Bild: Patrick Färber (4-facher Torschütze gegen Friedberg) beim Torwurf | Foto: HWT Photography

Bietigheim-Bissingen.| Die Gegner am vergangenen Spielwochenende der Wasserballer konnten nicht unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite empfing man am Freitag den Tabellenführer aus Würzburg und verlor nach gutem Spiel am Ende mit 6:11 auf der anderen Seite stand nach hartem Kampf der 8:5 Erfolg gegen den Tabellenletzten aus Friedberg. Mit diesem Sieg vergrößern die Bietigheimer den Vorsprung auf den letzten Platz auf 3 Punkte und sind nun mit 6 Punkten am 10. Platz dran, den Pforzheim mit 9 Punkten derzeit belegt.

Der SV Würzburg hatte auch im Rückspiel innerhalb von 12 Tagen die klare Favoriten Rolle, zumal Gästetrainer Matthias Försch in der Presse einen Sieg mit 20 Toren als realistischen Ziel ausgegeben hatte. Die Gastgeber kamen diesmal nicht so gut in die Partie und mussten schnell einen 0:2 Rückstand hinnehmen. Vor allem die schnellen Gegenstöße bereiteten dem Team von Trainer Markus Köhler Schwierigkeiten. Benedikt Schwuchows 1:2 Anschlusstreffer konterten die Gäste erneut mit einem Angriff zum 1:3. Patrick Färber verkürzte erneut, doch die Gäste erzielten kurz vor der Pausensirene das 2:4. Im Zweiten Viertel kam Bietigheim besser ins Spiel und glich durch zwei Tore von Timo Haueisen zum 4:4 aus. Gästetrainer Försch reagierte mit einer Auszeit und fand wohl die richtigen Worte. Bis zur Halbzeit erhöhten die Gäste wieder auf 4:6.

In der zweiten Halbzeit verloren die Bietigheimer leider erneut schon wie im Hinspiel den Faden und mussten nach drei Toren in Folge das 4:9 hinnehmen. Doch Julius Ulfers und Sebastian Rasch zum 6:9 brachten noch einmal Hoffnung und die 120 Zuschauer zurück ins Spiel. Leider nutzen die Hausherren in der Folge die sich ihnen bietenden Chancen nicht konsequent aus und anstatt dem 7:9 erzielten die Würzburger das vorentscheidende 6:10. „Wir haben heute wieder gut mitgehalten und uns gefühlt um einen Punkt gebracht.“ sagte Köhler nach dem Spiel. „Jetzt gilt es aber die Form mit in das nächste Spiel zu nehmen und uns gegenüber Friedberg in der Tabelle abzusetzen.“

Das mit viel Spannung erwartete Kellerduell wollten dann am vergangenen Sonntag über 200 Zuschauer erleben. Hochmotiviert starteten die Bietigheimer mit druckvollen Angriffen und einer sehr sicheren Abwehr und lies Friedberg im ersten Viertel keine Chance. Ulfers und zweimal P. Färber erzielten die Tore, es hätten aber aus Gastgebersicht deutlich mehr sein müssen. Im zweiten Viertel erhöhte erneut P. Färber auf 4:0 was leider nicht die notwendige Ruhe ins Spiel brachte. Friedberg steckte zu keiner Zeit des Spiels zurück und arbeitete sich innerhalb von drei Minuten bis auf 4:3 heran.

Bietigheims Trainer Köhler mahnte sein Team zur Rückkehr des erarbeiteten Konzepts und zurück zur stabilen Abwehr. Ulfers erlöste nach einem Torlosen dritten Viertel dann das lautstark mitfiebernde Publikum mit dem 5:3 und anschließend auch mit dem 6:3. Die Hessen kamen durch einen Strafwurf noch mal auf 6:4 heran, doch sowohl Ulfers als auch P. Färber mit ihrem jeweils vierten Tor brachten den 8:5 Sieg nach Hause.

„Das war ein exzellenter Start ins Spiel, nur leider haben wir es versäumt schon hier den Sack zu zumachen. Friedberg ist eine sehr erfahrene Mannschaft den zum Teil unkonventionellen Wasserball spielt aber bei solch wichtigen Spielen nicht aufgibt. Zum Glück hatten Julius und Patrick einen sehr guten Tag und haben den wichtigen Sieg dann nach Hause gebracht.“ sagte Köhler nach dem wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.

Am 14.5. steht dann um 20:30h bereits das Rückspiel in Friedberg an. Der SVB muss auch dieses Spiel gewinnen, will man aus eigener Kraft den Nichtabstiegsplatz 10 erreichen.

SV Bietigheim: D. Wildner (Torwart); O. Färber, P. Stöckermann, H. Füllborn, M. Nekola, R. Bölke, T. Menking, P. Färber (5 Tore), B. Gansel, S. Rasch (1), B. Schwuchow (1), T. Haueisen (2), J. Bär, J. Ulfers (5 Tore)