Promenaden und Straßen im Veielbrunnenpark

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Stuttgart.| Auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs in Bad Cannstatt entsteht auf 25 Hektar das neue Wohn- und Gewerbegebiet NeckarPark. Nachdem der Veielbrunnenpark im Sommer 2017 fertiggestellt wurde, sollen nun für die Erschließung weiterer Quartiere die Straßen und Wege hergestellt werden. Hierfür fasste der Gemeinderat in seiner Sitzung am 22. Februar mit breiter Mehrheit eine Reihe von Beschlüssen zum Bau von Straßen und dazugehörenden Arbeiten. Im Sinne einer besseren Wirtschaftlichkeit und eines reibungsloseren Bauablaufs wurden dabei die Vorhaben mehrerer beteiligter städtischer Ämter zusammengefasst.

Für den Straßenbau durch das Tiefbauamt sind Gesamtkosten von 5,122 Millionen Euro veranschlagt. Für die Verlegung der Kanalerschließung im ersten Bauabschnitt durch den Eigenbetrieb SES Stadtentwässerung Stuttgart genehmigte der Gemeinderat 610.000 Euro. Die Stadträtinnen und Stadträte stimmten auch dem Bau von Wärmeverteilleitungen im Aufgabenbereich des Amts für Umweltschutz mit Kosten in Höhe von 1,577 Millionen Euro zu. Innerhalb des Kostenrahmens dürfen laut dem Beschluss die Ämter Planungs- und Bauleistungen ohne erneute Beschlussfassung der gemeinderätlichen Gremien beauftragen.
Die Arbeiten nördlich des Veielbrunnenparks im ersten Bauabschnitt umfassen den Bau der Straßen und Wege um den Veielbrunnenpark und um die Quartiere Q1, Q4 und Q7 sowie entlang der Daimlerstraße. Die auf den Park zuführenden Wege werden aus Sickerpflaster hergestellt, damit der Großteil des Regenwassers im Gebiet bleibt und nicht zur Kläranlage geführt werden muss. Im Grundsatzbeschluss zur Grünen Mitte hatte die Verwaltung bereits vorgestellt, wie die zehn Meter breiten Promenaden um den Veielbrunnenpark gestaltet sein werden. Auf den Promenaden werden Betonplatten mit Muschelkalkoptik verlegt und Sitzbänke, Fahrradbügel und Beleuchtungsmasten aufgestellt. Zum Park hin bleibt eine sechs Meter breite Gasse für die Rettungskräfte. In den in Nord-Süd-Richtung auf den Park zuführenden Wegen werden ebenfalls Fahrradbügel aufgestellt sowie Aufenthaltsbereiche mit Sitzbänken eingerichtet und Bäume gepflanzt. Die Wege werden als Fußgängerzonen ausgewiesen.

Mit den Straßen müssen für den neuen NeckarPark natürlich auch Schmutzwasser-, Regenwasser- und Erschließungskanäle angelegt werden. Diese werden im ersten Bauabschnitt bei den Quartieren Q1, Q4, Q7 und Q8 im neu geplanten Sophia-Linkh-Weg hergestellt.

Der Projektbeschluss von 2016 sieht vor, den NeckarPark mit Wärme zu versorgen, die aus Abwasser gewonnen wird. Anfang dieses Jahres werden als erste Baumaßnahmen der Hauptabwasserkanal in der Benzstraße mit Wärmetauschern zur Wärmegewinnung bestückt und Leitungen für die Verteilung der Wärme in der Benzstraße und weiteren Straßen verlegt.

In Verbindung mit dem Straßen- und Wegebau um den Veielbrunnenpark werden weitere Leitungen für die Verteilung der Wärme verlegt. Zudem sollen erste Quartiere an die Wärmeversorgung angeschlossen werden. Dazu gehören der Bau von Hausanschlussleitungen und von Wärmeübergabestationen. In weiteren Bauabschnitten werden die eigentliche Heizzentrale zur Aufbereitung der Wärme aus dem Kanal und das weitere Wärmenetz geplant und gebaut. Entsprechende Bau- und Vergabebeschlüsse sind in den Jahren 2018 und folgende vorgesehen.

Es ist geplant, im Mai dieses Jahres mit den Bauarbeiten im Bereich der südlichen Promenade um den Veielbrunnenpark und im Sophia-Linckh-Weg bei der Reichenbachstraße zu beginnen. Hier werden zuerst die Entwässerung, die Wärmeleitungen und die Versorgungsleitungen eingelegt. Die Straßenbauarbeiten werden so getaktet, dass der Straßenbau um die Gebäude der Dibag beginnen kann, die auf den Flächen Q4 und Q7 zwei Bürogebäude erstellt. Die Arbeiten sollen bis Sommer 2019 fertig sein. Das nordöstliche Teilstück der Promenade beim Stadtarchiv kann erst nach Verlegung der Frachtstraße gebaut werden.