TRUMPF erhält Sächsischen Industriekulturpreis für Engagement in der Region

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Bild: TRUMPF Montagehalle in Neukirch | Foto: TRUMPF

Staatsregierung und Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft würdigen unternehmerische Verantwortung in der Oberlausitz/ Auszeichnung vor Ort in Neukirch/ Gesellschaftliches Engagement zahlt sich aus: TRUMPF Sachsen GmbH erwartet im laufenden Geschäftsjahr 2017/18 erneut Umsatzrekord von rund 153 Millionen Euro/ Mitarbeiterzahl stabil bei 455

Ditzingen/ Neukirch.| Das Werkzeugmaschinenbauunternehmen TRUMPF Sachsen GmbH erhält am Donnerstag 19.04.2018) den Sächsischen Industriekulturpreis 2017. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre gemeinsam durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e.V. (VSW) und der Johann-Andreas-Schubert-Stiftung (JAS) ausgelobt und vergeben. Ausgehend von einer historischen Fabrikanlage aus der Vorkriegszeit, die in der DDR-Zeit verändert wurde, habe die TRUMPF Sachsen GmbH seit der deutschen Wiedervereinigung den Wachstumsprozess des Unternehmens genutzt, um ihren Standort in Neukirch zu vergrößern und zu qualifizieren, heißt es in der Jury-Begründung.

„Diese Auszeichnung freut uns ganz besonders“, sagte TRUMPF Chefin Nicola Leibinger-Kammüller in einer ersten Reaktion. „Denn die Sächsische Staatsregierung und die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft würdigen damit nicht nur eine hervorragende Industriearchitektur, sondern auch unser Engagement als Unternehmen bei der Schaffung von Industriearbeitsplätzen in Sachsen.“ Bereits im Oktober 2017 hatte Leibinger-Kammüller in einem Interview mit Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten mehr Engagement der Industrie in den ostdeutschen Bundesländern gefordert, auch um der politischen Spaltung in der Gesellschaft entgegenzuwirken. „Unternehmen müssen Bundesländer wie Sachsen bei ihren Investitionsstrategien stärker berücksichtigen“, sagte sie damals. „Wir agieren in dieser Region, in der es kaum Industriearbeitsplätze gibt, besonders behutsam – vielleicht noch behutsamer, als wir es bei anderen Standorten tun.“

Die TRUMPF Gruppe setzt in der Region Oberlausitz unvermindert auf Wachstum und Arbeitsplätze. Der Maschinenbauer mit Stammsitz in Ditzingen (Baden-Württemberg) beschäftigt am Standort Neukirch 455 Mitarbeiter (davon 26 Auszubildende) und erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Rekordumsatz von 129 Millionen Euro. In diesem Geschäftsjahr, das am 30.6.2018 endet, erwarten TRUMPF Sachsen GmbH Geschäftsführer Harry Thonig und Roger Kluth eine weitere Steigerung des Umsatzes um 19 Prozent auf 153 Millionen Euro.

Erst im März 2017 hatte TRUMPF im Beisein des damaligen sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) eine 4.000 Quadratmeter große Hallenkonstruktion des Berliner Architektenduos Barkow Leibinger eingeweiht. Sie dient der Produktion von Komponenten für die Automatisierung u.a. von Laserschneidmaschinen. Ein wichtiger Zukunftsmarkt für TRUMPF in Sachsen sind dabei die USA, wo es viele industrielle Großkunden gibt. Die Investitionssumme für die Halle betrug 12 Millionen Euro, die im Laufe von zwei Jahren verbaut wurden. Insgesamt wurden beim auf Komponenten für Laserschneidmaschinen spezialisierten Unternehmen TRUMPF Sachsen GmbH seit 1998 rund 72 Millionen Euro am Standort Neukirch investiert.

Die Preisverleihung findet am 19.4.2018, 11 Uhr, bei der TRUMPF Sachsen GmbH, 01904 Neukirch, Leibingerstr. 13, statt. Neben Uwe Gaul, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, nimmt daran u.a. Dr. Jörg Brückner, Präsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW) und Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Johann-Andreas-Schubert-Stiftung teil. Die TRUMPF GmbH spendet das Preisgeld an die Freiwillige Feuerwehr Neukirch (5.000 Euro), die Oberschule Neukirch (3.000 Euro) und an die beiden Kindertagesstätten in Neukirch (jeweils 1.000 Euro).