Nach schwachem Start das Spiel gedreht

Berlin.| Der SV Ludwigsburg gewinnt am siebten Spieltag in der Pro B der Wasserball Bundesliga beim SC Wedding Berlin denkbar knapp mit 11:10 (3:5/5:3/1:2/1:1) und bleibt mit dem vierten Sieg in Folge auf Play-Off Kurs.

Groß war die Erleichterung bei SVL-Spieler Marvin Thran nach dem Abpfiff. Lange tat sich seine Mannschaft beim Tabellenvierten SC Wedding Berlin schwer und konnte sich erst im letzten Spielabschnitt dank seiner Tore mit 11:10 absetzen. „Das war kein einfaches Spiel. Wedding hat gekämpft, wir aber haben am Ende als Mannschaft gewonnen“.

Es war insgesamt nicht das gewohnt erfolgreiche Spiel der Ludwigsburger Wasserballer. Besonders die Abwehr ließ zu Wünschen übrig: Erstmals in dieser Saison kassierte die Mannschaft von Trainer Milosav Aleksic acht Gegentore bis zur Halbzeit (im Vergleich zum Pokalspiel gegen A-Gruppenteilnehmer SG Neukölln bekam man lediglich drei Tore bis zum zweiten Viertel).

Im zweiten Spielabschnitt drohten den Barockstädtern der SC Wedding gar davon zu schwimmen: 3:8 hieß es aus Sicht vom SVL. Die Berliner waren von Beginn an die wachere und aggressivere Mannschaft, vor allem im Überzahlspiel: 4 Versuche, Vier Treffer. Der SV Ludwigsburg verschoss dagegen einen Ball nach den anderen.

Gut gedeckt wurde zudem Nationalspieler Timo van der Bosch. Ihm sollte für den Rest des Spiels kein einziger Treffer gelingen. „Das war kein guter Start von uns. Wedding hat vorne alles getroffen und wir hatten unglückliche Hinausstellungen. Dann ging es relativ schnell, wir lagen deutlich hinten“, erklärt SVL-Spieler Marvin Thran.

Doch der SVL behielt die Ruhe und hatte sich wieder durch Tore von Deni Cerniar, Marvin Thran, Domagoj Mijatovic und Nikolaos Prosiniklis auf 9:8 im dritten Viertel zurückgekämpft. Der Schlussabschnitt war dann von einer hektischen Partie geprägt: 11 Spielverweise wurden insgesamt registriert. Der SVL hatte aber die besseren Nerven und hielt die 11:10–Führung routiniert bis zum Schluss.

Eine späte Initialzündung dürfen sich die Barockstädter bei ihrem nächsten Spiel am 09.02. nicht erlauben: Denn dann kommt der aktuelle Tabellenführer White Sharks Hannover ins Stadionbad.

Heim – SC Wedding 1929: Pawel Lis, Yannick Arnhold (1 Tor), Sascha Knoop (2), Nils Schlegelmilch (1), Gabriel Hurpin, Francesco Cecarini, Pascal Hübscher (2), Dusan Balaban (3), Tim Donner (1), Moritz Matthias Meißner, Staffan Langner, Tom Völkel, Jan Isensee

Gast – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Tim Kraut, Marvin Thran (4), Nikolaos Prosiniklis (2), Timo van der Bosch, Milosav Aleksic, Pavle Vukicevic, Antonio Tadic, Deni Cerniar (2), Adrijan Jakovcev, Domagoj Mijatovic (3), Dario Labavic, Filip Zugic