SVL mit erstem Punktgewinn gegen Poseidon Hamburg in der ersten Liga

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Bild: Massive Abwehr von Poseidon Hamburg gegen die Offensive des SVL | Foto: SVL
Für einen möglichen Sieg reicht es noch nicht ganz

Gegen den norddeutschen Vertreter liegt man bis in den Schlussabschnitt in Führung und sichert sich am Ende verdient einen Punkt. Für ein noch besseres Ergebnis mangelt es dieses Mal lediglich an einer besseren Chancenverwertung und ein wenig Fortune in den entscheidenden Szenen.

Nach der Schlusssirene waberten die Gefühle zwischen Freude über den ersten Punkt in der höchsten Spielklasse und Frust darüber, sich wieder nach einem starken Spiel nicht mit einem Sieg belohnt zu haben.

Gegen den SV Poseidon Hamburg startete man top-motiviert und lag durch Treffer von Adam Blank und Pavle Vukicevic schnell mit 2:0 in Führung. Die sichtlich beeindruckten Gäste benötigten einige Minuten, um ins Spiel zu finden, ehe sie mit zwei Treffern von Patrick Weik und Vincent Hebisch das Ergebnis egalisierten. Miro Tadin erzielte den dritten Treffer für die Ludwigsburger zum 3:2 zum Ende des ersten Spielviertels.

Im zweiten Abschnitt erarbeiteten sich die Schwaben weitere zahlreiche Torchancen, nutzten diese aber nicht konsequent genug und es war erneut der an dem am Samstagabend 7-fachen Torschützen Vincent Hebisch der für die Norddeutschen die Partie auszugleichen.

Danach folgte die stärkste Phase der Hausherren, in der der Ball nun sicherer durch die eigenen Reihen lief und man den Gegner und das Spiel kontrollierte. Adrijan Jakovcev, Milosav Aleksic und Bosko Krivicic schraubten das Ergebnis bei nur einem Gegentreffer zum Halbzeitstand von 6:4 in die Höhe. Die wieder sehr gut gefüllte Tribüne des Stadionbades verabschiedete die Mannschaft mit frenetischem Applaus in die Pause und der erste Bundesligasieg lag in der tropischen Luft des Ludwigsburger Stadionbades.

Die Schwarz-Gelben machten nach dem Seitenwechsel da weiter, wo sie aufgehört hatten und erneut Mannschaftskapitän Adrijan Jakovcev sowie Topscorer Adam Blank erhöhten auf 8:4 für den SVL. In der wohl spielentscheidenden Szene vergaben die Ludwigsburger einen 3:2-Angriff, um im direkten Gegenzug den 8:5 Anschlusstreffer durch Patrick Weik zu kassieren.

Die Gäste, die durch diese Situation zurück ins Spiel fanden, läuteten mit dem 8:6 eine Minute vor Ende des dritten Spielabschnitts den offenen Schlagabtausch ein. Zwei Mal „Alleinunterhalter“ Hebisch für die Poseidonen und Adam Blank für die Ludwigsburger netzten innerhalb der letzten 20 Sekunden des dritten Spielviertels von den Defensivreihen kaum bedrängt zum 9:8 ein.

Im Schlussabschnitt kippte die Partie nun zu Gunsten der Gäste und die Ludwigsburger sahen sich nach zwei weiteren Treffern der Hamburger „Nummer 10“ Hebisch beim Stand von 9:10 mit einem erstmaligen Rückstand konfrontiert. Doch im direkten Gegenzug markierte Center Filip Zugic nach einer kraftvollen Centeraktion das 10:10 für die Ludwigsburger.

Die nun noch einmal alles in die Waagschale warfen, um sich den ersten Sieg in dieser Saison zu holen. Ob es die kräftezehrenden bereits gespielten 30 Minuten waren oder die Angst vor der eigenen Courage, lässt sich schwer benennen. Aber den Schwaben sollte trotz bester Chancen in Überzahl und einem vergebenem Strafwurf 30 Sekunden vor dem Ende, der Siegtreffer nicht mehr gelingen. So endete die Partie mit einem 10:10-Unentschieden, das sich unmittelbar nach Abpfiff dann doch etwas mehr wie eine Niederlage, denn wie ein Punktgewinn anfühlte.

„Wir haben heute mit dieser neuen Mannschaft sehr, sehr ordentlich gespielt und vielleicht unser bestes Spiel bislang gemacht. Wir konnten dem Spiel über weite Strecken unseren Stempel aufdrücken und haben auch in der Defensive sicherer agiert. Schade, dass es noch nicht ganz gereicht hat, aber wir sind dran und werden weiter an unserem Saisonziel arbeiten.“ fasst Routinier Milosav Aleksic die Partie zusammen.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Tim Kraut, Bosko Krivicic (1 Tor), Djordje Milojkovic, Filip Zugic (1), Miroslav Aleksic (1), Pavle Vukicevic (1), Antonio Tadic, Adam Blank (3), Adrijan Jakovcev (2), Tim Hornuf, Dario Labavic, Miro Tadin (1)

Gast – SV Poseidon Hamburg: Abel Müller, Vincent Hartwig, James Meyerhoff, Mathias Goritzka, Tamás Toth, Alexander Weik, Sven Bach (1), Patrick Weik (2), Lukas Lujic, Vincent Hebisch (7), Claudio Sambito, Fabio Puzzanghera, Bart Hofland