Groß-Blockheizkraftwerk und Pufferspeicher angeliefert

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Foto: Stadtwerke Esslingen
Wärmenetz auf der Flandernhöhe kann damit erweitert werden

Esslingen.| Rund 700 Wohneinheiten werden derzeit auf der Flandernhöhe in den Esslinger Stadtteilen St. Bernhard und Hohenkreuz mit Nahwärme versorgt. In diesem Gebiet sind in den nächsten Jahren einige Neubauvorhaben von nicht unerheblichem Umfang geplant. Das von den Stadtwerken Esslingen (SWE) betriebene Nahwärmenetz soll daher in den kommenden Jahren deutlich erweitert werden.

Um dieses Gebiet und seine Erweiterungen auch künftig effizient und ökologisch sinnvoll mit Wärme versorgen zu können, wird die Heizzentrale der SWE im Ina-Rothschild-Weg weiter ausgebaut. Dafür wurde bereits am Montag, 16. Oktober, ein Groß-BHKW mit fast 1000 Kilowatt elektrischer Leistung angeliefert. Das 13,5 Tonnen schwere Blockheizkraftwerk (BHKW) wurde mit Hilfe eines Krans vom Lastwagen gehoben und anschließend in die Heizzentrale geschoben. „Das neue BHKW ist mit Abstand das größte, das die SWE in Betrieb hat“, erklärt Projektleiter Tobias Fritz. Zum Vergleich: In der Schelztorstraße versorgt ein BHKW mit gut 230 kW elektrischer Leistung 200 Wohnungen. Auf den Strengenäckern ist ein BHKW mit 50 kW elektrische Leistung installiert und liefert Wärme für gut 100 Wohneinheiten. Auf der Flandernhöhe erwarten die SWE in den nächsten Jahren bis zum Endausbau ca. mit einer Verdoppelung der mit Wärme zu versorgenden Wohnungen. Die Heizzentrale ist dafür neben dem Blockheizkraftwerk mit ergänzenden Erdgaskesseln ausgestattet.

Am 25. Oktober wurden die beiden großen Pufferspeicher für das BHKW sowie der Kamin angeliefert und aufgestellt. Kamin und Pufferspeicher mussten mit Hilfe von teilweise zwei Kränen von der Straße über das Dach der Heizzentrale gehoben werden, um dann an der richtigen Stelle montiert zu werden. Die beiden Pufferspeicher haben jeweils ein Volumen von 110.000 Litern. Sie dienen dazu, die vom Blockheizkraftwerk (BHKW) produzierte Wärme zwischenzuspeichern und bei Bedarf abzugeben. Auf diese Weise kann das BHKW effizienter betrieben werden. Der erzeugte Strom wird in das 10kV Mittelspannungsnetz eingespeist und physikalisch gesehen im Gebiet überwiegend direkt verbraucht. Abrechnungstechnisch wird der eingespeiste Strom über die sogenannte Direktvermarktung an Kunden verkauft.

Nach Einbau und Probebetrieb soll das neue Blockheizkraftwerk noch diesen Winter seinen regulären Betrieb aufnehmen.