6000. Zug mit Aushub verlässt Stuttgart-21-Baustelle

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Das Team der zentralen Baulogistik um dessen Leiter Wolf-Dieter Tigges (zweiter von links) verabschieden den 6000. Zug (Foto: DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH)
Bahn hat nach viereinhalb Jahren Logistikbetrieb rund 6,6 Millionen von 8,8 Millionen Tonnen Bodenmaterial aus der Landeshauptstadt abgefahren

Stuttgart.| Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH schickt den 6000. Zug mit Aushub und Ausbruchmaterial von den Stuttgart-21-Baustellen auf die Reise: Damit verlassen am Mittwoch, 7. November 2018, weitere fast 1100 Tonnen Erde und Gestein die am Nordbahnhof der Landeshauptstadt angesiedelten Umschlagflächen des Bahnprojekts. 6,6 Millionen von 8,8 Millionen Tonnen Material wurden so überwiegend auf der Schiene abgefahren. „Über 80 Prozent sind damit weg, das Ende der Transporte ist absehbar“, sagt Wolf-Dieter Tigges, der Leiter der Abteilung Zentrale Baulogistik bei der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH. Seine Abteilung organisiert den Abtransport von Bodenmaterial, das im Zuge der Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart auf den oberirdischen wie unterirdischen innerstädtischen Baustellen anfällt. Der 6000. Zug steuert eine Verwertungsanlage in Feldkirchen bei München an.

Ein Zug – der erste wurde am 2. Juni 2014 beladen – ersetzt mit seinen fast 1100 Tonnen Ladekapazität etwa 40 Lkw-Fahrten mit Aushub. „Eine Bewegung von Bodenmaterial dieser Menge auf so engem Raum gab es bei Großbauprojekten der Deutschen Bahn noch nie“, sagt Tigges. Bis Herbst 2019 wird weitgehend ohne Nutzung öffentlicher Straßen Erde und Gestein am Nordbahnhof von der Straße auf die Schiene verladen und abtransportiert.

Für das Logistikkonzept erhielt das Team um Projektleiter Tigges 2016 eine bahninterne Auszeichnung, denn das Verfahren soll auch zukünftig auf Bahnbaustellen eingesetzt werden.