Bild v.l.n.r.: Dr. Heinz-Werner Schulte, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ludwigsburg, Ute Aßmus, Assmus Naturtextilien, Lewin Berner, Geschäftsführer Sioux und Landrat Dr. Rainer Haas, der Verwaltungsratsvorsitzende der Kreissparkasse Ludwigsburg | Foto: Kreissparkasse Ludwigsburg
  • Geschäftsergebnis 2018: Soziales Handeln, ökologische Verantwortung, ökonomischer Erfolg
  • Kreissparkasse Ludwigsburg legt endgültige Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 vor
  • „Nachhaltigkeit und gemeinnütziges Engagement bauen Brücken in die Zukunft“

Ludwigsburg.| „Verantwortung verstehen wir als dauerhafte Verpflichtung, nicht nur unseren Kunden, sondern letztlich allen Einwohnern des Landkreises gegenüber“, sagte Dr. Heinz-Werner Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ludwigsburg, bei der Präsentation der endgültigen Geschäftszahlen 2018 und dem bilanzierenden „Blick auf die vielen Facetten nachhaltigen Denkens und Handelns, die unser Tun bestimmen“.  Drei zentrale Ziele machen, so Schulte, den Markenkern des unternehmerischen Selbstverständnisses der Kreissparkasse aus. Langfristiger wirtschaftlicher Erfolg müsse natürlich das erste Ziel sein und bleiben, so Schulte. Denn ökonomischer Erfolg sei die zwingende Voraussetzung für die Erreichbarkeit der beiden anderen Ziele: die Wahrnehmung ökologischer Verantwortung und das soziale Handeln. Über Vielfalt und Volumen des gemeinnützigen Engagements der Kreissparkasse und ihrer fünf Stiftungen berichtete Landrat Dr. Rainer Haas, der Verwaltungsrats- und Stiftungsvorsitzende der Kreissparkasse Ludwigsburg. „In fast 800 Fällen wurde allein im Jahr 2018 geholfen“, sagte Haas. Profitiert davon habe der gesamte Kreis. Rund 4,1 Millionen Euro – Zustiftungen eingerechnet – seien dafür in 2018 geflossen. „So entstehen durch Nachhaltigkeit und gemeinnütziges Engagement Brücken in die Zukunft, gebaut aus Verantwortung“, sagte Haas.

„Die Ursprungsidee der 1852 gegründeten Kreissparkasse Ludwigsburg, auch und gerade mit geringen Mitteln finanzielle Vorsorge treffen zu können, darf man mit Fug und Recht als Inbegriff der Nachhaltigkeit verstehen“, betonte Dr. Heinz-Werner Schulte bei der Vorlage der endgültigen Zahlen der Kreissparkasse Ludwigsburg für das Geschäftsjahr 2018. Mitte des 19. Jahrhunderts haben nur wenige Experten mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ operiert, so Schulte. Doch sei „die Idee des Sparens, des Vorsorgens für die Zukunft, Nachhaltigkeit pur“. Darüber, wie facettenreich Nachhaltigkeit heutzutage von einem modernen, verantwortungsvollen Finanzdienstleister interpretiert und umgesetzt wird, berichtete Schulte ebenfalls ausführlich bei seinem Rückblick auf das Jahr 2018.

Geschäftsjahr 2018 mit „insgesamt positivem Fazit“
Beim Rückblick auf das Geschäftsjahr 2018 zog Schulte „ein insgesamt positives Fazit“. Die Kreissparkasse sei „mit dem Gesamtergebnis wirklich zufrieden“ und  habe, trotz unverändert schwieriger Rahmenbedingungen, ihren „Erfolgskurs fortgesetzt“. Belege hierfür lieferten die Kennzahlen.

Die Bilanzsumme der Kreissparkasse Ludwigsburg ist im vergangenen Jahr 2018 um 1,7 Prozent gewachsen und hat ein Gesamtvolumen von 10,55 Milliarden Euro erreicht (Vorjahr: 10,37 Milliarden Euro). Betrachte man die Entwicklung der Bilanzsumme über einen längeren Zeitraum hinweg, etwa vom Jahr 2000 an, so sehe man einen kontinuierlichen Anstieg. Die Kreissparkasse zeige „im Wachstum dauerhafte Stärke“, so Schulte.

Kundeneinlagen und Kundenkredite legen erneut zu
Nicht anders das Langzeitbild bei den Kundeneinlagen und den Kundenkrediten. Auch diese beiden Kennzahlen sind im Zeitraum seit dem Jahr 2000 fast durchweg kontinuierlich gewachsen.

Ende 2018 betrug das Gesamtvolumen der Kundeneinlagen rund 7,18 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Wert des Vorjahres (6,91 Milliarden Euro) legten die Kundeneinlagen um 3,8 Prozent binnen Jahresfrist zu.

Der Blick auf das Kreditvolumen zeigt mit einem Plus von 1,7 Prozent ebenfalls eine markante Zunahme von 5,82 Milliarden Euro (Ende 2017) auf insgesamt 5,92 Milliarden Euro (zum Ende 2018).

Steigerung auch beim Jahresergebnis
Auch beim Jahresergebnis ist es, so Schulte, der Kreissparkasse erneut gelungen, eine Steigerung zu erzielen. Der Zuwachs im Jahr 2018 betrug 0,3 Prozent auf einen Wert von insgesamt 17,92 Millionen Euro (Vorjahresvolumen: 17,87 Millionen Euro).

„Menschen schaffen Nachhaltigkeit mit Menschen …
Zu Beginn des Themenkomplexes „Nachhaltigkeit“ betonte Schulte: „Menschen schaffen Nachhaltigkeit mit Menschen, anders geht es nicht.“ Um als marktführender Finanzdienstleister im Landkreis seine Position nicht nur halten, sondern ausbauen zu können, brauche man, so Schulte „gut ausgebildete, engagierte und motivierte Mitarbeiter, die im Team zusammenwirken können und wollen“. So entstehe Teamgeist, der erst Erfolg möglich mache.

Es sei dieser Teamgeist, der die insgesamt 1.508 Mitarbeiter der Kreissparkasse, darunter 98 Auszubildende, auszeichne. Die im Branchenvergleich mit 6,5 Prozent hohe Ausbildungsquote sei nur ein Beispiel für nachhaltige Personalarbeit. Die Kreissparkasse setze auf den Nachwuchs, sagte Schulte, und gehöre zu den größten Ausbildungsbetrieben im Landkreis.

Wie im neuen, jetzt vorliegenden „Nachhaltigkeitsbericht 2018“ nachzulesen, haben knapp 63 Prozent der bei der Kreissparkasse Beschäftigten im Jahr 2018 in Vollzeit gearbeitet. Das Gros der Belegschaft ist weiblich: Mit fast 62 Prozent Anteil an der Gesamtbelegschaft machen Frauen den Löwenanteil an der Mitarbeitergesamtzahl aus. Rund 19 Prozent der Führungspositionen sind weiblich besetzt.

Angesichts der enormen Veränderungsdynamik – hier sei nur das Stichwort „Digitalisierung“ erwähnt  – sei es für alle Mitarbeiter unabdingbar, sich ständig weiterzubilden. Dafür wendet die Kreissparkasse nach den Angaben von Schulte Jahr für Jahr enorme Mittel auf. „Allein in 2018 haben wir fast 730.000 Euro in Weiterbildungsmaßnahmen investiert.“ Jeder bankspezifisch Beschäftigte habe an durchschnittlich 2,9 Weiterbildungstagen sein Wissen erweitert.

Eine weitere Zahl, die Gesamthöhe der in 2018 gezahlten Sozialversicherungsbeiträge, zeige, so Schulte, auf welchen Ebenen die Kreissparkasse überall nachhaltig wirke: rund 24,6 Millionen Euro seien im vergangenen Jahr hierfür geflossen.

… für die Wirtschaft im Landkreis …
Dass und in welchen Höhen die Kreissparkasse die heimische Wirtschaft nachhaltig stärkt, zeigt der Blick auf eine Reihe von weiteren Kennzahlen. Mehr als 35 Millionen Euro hat die Kreissparkasse Ludwigsburg allein im Jahr 2018 an Körperschafts- und Gewerbesteuerzahlungen geleistet. Die Steuerleistungen von Mitarbeitern betrugen überdies im gleichen Zeitraum rund 15 Millionen Euro. Durch Gehaltszahlungen der Kreissparkasse ist verfügbare Kaufkraft in Höhe von rund 45,6 Millionen Euro entstanden. An die heimische Wirtschaft sind zudem Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 15 Millionen Euro vergeben worden.

… und für Natur und Umwelt“
Zu den aktuell in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft intensiv diskutierten Themen gehört eine ganze Reihe von Fragen, die Natur- und Umweltschutzaspekte unmittelbar berühren. „Das bewegt die Menschen. Und viele fragen sich dabei, ob und was sie denn selbst dazu beitragen können, unsere Natur zu erhalten und unsere Umwelt zu schützen“, so Schulte. Dabei müsse und könne man auf ganz unterschiedlichen Gebieten Lösungen finden, die man als Einheit wie als Einzelner umsetzen und damit ganz konkrete Verbesserungen erreichen kann. „Und das im unmittelbaren Umfeld“, so Schulte.

„Diesem Credo ist die Kreissparkasse verbunden“, sagte Schulte. Etwa auf dem komplexen Gebiet der Gebäudetechnik würden sich viele Möglichkeiten anbieten, Nachhaltigkeit konkret auszugestalten. Schon seit Jahren gewinne man etwa aus eigenen Photovoltaikanlagen Strom. Allein in 2018 sei es der Kreissparkasse gelungen, so Schulte, insgesamt rund 190.000 Kilowattstunden auf diesem Wege zu produzieren (im Vorjahr waren es noch rund 141.000 Kilowattstunden gewesen).

Strom selber und aus natürlichen Quellen zu gewinnen, sei das eine, so Schulte. Als Unternehmen müsse man aber auch auf der anderen Seite darum bemüht sein, den Stromverbrauch möglichst niedrig zu halten oder diesen sogar zu senken. „Das ist uns im Jahr 2018 gelungen“, erläuterte Schulte, „wir haben unseren Stromverbrauch und rund 95.000 Kilowattstunden gegenüber dem Vorjahr 2017 reduzieren können.“ Schulte ergänzte: „Die Kreissparkasse bezieht zu 100 Prozent Ökostrom.“

Geothermie biete, so Schulte, weitere Chancen zur Energiegewinnung. Seit Jahren gelinge es der Kreissparkasse, die Gesamtzahl der so gewonnenen Kilowattstunden kontinuierlich zu steigern. „Von 2016 bis Ende 2018 ist so die Gesamtzahl der aus Geothermie generierten Kilowattstunden um zusammen knapp 3.000 Einheiten gestiegen.“, sagte Schulte.

Bedarf an nachhaltigen Finanzprodukten steigt
„Wir stellen fest, dass eine wachsende Zahl von Kunden Interesse an nachhaltigen Finanzprodukten hat und erweitern unsere Produkt-Angebot entsprechend“, sagte Schulte. Als Beispiele  nannte er nachhaltige Vermögensverwaltung (510 Mandate zum Ende des Jahres 2018), Fonds (rund 1,3 Millionen Euro Gesamtvolumen) oder Förderkredite (103 Millionen Euro Gesamtvolumen).

Nachhaltige Unterstützung der Wirtschaft: S-Wagnis- und Beteiligungskapital GmbH als Beispiel
„Die mit 24,5 Millionen Euro ausgestattete S-Wagnis- und Beteiligungskapital GmbH, die mittlerweile 20 Jahre am Markt vertreten ist, hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 vorzuweisen und ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich nachhaltige Unterstützung positiv auf die Wirtschaft auswirkt“, sagte Schulte. Bei der Anzahl der Beteiligungen gab es im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 3 auf insgesamt 33 zu verzeichnen. Deutlicher fiel die Steigerung beim Beteiligungsvolumen aus: das lag im Jahr 2017 noch bei rund 16,5 Millionen Euro und betrug Ende 2018 knapp 22 Millionen Euro und damit rund 33 Prozent über dem Vorjahreswert. Schulte zu einem weiteren Aspekt: „Bei den aktuellen Beteiligungsnehmern der S-Wagnis werden 3011 Mitarbeiter beschäftigt.“

Landrat Dr. Rainer Haas: „Zum Nutzen des ganzen Landkreises“
„Die Kreissparkasse – eine Welt voller Vorteile“
Für Landrat Dr. Rainer Haas, den Verwaltungsrats- und Stiftungsvorsitzenden der Kreissparkasse Ludwigsburg, ist „die Liste der Vorzüge der Kreissparkasse lang und vielfältig“. Das betreffe zum einen die umfangreiche Palette an kundenorientierten Finanzdienstleistungen und zum anderen die „unglaubliche Fülle an Förderung“, die durch die Spenden- und Sponsoringmaßnahmen der Kreissparkasse und ihrer fünf Stiftungen möglich und gelebt wird.

Willkommen in der Vorteilswelt
Eine besondere Erfolgsbilanz: Diesen Vorteil machen sich mehr als 140 Händler zunutze, um mit der Sparkasse ihre regionalen Waren besser zu vermarkten und das bargeldlose Bezahlen  zu fördern.

Vor Ort einkaufen – das wird von vielen Kunden zunehmend geschätzt. Den „Standort:hier!“ stärken , das wünscht sich die Kreissparkasse. Wie funktioniert das?

Vor genau zwei Jahren, im Mai 2017, ist die „Sparkassen-Vorteilswelt“ an den Start gegangen – mit einem innovativen „Geld zurück“-Programm, erinnerte Haas. Vorteile davon haben alle drei Beteiligtengruppen: die Kunden, die Händler und das Finanzinstitut. Es handele sich also um eine „Win-Win-Win-Situation“. Die Zahl der Händler, die daran teilnehmen, steige stetig weiter, so Haas und belaufe sich aktuell auf mehr als 140 Partner im Landkreis und über 4.000 Partner deutschlandweit. Am Ende, so Haas, „kennt die Sparkassen-Vorteilswelt nur Gewinner.“

Den Vorteil zu nutzen sei ganz einfach, so Haas. „Kunden der Kreissparkasse werden beim Einkaufen einzig und alleine für das Bezahlen mit ihrer Sparkassen-Card bei zahlreichen autorisierten Partnerunternehmen aus Handel, Dienstleistung und Gastronomie im Landkreis belohnt.“ Der Clou dabei: die Kunden bekommen einen Teil des Kaufpreises am Monatsende ganz automatisch auf ihr Privat-Girokonto gutgeschrieben. Ob beim Essengehen, beim Blumen- oder Brillenkauf – sie können sich so auf tolle Rabatte in Höhe von bis zu 5 Prozent freuen.

Der Vorteil lasse sich ganz konkret errechnen. Seit dem Start der Sparkassen-Vorteilswelt bei der Kreissparkasse Ludwigsburg haben fast 56.000 Kunden eine Gutschrift („Cashback“) in Höhe von zusammengerechnet knapp 350.000 Euro erhalten.

Die Nachbarsparkassen Böblingen, Pforzheim-Calw, Heilbronn, Göppingen, Waiblingen betreiben ebenfalls „Vorteilswelten“. Rechne man die Zahl aller darin versammelten Partner zusammen, so ergibt sich eine Gesamtzahl von rund 930 Partnern, die von Sparkassenkunden im Großraum Stuttgart genutzt werden können, so Haas. Deutschlandweit seien es sogar über 4.000.

Lewin Berner, Sioux: „Teilnahme an der Vorteilswelt lohnt sich für alle“
Sioux ist eine Traditionsmarke mit hohem Bekanntheitsgrad. Geschäftsführer Lewin Berner setzt sich dafür ein, dass „auch die Vorteilswelt immer bekannter wird“. Aus einfachem Grund: die Teilnahme an der Vorteilswelt „lohnt sich für alle.“

Das gilt gerade auch für die Sicht des Händlers. „Wir können den Rabatt-Nutzen an unsere Kunden weitergeben und so unsere Produkte preislich noch attraktiver machen“, so Berner.

Ute Aßmus: Von Anfang an dabei und Partner in der „Vorteilswelt“
Die Firma Assmus Naturtextilien aus Ingersheim, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen begeht, gestaltet „Nachhaltigkeit“ in besonderer Weise: das ganze Unternehmen richtet sich an diesem Gedanken aus. Zudem gehört Assmus von Beginn an zu den Partnern der Sparkassen-„Vorteilswelt“. Ute Aßmus erklärt: „Aus Prinzip handeln wir damals wie heute nur mit Produkten,, hinter denen wir stehen können, weil wir von ihnen und der Art ihrer Herstellung überzeugt sind. Wir entscheiden uns ganz bewusst für Stoffe in bester Bio-Qualität. Die Produkte werden, so Aßmus, hauptsächlich in Manufakturen und Familienbetrieben in Deutschland und Europa hergestellt – „zu gerechten Bedingungen“. Darüber hinaus gewähren, so Aßmus, „die strengen Richtlinien für Naturtextilien ein Höchstmaß an Sicherheit und Transparenz für den ökologischen Fußabdruck.“

Von Anfang an ist die Firma als Partner in der „Vorteilswelt“ dabei – und das aus Überzeugung. „Die Vorteilswelt steht für ein Konzept, von dem alle Beteiligten nur profitieren und das Nachhaltigkeit in der Region fördert“, erklärt Aßmus.

Gemeinnützige Hilfe in großer Bandbreite, mit großen Volumina
Die Förderaktivitäten der Kreissparkasse und ihrer fünf Stiftungen „wirken sich zum Nutzen des ganzen Landkreises aus“, sagte Haas und betonte die große Bandbreite der geleisteten Hilfe und die großen Volumina, die dafür aufgewendet würden.

„Allein im Jahr 2018 wurden fast 800 Projekte gefördert“, sagte Haas. Das gesamte Fördervolumen, bestehend aus Spenden inklusive Stiftungsdotationen sowie Sponsoring-Maßnahmen und Zuwendungen seitens der Stiftungen, habe, so Haas, in 2018 rund 4,1 Millionen Euro betragen.

Doch erst in der Langzeitbetrachtung werde, so Haas, die Dimension des gemeinnützigen Engagements so richtig deutlich. „Seit dem Jahr 2008 bis inklusive 2018 wurden mehr als 10.000 Projekte gefördert“, so Haas. Jedes einzelne Projekt davon habe den Landkreis „ein kleines oder großes Stück weit bereichert“, so Haas.

Grundlage für dieses „in jeder Hinsicht umfassende Engagement“ sei natürlich der wirtschaftliche Erfolg der Kreissparkasse, betonte Haas. Ökonomischer Erfolg resultiere aus drei zentralen Erfolgsfaktoren. An erster Stelle stehe „das Vertrauen der Kunden in ihre Kreissparkasse“. Zweitens sei die starke, marktführende Position hilfreich und drittens die optimale Mischung aus Tradition und Innovation, aus Beständigkeit und Aufbruch, aus Sicherheit und Seriosität.

Fünf Stiftungen stehen auf starkem Fundament
Die fünf Stiftungen der Kreissparkasse Ludwigsburg stehen auf einem „sehr starken finanziellen Fundament“, sagte Haas. Das gesamte Stiftungskapital betrug zum Ende des Jahres 2018 zusammen 29 Millionen Euro.

„Damit nicht genug“, sagte Haas, „das Fundament wird weiter verstärkt. In naher Zukunft wird das Stiftungskapital um weitere zwei Millionen aufgestockt und dann ein neues Gesamtvolumen von 31 Millionen Euro umfassen.“

Die 1995 gegründete Stiftung „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“ konnte Ende 2018 auf ein Stiftungskapital von 14 Millionen Euro bauen. Mit sieben Millionen Euro ist die 1996 ins Leben gerufene Stiftung „Umwelt und Naturschutz“ dotiert. Die zweitälteste der fünf Stiftungen, die 1988 gegründete Stiftung „Kunst, Kultur und Bildung“, verfügt über einen Kapitalstock von sechs Millionen Euro. Für die jüngste der Stiftungen, der 2007 ins Leben gerufenen Stiftung „Gesundheit“, stehen zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die mit Abstand älteste der fünf Stiftungen ist die 1970 gegründete Stiftung „Schullandheim Strümpfelbrunn“ – sie hat bislang Zuwendungen in einer Gesamthöhe von 5,44 Millionen Euro erhalten.

Vom gemeinnützigen Engagement profitiert der ganze Landkreis
„Von dieser Förderung profitieren letztlich alle Menschen in allen 39 Kommunen im Landkreis“, sagte Haas. Geholfen werde etwa in den Bereichen Bildung, Kunst und Kultur, Natur- und Umweltschutz oder Sport, im Breiten- wie im Spitzenbereich, Unterstützung finden kirchliche und soziale Einrichtungen, Wohlfahrtsverbände und viele Vereine.

Die Auflistung könne man, so Haas, noch länger fortsetzen. Für ihn, das betonte Haas besonders, sei aber der Leitgedanke hinter all den Aktivitäten „das Entscheidende: Die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für Mensch und Umwelt.“

Fördergebiete im Überblick
Blickt man auf die Aufteilung der Hilfe nach Fördergebieten ergibt sich für das Jahr 2018 folgendes Bild: In den Bereich „Kunst und Kultur“ sind im vergangenen Jahr rund 627.000 Euro geflossen. Knapp 370.000 Euro kamen dem Förderbereich „Soziales und Schulen“ zugute. Der Förderbereich „Sport“ ist insgesamt mit knapp 460.000 Euro unterstützt worden. Für das Gebiet „Umwelt / sonstige Aktivitäten“ wurden 257.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das „Schullandheim Strümpfelbrunn“ konnte sich über rund 410.000 Euro freuen.

Mit diesen Geldern finden Projekte Unterstützung, deren Umsetzung sonst nur schwer oder gar nicht möglich wäre, betonte Haas. „Insofern ist diese Förderbereitschaft ein klares Bekenntnis zur Bewahrung der Vielfalt im Landkreis“, so Haas,

Unterstützung des Weidemanagement-Projekts
„Wiederbeweiden – Landschaftsmanagement mit Biss im Bottwartal“ (Stiftung Umwelt- und Naturschutz)
„Vor wenigen Tagen erst“, so Haas, „gab es im schönen Bottwartal einen Pressetermin, bei dem ein wirklich außergewöhnliches Projekt vorgestellt worden ist, das letztlich der Landschaft und der Natur zugute kommt.“ Im Kern gehe es bei dem mit 10.000 Euro unterstützten Projekt um Wiederbeweidung und Landschaftsmanagement. Die Hauptrolle dabei spielen Wasserbüffel. Ziel des Projekts: Verbesserung der Lebensraumsituation „für viele verschiedene Tierarten“, so Haas.

„Trockenmauersanierung“ erhält Kulturlandschaft und Lebensräume (Stiftung „Umwelt und Naturschutz“)
„Vor rund 20 Jahren ist das Projekt Trockenmauersanierung ins Leben gerufen worden und trägt seither dazu bei, nicht nur eine ganz besondere Kulturlandschaft zu erhalten, sondern auch einzigartige Lebensräume für Fauna und Flora zu bewahren“, sagte Haas.

Nirgendwo in Deutschland gebe es, so Haas, so viele Trockenmauern wie im Landkreis Ludwigsburg. Insbesondere die Steillagen an Enz und Neckar würden mit dieser alten Mauerbautechnik terrassiert und so erst für den Weinanbau nutzbar gemacht. Wer sich einmal die Zeit nehme, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in den Trockenmauern zu betrachten, könne sich, so Haas, davon überzeugen, dass die Erhaltung dieses Lebensraums Artenvielfalt bewahre.

Gefördert von der Kreissparkassen-Stiftung „Umwelt und Naturschutz“ sind dem Projekt „Trockenmauersanierung“ bisher insgesamt rund 523.000 Euro an Fördermitteln zugeflossen.

Breiten- und Spitzensport fördert Zusammenhalt (Stiftung „Jugendförderung, Arbeit und Soziales“
„Betrachtet man die unglaubliche Fülle, die der Breiten- und Spitzensport im Landkreis abbildet, bekommt man eine Vorstellung davon, weshalb der Landkreis für hohe Lebensqualität steht“, sagte Haas. Es sind Dutzende von sportlichen Angeboten und Anbietern, die den Interessierten zur Auswahl stehen.

In Einzel- wie in Mannschaftssportarten. Dazu könne man etwa Basketball, Fußball und Handball zählen, Tanzen und Reiten, Leichtathletik und Radfahren, Golfen und Rudern. „All  diese Sportarten, so unterschiedlich sie sind, haben eines gemeinsam: sie werden von der Kreissparkasse über Sponsoring, Spenden oder durch die Stiftung ‚Jugendförderung, Arbeit und Soziales‘ gefördert“, sagte Haas.

Dem Sport seien, so Haas, insgesamt im Jahr 2018 knapp 460.000 Euro zugute gekommen. „Das Sportleben im Kreis wäre ohne diese Hilfe um vieles ärmer“, sagte Haas.

Kulturförderung  bewahrt das Vergangene und bereichert die Gegenwart (Stiftung „Kunst, Kultur und Bildung“)
Frage man ausländische Besucher des Landkreises, wofür Deutschland stehe, antworteten nicht wenige mit dem Satz: „Deutschland ist eine Kulturnation“, berichtete Haas.

Das könne man, im übertragenen Sinne, auch und gerade für den Landkreis Ludwigsburg sagen, betonte Haas. „Wir leben in einem Landkreis, der Kulturregion ist.“ Die kulturelle Vielfalt des Kreises sei enorm – und so nur möglich, weil Kunst und Kultur gefördert würde.

Und das in besonderem Maße von der Kreissparkasse und ihrer Stiftung „Kunst, Kultur und Bildung“. Kein anderes Fördergebiet wurde im Jahr 2018 mit so viel Mitteln bedacht: es waren in Summe fast 630.000 Euro. „Davon profitieren Aktivitäten im Bereich der Musik oder der darstellenden Künste, davon profitieren vor allem junge Menschen, denen wir die Welt der Kunst und Kultur zugänglich machen müssen“, sagte Haas, „denn die jungen Menschen von Heute sind die Hüter der Kunst von Morgen.“

Auf neuen Wegen Spendengeld einsammeln: Online, mit dem Portal betterplace.org
„Mitte 2018 hat die Kreissparkasse Ludwigsburg zusammen mit ihrem Projekt-Partner betterplace.org ein Spendenportal aktiviert, von der Vereine und gemeinnützige Organisationen auf ganz einfache Art profitieren können: Spendengelder lassen sich kostenlos online sammeln“, sagte Haas. Begleitet wurde die Plattform-Premiere im Sommer 2018 von einer ersten Verdoppelungsaktion – sie war ein voller Erfolg. Ende 2018 wurde die zweite durchgeführt. Kürzlich erfolgte schon die dritte. Für alle drei Verdoppelungsaktionen hat die Kreissparkasse insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Das Mitmachen ist simpel, die Regeln leicht umzusetzen. Interessierte Spender können einfach und komfortabel per Kreditkarte, Lastschrift oder paydirekt für die eingestellten Projekte spenden. Die Kreissparkasse übernimmt  sämtliche Kosten, so dass die Spenden zu einhundert Prozent den Projekten zu Gute kommen.

„Dieses Spendenportal verbindet“, so Haas, „Innovation und Verantwortung auf sehr gute Weise“ und zeige anschaulich, dass „die Kreissparkasse neue Chancen eröffnet zum Wohle der Menschen im Landkreis.“

Symbolisches Bild: Förderhöhe überragt Mount Everest
Mit einem symbolischen Bild schloss Haas seinen Vortrag. Bezogen auf das gesamte, in 2018 von der Kreissparkasse und ihren fünf Stiftungen geleistete Fördervolumen von rund 4,1 Millionen Euro sagte Haas: „Wenn Sie 4,1 Millionen Ein-Euro-Münzen aufeinanderstapeln würden, ergäbe das eine Gesamthöhe von rund 9,5 Kilometern. Ist es nicht ein schöner Gedanke, dass diese gigantische Münzsäule als bildliches Symbol sozialer Verantwortung sogar noch den Mount Everest weit überragen würde?!“