Investitionen für Straßenbau 2017 erneut auf Rekordniveau

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Der Zustand der Straßen in Baden-Württemberg verbessert sich weiter. Im vergangenen Jahr hat die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg für die Straßen im Land die Rekordsumme von 1,2 Milliarden Euro umgesetzt. Von den Maßnahmen profitierten nicht nur Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen, sondern auch Radwege.

Die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg hat für Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen im Jahr 2017 die Rekordsumme von rund 1,2 Milliarden Euro umgesetzt.

Verkehrsminister Hermann erklärte: „Wir haben rund 895 Millionen Euro für das Bundesfernstraßennetz umgesetzt und lagen damit deutlich über dem am Jahresanfang zugewiesenen Verfügungsrahmen des Bundes von rund 840 Millionen Euro.“ Die Ausgaben für die Erhaltung der Bundesfernstraßen wurden 2017 gegenüber dem Vorjahr um rund 43 Millionen Euro auf insgesamt 441 Millionen Euro erhöht. Damit wurde ein neuer Spitzenwert erzielt. In Baden-Württemberg wurden noch nie mehr Mittel für die Sanierung der Bundesfernstraßen ausgegeben als im Jahr 2017. „Und auch im Rahmen des länderübergreifenden Mittelausgleichs konnte Baden-Württemberg 2017 zusätzlich rund 55 Millionen Euro abrufen.“

Viele Projekte in 2017 zum Abschluss gebracht
So hat Baden-Württemberg im Jahr 2017 zahlreiche Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen an Bundesfernstraßen erfolgreich abgeschlossen. Einige Beispiele sind:

  • Der Verflechtungsstreifen (8. Spur) an der A8 zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und dem Autobahndreieck Leonberg.
  • Der Scheibengipfeltunnel im Zuge der B 312 bei Reutlingen.
  • Der Ausbau der B 33 zwischen Offenburg und Gengenbach.
  • Die B 28 in Freudenstadt.
  • Die Ortsumgehung Unlingen im Zuge der B 31.

Darüber hinaus hat die bayerische Straßenbauverwaltung die A 3 bei Wertheim ausgebaut.
Als wichtige Maßnahme im RadNETZ BW hat Baden-Württemberg beispielsweise ein Lückenschluss im Zuge der B 28 zwischen Blaustein/Arnegg und Klingenstein umgesetzt. Weitere 30 Straßenbaumaßnahmen sowie sechs Radwegemaßnahmen an Bundesstraßen befinden sich derzeit noch im Bau.

Im Bereich der Erhaltung hat Baden-Württemberg im Jahr 2017 rund 115 Kilometer Richtungsfahrbahnen und 53 Bauwerke wie Brücken, Stütz- und Schallschutzmauern an Autobahnen saniert. Außerdem 267 Kilometer Fahrbahnen und 58 Bauwerke an Bundesstraßen. Darunter fallen beispielsweise:

  • Die Fahrbahndeckenerneuerungen Ettlingen, Nonnenweier und Höfen im Zuge der A 5.
  • Die Fahrbahndeckenerneuerung an der B 10 zwischen Stuttgart und Hedelfingen.
  • Die Sanierung zwischen Oberuhldingen und Meersburg im Zuge der B 31.

Landesstraßenbau 2017: Schwerpunkt auf Erhaltung
Die Gesamtausgaben für Landesstraßen lagen 2017 bei rund 313 Millionen Euro und damit rund 15 Millionen Euro höher als 2016. Allein rund 95 Millionen Euro flossen in den Erhalt von Landesstraßen. „Die Landesregierung verfolgt ihr Ziel, vorrangig die Erhaltung der Straßeninfrastruktur inklusive ihrer Brücken voranzutreiben, konsequent weiter“, erläuterte Hermann.

Die höheren Investitionen in den Erhalt der Straßen zeigen inzwischen ihre Wirkung. Die jüngste Zustandserfassung der Landesstraßen im Jahr 2016 zeigt, dass sich der durchschnittliche Zustand der Straßen im Vergleich zu der Erfassung 2012 erstmals verbessert hat. Durch die kontinuierliche Erhöhung der Finanzmittel für die Erhaltung konnte Baden-Württemberg zwischen 2011 und 2016 landesweit 1.179 Kilometer Landesstraßen sanieren. Das bestätigt, dass der Paradigmenwechsel der Landesregierung 2011 „Erhalt vor Neubau“ richtig war und ist.

So wurden im Jahr 2017 insgesamt 103 Kilometer Fahrbahnen und 47 Bauwerke an Landesstraßen saniert. Darunter fallen beispielsweise Maßnahmen wie:

  • Die Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Bad Buchau und Oggelshausen im Zuge der L 280.
  • Die Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Eubigheim und Berolzheim im Zuge der L 514.
  • Die Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Kemmeten und der B 19 im Zuge der L 105.
  • Die Sanierung der L 565 in Straubenhardt-Conweiler.

Für Ortsumgehungen sowie für Aus- und Neubau von Landesstraßen hat das Land rund 50,5 Millionen Euro ausgegeben. Für den Bau nachträglicher straßenbegleitender Radwege waren es rund 11,5 Millionen Euro.

Dabei hat die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg im Jahr 2017 wichtige Maßnahmen umgesetzt:

  • Die Ortsumgehung Ortenberg im Zuge der L 99.
  • Die Ortsumgehung Eichstetten-Bötzingen im Zuge der L 114.
  • Die Ortsumgehung Nordhausen im Zuge der L 1106.
  • Die Ortsumgehung Bargau im Zuge der L 1161.
  • Die Ortsumgehung Heuchlingen im Zuge der L 1164
  • Der Fluchtstollen im Meisterntunnel in Bad Wildbad.

Bei den Radwegemaßnahmen hat das Land ebenfalls wichtige Projekte fertiggestellt:

  • Der Radweg in Freiburg/Günterstal-Horben im Zuge der L 124.
  • Der Radweg zwischen Anhausen und Bolheim im Zuge der L 1164.
  • Der Radweg zwischen Bühlerzell und Heilberg im Zuge der L 1072.
  • Der Radweg im Zuge der L 324 von Waldburg/Vorderwiddum bis zur K 8042.

Weitere sieben Straßenbaumaßnahmen sowie 25 Radwegemaßnahmen befinden sich derzeit noch im Bau.

Dank an die Straßenbauverwaltung
„Solche Ergebnisse sind ohne sehr engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Straßenbauverwaltung nicht denkbar“, sagte Minister Hermann. „Sie helfen mit Ihrer Arbeit, dass sich die hoch belastete Verkehrsinfrastruktur in einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas spürbar verbessert.“ Ohne die in den vergangenen Jahren zusätzlich bei den Regierungspräsidien geschaffenen Stellen wäre dies nicht möglich gewesen. Die Landesregierung wird deshalb auch ihr Programm zum Aufbau der Stellen in der Straßenbauverwaltung in den Jahren 2018 und 2019 mit einem Zuwachs von jährlich 50 Stellen fortführen.