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Magdeburg.| Ca. 300 Delegierte und Gäste aus ganz Deutschland nahmen an der 17. Bundesdelegierten-versammlung der Senioren-Union in Magdeburg teil. Dem Landesverband Baden-Württemberg standen 20 Delegierte zu. Die 20 größten Kreisverbände der Senioren-Union dieses Landesverbandes konnten daher einen Delegierten entsenden. Der Kreisvorsitzende der Senioren-Union, Karl Wißkirchen, vertrat den Kreisverband Ludwigsburg. Rainer Wieland MdEP nahm als Landesvorsitzender der Senioren-Union kraft Amtes an der Versammlung teil.

Die Begegnungen mit der Bewerberin und den beiden Bewerbern um den CDU-Parteivorsitz waren zweifellos Höhepunkte der diesjährigen Bundesdelegiertenversammlung. Es wurde  deutlich, dass die Delegierten beim CDU-Bundesparteitag in Hamburg zwischen drei Edelmetallen zu wählen haben. Annegret Kramp-Karrenbauer war schon vor Monaten als CDU-Generalsekretärin eingeladen worden und Jens Spahn als Bundesgesundheitsminister. Friedrich Merz wurde kurzfristig in eine sehr interessante Podiumsdiskussion über das deutsch-französische Verhältnis eingebunden. Alle drei Bewerber hatten inhaltlich unterschiedliche Akzente in ihren Reden gesetzt: Annegret Kramp-Karrenbauer sprach insbesondere die notwendige Weiterentwicklung der CDU als Volkspartei an, Jens Spahn seine Initiativen im Bereich von Pflege und Gesundheit, während Friedrich Merz vor allem die europäische Politik beleuchtete.

Anlass der Bundesdelegiertenversammlung waren die turnusmäßigen Vorstandswahlen. Der wiedergewählte Bundesvorsitzende, Prof. Dr. Otto Wulff, hielt zuvor eine fulminante, tiefgreifende und mit großem Elan vorgetragene Rede. Die ältere Generation habe Deutschland aufgebaut und deshalb die besondere Verpflichtung, sich für Demokratie und Europa einzusetzen. „Selten war die Erfahrung der älteren Generation  notwendiger denn je“, mahnte Otto Wulf. „Europa ist zu allererst ein Friedensprojekt und nicht eine Handelsgesellschaft!“, betonte der Bundesvorsitzende. „Wir alle müssen Vorbild und Flagge zeigen“, forderte er die Delegierten auf. „Sicher Geglaubtes steht in Frage! Selbstverständliches ist nicht mehr selbstverständlich“, so Otto Wulf in seiner mit großem Beifall aufgenommenen Rede.

Der Antrag des SU-Kreisverbandes Ludwigsburg auf Reduzierung des Eigenbeitrags zur stationären Pflege wurde an den SU-Bundesvorstand mit dem Auftrag überwiesen, Lösungsvorschläge für das ebenso aktuelle wie komplexe Problem zu erarbeiten, die dann an die Bundes-CDU weitergeleitet werden.

Der vom SU-Landesverband Baden-Württemberg gestellte Antrag, der Deutschen Umwelthilfe die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen.