Ditzingen.| Es geht voran: Der Ditzinger Stadtteil Heimerdingen wird in den nächsten Monaten vollständig mit schnellen Glasfaserkabeln ausgestattet. Das hat die Telekom in einem „Letter of Intent“ bekundet. „Schnelles Internet ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, aber auch für die Lebensqualität und sogar den Wert von Immobilien immer zentraler. Wir schließen jetzt in Ditzingen-Heimerdingen eine veritable Versorgungslücke – weitere werden folgen“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung durch die Stadt Ditzingen und die Telekom am Dienstag (19. März).

Ein Glasfaseranschluss bis in alle Haushalte – das hat bislang in Deutschland noch Seltenheitswert. Laut einer aktuellen Studie sind derzeit nur rund zwei Prozent aller Haushalte mit einem solchen sogenannten FTTH-Anschluss („Fibre To The Home“) ausgestattet. Im Ditzinger Stadtteil Heimerdingen sollen es schon bald 100 Prozent sein. Darauf haben sich heute (Dienstag, 19. März) die Telekom und die Stadt Ditzingen gemeinsam verpflichtet. Alle rund 1700 Haushalte könnten bereits Mitte 2020 mit schnellem Internet ausgestattet sein. „Damit kommen wir unserem Ziel, die flächendeckende Glasfaserversorgung in der Region, bereits ein gutes Stück näher“, hob Landrat Dr. Rainer Haas bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung hervor.

Das geplante Netz ist für den Ditzinger Oberbürgermeister Michael Makurath „ein Quantensprung in der Digitalisierung“ und „ein Standortvorteil für den Ditzinger Stadtteil Heimerdingen und dessen Einwohner“.Die Vorvermarktung für die schnellen Anschlüsse beginnt am 2. Mai. Es liege nun an den Gebäudeeigentümern, ob diese Weichenstellung für die Zukunft Wirklichkeit werden kann. Makurath betonte, dass der Ausbau der mehr als 1.700 Haushalte komplett von der Deutschen Telekom finanziert werde.

Der Ausbau des Glasfasernetzes in Ditzingen ist Teil eines Gesamtplans, den der Zweckverband Kreisbreitband Ludwigsburg im Rahmen der Wirtschaftsregion Stuttgart ausgehandelt hat. Er sieht vor, dass die für eine komplette Erfassung der Region Stuttgart rund 1,6 Milliarden Euro Investitionskosten aufgeteilt werden. Rund 600 Millionen Euro übernimmt die Telekom in eigenwirtschaftlicher Verantwortung. Wenn die Städte und Gemeinden insgesamt 500 Millionen Euro dafür aufbringen, würde die Telekom weitere 500 Millionen Euro investieren, so die Vereinbarung.