• »Revolution (Make-up) Palette. Simone Westerwinter – eine Werkschau«
  • sowie „Luisa Richter. Variationen einer fixen Idee“
  • und „Matthias Gnatzy. Die vier Kammern des Herzens“

Bietigheim-Bissingen.| Die Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen lädt herzlich zur Eröffnung von drei neuen Ausstellungen »Revolution (Make-up) Palette. Simone Westerwinter – eine Werkschau sowie als kleine Studioausstellungen „Luisa Richter. Variationen einer fixen Idee“ und „Matthias Gnatzy. Die vier Kammern des Herzens“ am Freitag, 26. Oktober um 19.30 Uhr ein. Es sprechen Oberbürgermeister Jürgen Kessing,  gefolgt von der Leiterin der Städtischen Galerie Dr. Isabell Schenk-Weininger und der stellvertretenden Galerieleiterin Dr. Petra Lanfermann. Die Städtische Galerie ist am Freitag, 26. Oktober ab 18 Uhr geöffnet und die neuen Ausstellungen stehen dem Publikum dann offen.

Eine erste öffentliche Führung durch die Ausstellung »Revolution (Make-up) Palette. Simone Westerwinter – eine Werkschau« findet am Sonntag, 4. November um 11.30 Uhr mit der wissenschaftlichen Volontärin Shirley-Ann Ruf M.A. statt. Der Eintritt ist frei, die Führung kostet 3 €.

Am Montag, 5. November um 17 Uhr sind Lehrkräfte und Erzieher/innen eingeladen, sich bei einer exklusiven Führung selbst ein Bild von den neuen Ausstellungen zu machen und Anregungen für den Unterricht zu sammeln.

»Revolution (Make-up) Palette« Simone Westerwinter – Eine Werkschau zeigt das Werk der in Besigheim lebenden Künstlerin Simone Westerwinter, das medial und stilistisch breit gefächert ist von Malerei, Zeichnung und Skulptur über Bodenarbeiten, Objektkunst und Rauminstallation bis hin zu Video, Fotografie und Performance. Mit der Ausstellung »Revolution (Make-up) Palette« plant sie keinen Umsturz im Museum, sondern gibt einen umfassenden Einblick in ihr fast 30-jähriges Schaffen, das sich im Grenzbereich kritisch-narrativer Inhaltlichkeit und formaler Abstraktion bewegt. Für interaktive Arbeiten greift die Künstlerin beispielsweise Themen wie Boxen und Zuckerwatte oder Clownerie und Polonaise auf. Für die Bodenarbeit »Picknickdecke« knüpft sie an die Konkrete Kunst an und verbindet sie wiederum mit angewandter Kunst und Design. Daneben entwickelt sie mit einem »JA« und Regenbogenfarben die Farbfeldmalerei weiter. Simone Westerwinter bezieht sich auf die kunsthistorische Tradition und fügt ihr eine neue, revolutionäre Geste hinzu – etwas Schräges aus der Palette der Möglichkeiten, irgendwo auf der Skala zwischen Make-up und Revolution, von sanft bis kühn, von rot bis grün, von grell bis pastell.

Die beiden Studioausstellungen widmen sich ebenfalls zwei Besigheimer Kunstschaffenden: Die dort geborene und überwiegend in Venezuela lebende Künstlerin Luisa Richter (1928–2015) zählt zu den meist beachteten Künstlerinnen Lateinamerikas. Die Ausstellung »Variationen einer fixen Idee« zeigt einen Ausschnitt aus ihrem umfangreichen Werk von Arbeiten auf Papier: experimentelle Collagen, zarte Pastelle und kalligrafische Tuschzeichnungen. Anlässlich seines 70. Geburtstages richtet der Besigheimer Künstler Matthias Gnatzy mit der Ausstellung Die vier Kammern des Herzens eine – kenntnis- und anspielungsreiche – Wunderkammer ein zu verschiedenen Themenbereichen wie Flora und Fauna oder Literatur und Musik.