In den entscheidenden Momenten unglücklich gespielt

Die Bundesligawasserballer des SV Ludwigsburg verlieren das Spitzenduell gegen Tabellenführer White Sharks Hannover in der Aufstiegsrunde um die Pro A denkbar knapp mit 9:10 (3:3/1:1/2:3/3:3).

Prestigeduell verloren. Die Tabellenführung verpasst. Mit großer Enttäuschung verließen die Ludwigsburger Wasserballer nach dem Schlusspfiff das Becken. Fünf Pfostentreffer trennten zuvor den SV Ludwigsburg – nun Zweiter mit 4:2 Punkten – in der Aufstiegsrunde um die Pro A im Gipfeltreffen gegen den Tabellenführer White Sharks Hannover vom Sieg.

Am Ende stand vor 180 Zuschauern im Freibad Hoheneck eine ernüchternde 9:10-Niederlage zu Buche. „Wir haben in den entscheidenden Momenten unglücklich gespielt“, sagt der zweifache SVL-Torschütze Marvin Thran. Die krankheitsbedingt ohne deren beiden etatmäßigen Centerverteidiger Nikos Prosiniklis und Dario Labavic, sowie den Flügelspieler Pavle Vukicevic, antreten mussten.

Entsprechend positiv fiel das Fazit von White-Sharks-Kapitän Marvin Götz aus: „Wir haben bis zum Schluss gekämpft und unsere konditionelle Stärke gegen dezimierte Ludwigsburger ausgespielt“. Es war das erwartete Spitzenduell in der Aufstiegsrunde, wo die zwei besten Teams direkt aufsteigen.

Beide Mannschaften ließen von Beginn an nichts anbrennen und trennten sich im ersten Viertel mit 3:3. Beim Stand vom 4:4 im zweiten Viertel schien der SV Ludwigsburg das Heft in die Hand zu nehmen, doch die Barockstädter brachten sich dann selbst um den Ertrag.

Zunächst verpasste Timo van der Bosch in der Überzahl die Führung, es folgten zwei vergebene Chancen von Kapitän Adrian Jakovcev und Allrounder Marvin Thran traf nach einem Konter nur den Pfosten. Das sollte sich nach der Halbzeit rächen.

Die White Sharks-Verteidigung zwang den SVL-Angriff zu hektischen Abschlüssen, welche im Gegenzug durch ein schnelles Offensivspiel der Gäste bestraft wurde (6:7). Das letzte Viertel war an Spannung kaum zu überbieten.

Es war ein intensives Hin und Her, bei dem vor allem die beiden Torhüter Josip Katusa und Dominik Schimanski ihre Mannschaft im Spiel hielten. Doch am Ende waren es die White Sharks-Wasserballer, die wiederholte Unaufmerksamkeiten in der SVL-Abwehr zur 10:8-Führung ausnutzten. Dem SVL gelang der 9:10-Anschluss durch Domagoj Mijatovic, doch der letzte Schuss von SVL-Coach Milosav Aleksic zwanzig Sekunden vor Spielende ging übers Tor.

Für den SV Ludwigsburg stehen die nächste Partien nach einer Verlegung des Köln-Spiels mit einem Doppelwochen im Westen an. Am 25. Mai trifft man auf den Duisburger SV 98 und am Folgetag auf die bisher sieglose SGW Rhenania/BW Poseidon Köln.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Tim Kraut (2 Tore), Marvin Thran (2), Timo van der Bosch (1), Milosav Aleksic, Antonio Tadic, Deni Cerniar (2), Adrijan Jakovcev (1), Domagoj Mijatovic (1), Filip Zugic, Ivan Pisk

Gast – White Sharks Hannover: Dominik Schimanski, Marvin Götz (1), Justus Gläser, Felix Struß (1), Phillip Kubisch (2), Philipp Dolff (1), Lukas Deike, Vitor Pavicic Capucho (2), Niclas Kai Schipper, Ilja Immermann (1), Jan Rotermund, Vincent Winkler (2), Felix Andreas Benke