Baubeginn für sechsspurigen Ausbau der A 81 erfolgt im Jahr 2020

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Landrat: „Der Ausbau der A 81 ist eine wichtige Infrastrukturmaßnahme für die Sicherung und die Entwicklung der Wirtschaftskraft im Landkreis.“

Sindelfingen.| Am 04. Juli 2018 fand im Verkehrsministerium Baden-Württemberg ein gemeinsames Gespräch zwischen Ministerialdirektor Prof. Dr. Uwe Lahl, Landrat Roland Bernhard und der IHK-Bezirkskammer Böblingen zum Zeitplan für den sechsspurigen Ausbau der A 81 zwischen der Anschlussstelle Sindelfingen-Ost bis zur Anschlussstelle Böblingen-Hulb statt. Beim Termin bekräftigte das Verkehrsministerium, dass alle Einwendungen geprüft und auch kurzfristig aufgekommene naturschutzrechtliche Themen wie die Umsiedlung der Haselmaus erfolgreich abgeschlossen wurden. Der Planfeststellungsbeschluss wird daher in wenigen Wochen ergehen, sodass im Jahr 2020 mit dem Ausbau begonnen werden kann.

„Der sechsspurige Ausbau der A 81 ist eine wichtige Infrastrukturmaßnahme für die Sicherung und die Entwicklung unserer Wirtschaftskraft. Weitere Verzögerungen und Reibungsverluste wären nicht im Interesse der Menschen und der Unternehmen aus unserem Landkreis. Ich bedanke mich beim Verkehrsministerium für die Kommunikation des Zeitplans und die damit verbundene Zusage, alles dafür zu tun, diesen einzuhalten, “ so Landrat Bernhard. Die Ergebnisse des Gesprächs sieht auch Andreas Hadler, Präsident der IHK-Bezirkskammer Böblingen positiv: „Ich freue mich, dass der Bau der A 81 wie geplant im Jahr 2020 beginnt. Die Unternehmen in unserem Landkreis sind darauf angewiesen, ihre Lieferungen rechtzeitig zu erhalten und ihre Kunden schnell und zuverlässig zu bedienen. Dies kann nur mit einer leistungsfähigen und staufreien Autobahn gelingen.“

Die Beteiligten waren sich im Gespräch auch einig, dass die Reform der Bundesfernstraßenverwaltung zum 01. Januar 2021, die unter anderem für die Planung und den Bau von Autobahnen einen Zuständigkeitswechsel vom Land auf den Bund vorsieht, zu keinen Verzögerungen führen soll. „Wir werden dieses wichtige Infrastrukturprojekt so lange wie möglich in unserer Verantwortung behalten“, versicherte Ministerialdirektor Lahl.

Die Autobahn A 81 ist zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und den Städten Böblingen und Sindelfingen eine der am höchsten frequentierten Autobahnstrecken in der Bundesrepublik. Eine leistungsfähige Autobahn ist für die Erhaltung und Fortentwicklung des Wirtschaftsstandorts Böblingen/Sindelfingen besonders wichtig. Aktuelle Verkehrsprognosen für das Jahr 2030 gehen davon aus, dass die Verkehrsbelastung auf der Autobahn A 81 in diesem Bereich auf 107.300 – 151.000 Kfz pro Tag steigt. Der Ausbau des Autobahnabschnitts auf sechs Fahrstreifen mit Standstreifen ist daher dringend erforderlich. Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Ausbau erfolgte im Juni 2016. Die Planunterlagen lagen zur allgemeinen Einsichtnahme bis zum 12. Juli 2016 aus. Einwendungen gegen das Vorhaben konnten bis zum 26. Juli 2016 erhoben werden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss in wenigen Wochen findet das Verfahren seinen Abschluss.