Medizinische Hoffnungsträger – ethische Stolpersteine

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Foto: © Tim Reckmann / pixelio.de

Der Fortschritt steht oft in krassem Gegensatz zu ethischen und ökologischen Normen. So wird unser Leben durch die moderne Technik leichter gemacht, aber auf der anderen Seite konfrontieren sich die Menschen mit vielen ethischen Problemen.

Durch die moderne Technik wurde ein Teil der Menschen von Hungersnöten und Epidemien verschont. Einige wurden von schwerer körperlicher Arbeit befreit. Außerdem wurde dadurch der Lebensstandard erhöht, sodass wir alle unsere Bedürfnisse abdecken können, ohne das Haus zu verlassen. Wir können einkaufen, lernen, Ratschläge bekommen, neue Freunde finden, auf casino.netbet.de das Geld gewinnen usw. – alle diese Möglichkeiten haben wir dem technischen Fortschritt zu danken.

Aber viele Menschen werden durch den technischen Fortschritt stärker unter Druck gesetzt, weil ihre Arbeitsplätze wegrationalisiert werden könnten.

Besonders viele Erwartungen und Hoffnungen hat man im Bereich der Medizin. Aber gerade auf diesem Gebiet gibt es zahlreiche ethische Stolpersteine. So z.B. werden neue Medikamente durch Tierversuche entwickelt und an Tieren erprobt. Es gibt auch ganz viele Gegner der Gentechnologien, die behaupten, dass man die moderne Medizin entwickeln sollte, ohne dabei das Gleichgewicht zwischen Menschen und Natur zu zerstören und Tiere zu Versuchskaninchen zu machen. Wenn dieses Gleichgewicht zerstört wird, dann könnte die Kontrolle über die Tiere und Pflanzen mit unbekannten Eigenschaften verloren werden.

Auch die Stammzellforschung gehört nicht nur zur medizinischen, sondern auch zu ethischen Fragen. Wenn wir davon ausgehen, dass ein Embryo von Anfang an das Potenzial besitzt, zur Person zu werden, und um embryonale Stammzelle zu gewinnen man diesen Embryo zerstören muss, so wird dadurch auch menschliches Leben vernichtet, was auf die Gebote Gottes stoßt.

Der wissenschaftliche Fortschritt gerät regelmäßig mit der Ethik in Konflikt: Organtransplantation, postmortale Organspende, Euthanasie, Tierversuche, Stammtell-Technologien usw. Alle Versicherungen der Notwendigkeit von diesen Forschungen und Manipulationen werden sofort zu Streitfragen, weil sie stark von religiösen Ansichten geprägt sind. Die Ärzte beharren z.B. auf Unverzichtbarkeit der Forschung von humanen embryonalen Stammzellen, weil nur auf solche Weise die Medizin ihr Anrecht auf Entwicklung geltend machen kann. Man kann dank solchen Technologien unheilbar Kranken, die an Krebs oder AIDS leiden, Heilung und sogar Weiterleben ermöglichen, Erbkrankheiten ausrotten, „Ersatzteile“ für den menschlichen Körper aus dem eigenen Gewebe produzieren und neue Therapieformen entwickeln.

Solche Vorteile sind mit den Nachteilen, von denen die Kirche berichtet nicht zu vergleichen. Wenn man die Kinder nach Geschlecht, Haar- und Augenfarbe selbst „kreiert“, aber dabei auch Krebs bekämpft und neue Neuronen für Parkinson-Patienten schafft, dann loht es sich, an solche Technologien zu entwickeln.