Foto: FDP Freiberg a. N.
FDP stellt Kandidaten für Gemeinderatswahl vor

Freiberg a. N.| „Wir freuen uns, dass wir den Wählern im Gegensatz zu 2014, als wir nur 13 Kandidaten und Kandidatinnen gewinnen konnten, diesmal eine komplette Wahlliste mit 22 guten Kandidaten und einer gesunden Mischung von Jung und Alt anbieten können“, sagten der Ortsvorsitzende Marcel Distl und die beiden amtierenden Gemeinderäte Carmen Dötterer und Dr. Thomas Baum bei der Vorstellung der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl. Immerhin sieben Kandidatinnen und Kandidaten sind unter 30. „Ein wenig stolz bin ich aber auch darauf, dass ich unsere beiden derzeitigen Gemeinderäte Carmen Dötterer und Dr. Thomas Baum überzeugen konnte, nochmals zu kandidieren. Freiberg steht vor großen Herausforderungen, da ist es mir als Ortsvorsitzendem wichtig, dass unser erfahrenes Gemeinderats-Duo ‚an Bord‘ bleibt“, so Distl. Unter dem Motto „Starke Frauen für Freiberg“ bewerben sich acht Frauen. „Wir brauchen keine Quote, wir setzen auf gute Kandidatinnen“, sagt Carmen Dötterer, die bei der letzten Wahl die meisten Stimmen der weiblichen Bewerberinnen aus Freiberg erzielen konnte.

Auch mit Wirtschaftswissen, unternehmerischer Erfahrung und Vertretern aus dem Vereinsbereich will die FDP bei der Kommunalwahl punkten. „Die Vielfalt Freibergs findet sich in der Vielfalt unserer Kandidatenliste und ihrer Qualifikationen wieder“, so Stadtrat Dr. Thomas Baum.

Es treten an: 1) Carmen Dötterer, 2) Dr. Thomas Baum, 3) Dominic Schlosshauer, 4) Marcel Distl, 5) Nils Blumhardt, 6) Rüdiger Klapitz, 7) Andrea Anders-Knotz, 8) Markus Windeisen, 9) Joachim Knittel, 10) Hildegard Druckenmüller, 11) Daniel Woelky, 12) Andrea Galasso in Stricagnoli, 13) Andrea Nuber-Kagström, 14) Kevin Käser; 15) Kerstin Merz, 16) Thomas Knotz, 17) Jana Wirth, 18) Tom Marquardt, 19) Dagmar Traum, 20) Jan Gessler, 21) Dr. Alexander Deicke, 22) Adriano Hoemen.

Und wofür steht die Freiberger FDP? Mit soliden Finanzen für ein attraktives Freiberg – schwer für Wahlkämpfer, gut für den Bürger als Steuerzahler, ist eine erste wichtige Position. Freiberg sei eine attraktive Stadt – und das solle so bleiben. Angesichts von Investitionen im dreistelligen Millionenbereich sei sparsames Wirtschaften angesagt – man müsse auch mal „nein“ sagen und die Finanzierungsfrage stellen, wenn immer neue Wünsche geäußert würden. Das sei schwer für Wahlkämpfer, aber gut für den Bürger als Steuerzahler. Nicht alles, was wünschenswert sei, sei auch unbedingt notwendig. Sonst gebe es mehr Schulden oder die Steuern müssten erhöht werden. Außerdem hat die FDP im Gemeinderat bereits den Antrag gestellt, die anstehende Grundsteuerreform aufkommensneutral umzusetzen. „Das Reformpaket darf nicht zum Steuererhöhungspaket für die Freiberger Bürger werden“, fordern Dötterer und Baum.

Darüber hinaus tritt die FDP für eine Umwelt- und Verkehrspolitik mit Augenmaß ein. Vernünftig-ökologische Lösungen, statt radikal-ökologische Kommunalpolitik – so der Leitgedanke. Nachhaltig zu handeln dürfe nicht heißen „ Umweltschutz um jeden Preis – und wenn uns nichts anderes einfällt, gibt es halt Verbote“. Eingriffe und Umweltmaßnahmen müssten verhältnismäßig sein. Vernünftige ökologische Lösungen, die wirtschaftlich vertretbar sind, werde die Freiberger FDP immer unterstützen, aber sie werde keine Blankoschecks ausstellen und alles abnicken – nur weil „ökologisch“ draufsteht. Die Verantwortung für künftige Generationen sei enorm wichtig, aber sie dürfe nicht zur Verantwortungslosigkeit gegenüber der heutigen Generation führen. Deshalb werbe die FDP in der Autoregion Stuttgart für eine Umweltpolitik mit dem Auto und nicht gegen das Auto.

„Mehr Wohnraum für Freiberger“ ist eine weitere Forderung der FDP, die sich dafür einsetzen will, dass in Freiberg zügig neues Bauland ausgewiesen wird. So solle gerade auch jungen Familien die Möglichkeit geboten werden, im Ort zu bleiben. Bei mindestens einem Teil der neu gebauten Häuser und Wohnungen müsse deshalb gelten: “Freiberger zuerst“, d.h. bei Grundstücken im Besitz der Stadt müsse dafür gesorgt werden, dass speziell Freiberger Familien und Bürger zum Zug kommen würden.

Außerdem setzt sich die FDP für die Nutzung der Chancen des digitalen Fortschritts, die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in den Vereinen, einen Jugendgemeinderat, die Autobahnüberdeckelung zwischen Geisingen und Beihingen und die Wiederaufnahme der Gespräche über die Schwörer-Trasse ein. Eine zukunftsorientierte Schulpolitik solle primär das pädagogische Konzept und die Wahlfreiheit der Eltern über die Schulform in den Vordergrund stellen.