Bildrechte: Flickr Dreaming Allegra Ricci CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Bereits in der frühen Antike nahm Traumdeutung einen hohen Stellenwert ein. Sie wurde hauptsächlich von Schamanen und Predigern betrieben. In der Regel wurden ihre Traumanalysen von den Mächtigen für so wichtig erachtet, dass diese weitreichende Entscheidungen davon abhängig machten. Aber auch in der heutigen Zeit interessiert Menschen, was hinter den oft verrätselten Traumbildern steckt.

Was sind Träume?
Ende des 19. Jahrhundert begannen Neurologen Träumen auf den Grund zu gehen, und untersuchten, was im Körper passiert, während man schläft. Man fand heraus, dass in dieser Phase das Unterbewusstsein die Kontrolle übernimmt. Das Gehirn ist frei von den Gedanken des Alltags und nutzt die Gelegenheit, das Erlebte zu verarbeiten. Ein Großteil der Bevölkerung kann sich nach dem Aufwachen an einige Traumsequenzen erinnern, manche Personen sind dazu jedoch nicht in der Lage. Dies liegt insbesondere daran, dass Letztere ihren Träumereien keinerlei Beachtung schenken. Diejenigen, die sich erinnern, sehen häufig eine höhere Bedeutung in den Träumen und versuchen häufig, diese zu entschlüsseln.

Wie funktioniert die Traumdeutung?
Sigmund Freud nutzte die Traumdeutung zur Psychoanalyse von Menschen und entwickelte bestimmte Symbole, die bei der Deutung der nächtlichen Träume helfen sollten. Bei der Deutung werden die Handlungen, der Inhalt sowie die dabei empfunden Gefühle analysiert und interpretiert. Aus diesen „Entschlüsselungen“ lassen sich dann Rückschlüsse über die Ängste und Wünsche der jeweiligen Person ziehen. Wesentlich ist es hierbei, den Traumsymbolen Beachtung zu schenken, denn nur mit ihnen ist eine vollständige Analyse möglich. Heute findet man dazu Lebensberatungen wie Viversum, die ein sehr umfassendes Lexikon der Traumdeutung zur Verfügung stellen. Es kann helfen, die Bedeutung der einzelnen Bilder zu entschlüsseln und somit dem Gesamttraum einen logischen Inhalt zu geben

Träume selbst deuten
Traumdeutung folgt jedoch keinen festgeschriebenen Regeln, daher muss jeder selbst die tatsächliche Bedeutung seiner individuellen Träume herausfinden. Damit dies gelingen kann, muss man sich zunächst an die nächtlichen Erlebnisse erinnern können – je mehr Details im Gedächtnis geblieben sind, desto besser ist es. Hierzu kann ein Traumtagebuch sehr hilfreich sein. Wer dieses führt, trainiert seine Fähigkeiten zur Traumerinnerung. Bereits nach kurzer Zeit werden Tagebuchführer feststellen, dass sie nach dem Aufwachen wesentlich mehr Details aus ihren Traumsequenzen im Gedächtnis behalten – und somit mehr Anhaltspunkte für ihre Interpretationen bekommen.

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