team von Markus Köhler einen sehenswerten Fight mit den Wasserfreunden Fulda. Der SVB zeigte mannschaftliche Geschlossenheit und Besonnenheit und schaffte es seinen stark aufspielenden Center Julius Ulfers an diesem Abend glänzend in Szene zu setzen, sodass dieser sieben der 13 SVB-Tore erzielte, darunter auch den Siegtreffer. Auf der Gegenseite erzielten zwei SC-Spieler neun der 12 Fuldaer Treffer: Jonathan Wiegand versenkte den Ball viermal im Bietigheimer Tor, der Topscorer der Liga, David Horvath, traf ganze fünfmal.

Die beiden Kontrahenten traten auf Augenhöhe an, die Führung wechselte häufiger im Spiel, mit mehr als zwei Toren schaffte es jedoch keines der beiden Teams sich zu irgendeinem Zeitpunkt abzusetzen. Die zu zehnt angereisten Gäste leisteten bis zum Ende erbitterten Widerstand, auch nachdem sie, infolge von Respektlosigkeiten gegenüber den Unparteiischen im zweiten und letzten Viertel, kaum noch Reserven auf der Bank hatten.

Fehlender Esprit und Biss kosten Bietigheim am Sonntag die Punkte
Am Sonntagmorgen rächte sich dann der Kraftakt des Vortages. Köhler ließ weitestgehend die Mannschaft des Fulda-Spiels antreten, die frischen Kräfte Benedikt Schwuchow und Petrit Salihu ersetzen Felix Schaub und Bernhard Büter. Der Gastgeber fand trotzdem kaum in die Partie und das obwohl die zu zehnt angetretenen Frankfurter, es fehlten unter anderem zwei Führungsspieler, mit der gleichen Besetzung am Vorabend ebenfalls gespielt hatten, der SC hatte in Pforzheim einen souveränen 13:6-Sieg geholt, bei welchem man bereits zur Halbzeit mit 8:2 geführt hatte.

Im ersten Spielabschnitt gelang den Schwaben kein Treffer, obwohl es an Abschlüssen nicht mangelte. Rund zwei Minuten vor der Halbzeitpause lag man immer noch mit 0:4 zurück, die ersten Treffer für Bietigheim erzielten dann endlich Patrick Lars Färber und Robert Bölke, sodass es nach 16 Spielminuten 2:4 stand. Im weiteren Verlauf baute Frankfurt die Führung souverän und routiniert aus. Die Gäste spielten ruhig und zogen sich früh zurück, weshalb der SVB kaum zum Kontern kam. Wie bereits am Abend zuvor erzielten Dirk van Kaathoven und Tomas Krajcovic den Löwenanteil der Frankfurter Treffer, wie bereits gegen Pforzheim trafen beide je fünfmal.

„Leider konnten wir am Sonntag nicht an die gute Leistung des Vortages anschließen und die beiden Topscorer Frankfurts in den Griff bekommen. Das war schade, denn mit einem besseren Spiel hätte man Frankfurt in dieser Besetzung bestimmt gefährlicher werden können.“ resümierte Köhler, dessen Team nun nicht mehr an Ludwigsburg II und Pforzheim vorbeiziehen kann und damit die Saison auf dem vorletzten Tabellenplatz beenden wird, unabhängig davon, wie das Derby zeitgleich letzte Saisonspiel am 27. Juni gegen den SVL II ausgehen wird.

Für den SVB spielten:
Am Samstag gegen Fulda: Huentz; O. M. Färber; Stöckermann; Nekola (2); Bölke (1); Menking (1); P. L. Färber (1); Schaub; Büter; Röckle; Haueisen (1); Gansel; Ulfers (7)

Am Sonntag gegen Frankfurt: Huentz; O. M. Färber (2); Stöckermann; Nekola (1); Bölke (1); Menking; P. L. Färber (1); P. Salihu; Röckle; Schwuchow; Haueisen (1); Gansel; Ulfers (1)