Die gute wirtschaftliche Konjunktur sorgt in diesen Tagen für einen florierenden Arbeitsmarkt. Mit dieser Beschäftigung scheint jedoch der berufliche Druck zu wachsen, dem sich die Stuttgarterinnen und Stuttgarter ausgesetzt sehen. So werden immer mehr Pflichten des Haushalts in den Hintergrund gedrängt. Doch wann ist tatsächlich Unterstützung notwendig?

Kita und Kindergarten
Bereits bei der Betreuung der Kinder beginnt die Unterstützung, wie sie sich in Stuttgarter Haushalten beobachten lässt. In allen Stadtteilen wurde in den vergangenen Jahren für den Ausbau der verfügbaren Plätze gesorgt. Doch selbst diese Bemühungen scheinen bislang noch nicht auszureichen, um den Bedarf zu decken. Zu stark stieg der Anteil der Eltern, die sich schon in den ersten Lebensjahren ihres Kindes eine Betreuung wünschen. Auch hinter diesem Interesse verbergen sich berufliche Verpflichtungen, denen in der Elternzeit weiter nachgegangen werden soll. Die ansonsten drohenden finanziellen Einbußen, sowie der Knick in der Karriere, der zumeist auf weiblicher Seite entsteht, sprechen ebenfalls für dieses Vorgehen.

Die Reinigung
Eine lange Arbeitszeit entfällt auch auf die Reinigung der eigenen vier Wände. Vor allem der regelmäßige Großputz, der einst als eine so wichtige schwäbische Tradition gewertet wurde, nimmt viel Zeit in Anspruch. Generell können sich deshalb in Deutschland 48 Prozent der Haushalte vorstellen, eine professionelle Reinigungskraft zu beauftragen. Eine professionelle und seriöse Gebäudereinigung ist etwa in Tuttlingen zu finden. 

Dennoch zeigen sich viele Haushalte gerade bei dieser Frage mehr als zögerlich. Nach einer groß angelegten Forsa-Studie aus dem Jahr 2016 beschäftigen aktuell nur 4,4 Millionen Haushalte in Deutschland eine Unterstützung für die Reinigung ihrer Wohnung. Dies steht vor allem dem großen Zuspruch entgegen, der generell entdeckt werden konnte. Bei anhaltend starker Konjunktur wäre die Grundlage bereitet, um hier einen weiteren Ausbau vorantreiben.

Große Unterstützung bei der Pflege
Der wohl größte Anteil der Unterstützung der Stuttgarter Haushalte entfällt aktuell auf den Bereich der Pflege. Dies liegt einerseits an der demographischen Situation, die sich auch in Stuttgart nicht kaschieren lässt. Der wachsende Anteil von Senioren in der Stadtbevölkerung ließ den Anspruch auf Pflege in den vergangenen Jahren stark wachsen. Dabei sind nur wenige Angehörige dazu bereit, die körperlich und mental sehr anstrengende Aufgabe selbst zu übernehmen. So können die lokalen Pflegedienste und Pflegeheime als eine ganz und gar essentielle Unterstützung angesehen werden, wie sie in der Landeshauptstadt nicht zu ersetzen wäre. Auch in diesem sozialen Bereich kann für Stuttgart ein klares Defizit festgestellt werden. Vor allem in Anbetracht des wachsenden Bedarfs in der Pflege, der für die nächsten Jahre prognostiziert wird, kann es besonders wichtig sein, hier frühzeitig die Weichen für den flächendeckenden Ausbau des Angebots und dessen leichte Erreichbarkeit für die Menschen in der Stadt zu stellen. 

Bereits in dieser Betrachtung treten verschiedene Bereiche in den Vordergrund, in denen Privathaushalte auf die professionelle Unterstützung von Firmen und Organisationen angewiesen sind. Wer sich dazu entscheidet, auf diese Weise die eigenen zeitlichen Ressourcen zu erweitern, ist mit diesem Schritt noch weit von der typischen Effizienzsteigerung des Haushalts entfernt, wie sie gerne Besserverdienern zugeschrieben wird. Zunächst kann hier von einer logischen Entscheidung gesprochen werden, wie sie beiden Seiten zugute kommen kann.