Isabel Fezer wiedergewählt

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Bild: Oberbürgermeister Fritz Kuhn beglückwünscht Isabel Fezer zur Wiederwahl als Bürgermeisterin für Jugend und Bildung | Foto: Landeshauptstadt Stuttgart/Leif Piechowski

Stuttgart.| Der Gemeinderat hat Isabel Fezer am Donnerstag, 12. Juli 2018, als Bürgermeisterin für Jugend und Bildung wiedergewählt. Zwei Kandidaten hatten sich dem Gemeinderat vorgestellt: außer der Amtsinhaberin Fezer noch der Studienreferendar Ulrich Raisch aus Stuttgart. Von insgesamt 59 Stimmen bekam Fezer 43 und der Gegenkandidat Raisch 3 Stimmen, bei 10 Enthaltungen und drei ungültigen Stimmen. Die zweite achtjährige Amtszeit der wiedergewählten Bürgermeisterin beginnt am 1. September 2018.

Isabel Fezer bekräftigte in ihrer Rede vier Ziele und Ansprüche, für die sie stehe und sich einsetze: „Ich will nahe bei den Menschen sein, zuhören, gerecht sein und meine Arbeit gut machen.“ Den Menschen wolle sie durch ein ausgebautes Netz von Institutionen, wie etwa den Kinder- und Familienzentren nahe sein, die Beteiligten und Interessensverbände partizipieren und teilnehmen lassen und ihnen dadurch Gehör schenken, durch Datenerhebungen Planungsgrundlagen schaffen und ein Qualitätsmanagement führen sowie Bildungsgerechtigkeit für Alle vertreten, beispielsweise durch eine Teilhabe mit der Bonus- und der Familiencard. „Ich werde mich weiterhin für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit einsetzen“, versprach Fezer.

Isabel Fezer wurde am 16. Oktober 1959 in Radolfzell geboren und ist dort aufgewachsen. Sie studierte Rechtswissenschaften in Konstanz und Bonn. Ihr Referendariat machte sie beim Kammergericht in Berlin. Nach Tätigkeiten an der Freien Universität Berlin und im Bundesministerium für Post und Telekommunikation in Bonn war sie 1996 bis 2004 in Radolfzell Bürgermeisterin sowie ständige allgemeine Stellvertreterin des Oberbürgermeisters.

Von 2004 bis 2008 arbeitete Isabel Fezer als Rechtsanwältin in Radolfzell. Danach war sie bis 2010 Referatsleiterin in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin. Von 1999 bis 2010 gehörte sie dem Kreistag Konstanz an, wo sie von 2004 bis 2010 Vorsitzende der FDP-Fraktion war. In der Zeit von 2003 bis 2010 war sie zudem Vorsitzende des FDP-Kreisverbands Konstanz. Von 2005 bis 2007 hatte sie einen Lehrauftrag für Staats- und Verfassungsrecht an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen.

Im Juli 2010 wählte sie der Stuttgarter Gemeinderat zur Bürgermeisterin der Landeshauptstadt für Soziales, Jugend und Gesundheit. Dieses Amt trat sie am 1. September 2010 an. Nach einer Änderung der Referatszuschnitte ist Isabel Fezer seit dem 1. August 2016 Bürgermeisterin für Jugend und Bildung mit Zuständigkeit für Schulverwaltungsamt, Jugendamt und die Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft.

Zu den Schwerpunkten ihrer bisherigen Amtszeit zählen die Organisation sozialräumlicher Angebote im Bereich der Jugendhilfe, Altenhilfe und in der Sozialpsychiatrie, dem Gemeindepsychiatrischen Verbund und der Gemeindepsychiatrischen Zentren. Weiterhin gehört dazu die Bildung eines Beirats für Menschen mit Behinderung, Integration von Flüchtlingen, Förderung und Ausbau von Kinder- und Familienzentren, Ausbau der frühen Hilfen und des Kinderschutzes, Fachkräftegewinnung für den Kitabereich u.a. durch praxisintegrierte Ausbildung, qualitative Entwicklung des Ganztagesangebots, kontinuierlicher Ausbau der Schulsozialarbeit sowie Weiterentwicklung der Sanierungs- und Investitionsprogramme an Schulen.

Isabel Fezer ist zudem Mitglied des Aufsichtsrats der Stiftung Nikolauspflege für blinde und sehbehinderte Menschen, Mitglied im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport beim Städtetag Baden-Württemberg, Mitglied des Kuratoriums Kinderfreundliches Stuttgart, Vertreterin im Kuratorium der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Vertreterin im Vorstand der Theodor-Heuss-Stiftung, Evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Mitglied des Kuratoriums Schwäbischer Frauenverein sowie Mitglied des Verwaltungsrats der Reinhold-Maier-Stiftung.