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Menschen vergleichen gerne, vor allem wenn es um den Sport geht. Ist Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo nun der bessere Fußballer? Welche Liga ist die stärkere? Wer hat die bessere Chance auf einen Grand-Slam-Sieg? Im Basketball ist es nicht anders. Vor allem dank Dirk Nowitzki genießt die NBA hierzulande große Beliebtheit und große Präsenz in der Berichterstattung. Doch auch die BBL kann sich sehen lassen. Wir wagen einen kleinen Vergleich der beiden Ligen.

Alba Berlin schlägt die Warriors in Dreiern
Vor allem im Punkteschnitt ist der Unterschied zwischen NBA und BBL ersichtlich.

22,1 Millionen Zuschauer besuchten in der Saison 2017/18 die 1.230 NBA-Spiele. Es verdeutlicht die Beliebtheit einer Liga, die das unumstritten beste Niveau der Welt besitzt. Es bedeutet zugleich fast 18.000 Zuschauer pro Spiel − eine Marke, von der die Verantwortlichen in Deutschland nur träumen können. Hier kamen im gleichen Zeitraum 1,4 Millionen Zuschauer zu 306 Partien, was einem Schnitt von 4.575 Zuschauern entspricht. Was also macht den Reiz der NBA aus, die ein so viel höheres Interesse anlockt, obwohl der Meister am Ende mit den Golden State Warriors meist der gleiche ist? Es sind einerseits die besten Spieler der Welt, die sich in Übersee tummeln. Dirk Nowitzki ist nur einer von ihnen, auch wenn er lange nicht mehr auf seinem höchsten Niveau aktiv ist.

Foto: Betway

Daneben ist vor allem die offensive Spielweise sehr interessant für die Zuschauer und Fans. Im Schnitt erzielten die Warriors in der abgelaufenen Saison 112,8 Punkte pro Spiel. Der beste deutsche Klub war in dieser Kategorie Alba Berlin mit gerade einmal 89,68 Punkten pro Spiel. Die Golden State Warriors haben also eindeutig die Nase vorn. Kein Wunder, dass die Warriors bei soviel Klasse die Basketball Wetten bei Betway auf den NBA-Titel abermals anführen. Eine Quote von 1.44 (Stand 6. März) liegt weit vor dem restlichen Feld aus Toronto, Milwaukee und Boston. Fairerweise muss man hinzufügen, dass die deutsche Liga in puncto Spannung ebenfalls nicht allzu viel zu bieten hat. Schließlich holten die Brose Bamberg in den vergangenen neun Jahren sieben Mal die Meisterschaft. Immerhin in einer wichtigen Kategorie kann die BBL mit der NBA mithalten und diese sogar übertreffen. Stichwort Dreier: Alba traf mit durchschnittlich 42,1 % der Würfe aus der Distanz, während die Warriors lediglich 38,3 % erreichten.

Wirtschaftlich lautet das Ziel europäische Spitze
Mit günstigen Preisen kann die BBL viele Zuschauer anlocken. Die Ziele sind hoch.

Das langfristige Ziel der BBL richtet sich freilich nicht an der nordamerikanischen Spitzenliga aus. Vielmehr möchte man bis 2020 den ersten Platz in Europa einnehmen. Da wir mittlerweile bereits das Jahr 2019 schreiben, wird es mit diesem Plan laut BR24 mehr als knapp, obwohl viele Grundvoraussetzungen stimmen. Sowohl die Eintrittspreise als auch die Verpflegung in den Hallen sind nicht zu teuer. So besteht zum Beispiel ein Unterschied von rund 20 € im Vergleich zu den teuersten Eintrittskarten.

Während starke junge Spieler immer wieder in die NBA abwandern, sorgen die steigende TV-Präsenz durch Telekom Sport, sowie die nach oben kletternden Umsätze dennoch für Zuversicht für die Zukunft. Andere Nationen sind nach wie vor überlegen − so konnte noch kein deutscher Klub einen Europapokal gewinnen − doch vor allem die Lebensumstände und die Zuverlässigkeit in Deutschland sind laut MDR immer stärkere Argumente im Werben um die Topspieler des Kontinents.

Es bleibt also abzuwarten, ob die BBL ihr ehrgeiziges Ziel, bis 2020 die beste nationale Basketball-Liga Europas zu werden, tatsächlich erreichen wird.