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Flurförderzeuge sind gefragter denn je. Allein im letzten Jahr verbuchte die Branche ein Umsatzwachstum von sieben Prozent. Marktführer ist Jungheinrich, allerdings konnten die Konkurrenten Kion und STILL ebenfalls zulegen. Immer mehr Anbieter setzen mittlerweile auf Elektro-Stapler, um die Umwelt und den Geldbeutel zu schonen. Auch Mitarbeiter profitieren gesundheitlich von leiseren und emissionsfreien Arbeitsgeräten.

Positive Bilanz seit 2016
Das Wachstum der Flurförderzeuge-Branche hält weiterhin an. Im letzten Jahr hatte der Weltmarkt der Nutzfahrzeuge um sieben Prozent zugelegt. Seit 2007 ist die globale Nachfrage um 24 Prozent gestiegen. Allein in Europa konnte die Branche einen Zuwachs von 13 Prozent verzeichnen. Das Unternehmen Jungheinrich bestätigt die hohe Nachfrage an Gabelstaplern. Nach Ansicht des Vorstandschefs Frey scheint sich der positive Aufwärtstrend fortzusetzen. Während der Umsatz des Unternehmens im letzten Jahr 3,4 Milliarden Euro betrug, erwartet Jungheinrich bis 2020 einen angestrebten Umsatz von vier Milliarden Euro. Größter Absatzmarkt ist Asien, jedoch will das Unternehmen mit seinen innovativen Produkten auch in den USA punkten. Immerhin arbeitet Jungheinrich in Houston mit Mitsubishi Caterpillar zusammen.

Auch Kion, der weltweit zweitgrößte Anbieter von Gabelstaplern und Lagerlogistik, konnte kräftig zulegen. Der Wiesbadener Hersteller steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 50 Prozent. Kion setzt auf computergesteuerte Systeme, die das dynamische Wachstum des Unternehmens vorantreiben sollen. Das stetige Wachstum beider Hersteller wirkt sich vor allem auf die Stuttgarter Börse aus, deren Kurse in der Vergangenheit kontinuierlich stiegen.

Elektro-Stapler und Hubwagen liegen weiter im Trend
Auch wenn der Umsatz der Branche stetig gewachsen ist, wollen die meisten Hersteller in Zukunft mehr auf Elektro-Geräte setzen. Während der Anteil an Gabelstaplern mit Verbrennungsmotoren in den letzten Jahren von 45 auf 38 Prozent gesunken ist, verzeichnen Elektro-Stapler einen Marktanteil von 17 Prozent. Elektro-Hubwagen wie die von Jungheinrich und Stapler mit Elektroantrieb schonen die Umwelt und wirken sich positiv auf den Arbeitsalltag der Arbeiter aus.

Seit 2015 werden in Europa immer mehr elektrische Gabelstapler gekauft, die sich durch eine geräuscharme und schadstofffreie Arbeitsweise auszeichnen. Zwar sind die Anschaffungskosten deutlich höher als bei herkömmlichen Flurförderzeugen, jedoch können die niedrigen Unterhaltskosten überzeugen. Ausschlaggebend für den Wandel sind unter anderem die steigenden Dieselpreise, die sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt haben.

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