TRUMPF steigert Ergebnis um 11 Prozent auf 337 Millionen Euro

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Foto: TRUMPF
  • Maschinenbauer legt Bilanz für das Geschäftsjahr 2016/17 vor
  • Umsatz wächst um knapp 11 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro
  • Hohes Plus bei Investitionen von 45 Prozent

Ditzingen.| Die TRUMPF Gruppe kann zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2016/17 am 30. Juni 2017 eine deutliche Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr verbuchen. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 337,2 Millionen Euro (nach 303,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015/16). Dies entspricht einer Steigerung von 11,3 Prozent. Die Umsatzrendite betrug wie im Vorjahr 10,8 Prozent.

Ein hohes Wachstum verzeichnet das Unternehmen auch bei Umsatz und Auftragseingang. Der Umsatz stieg um 10,8 Prozent und damit erstmals in der Firmengeschichte auf über 3 Milliarden Euro (3,1 Milliarden Euro, im Geschäftsjahr 2015/16: 2,8 Milliarden Euro). Der Auftragseingang legte auf 3,4 Milliarden Euro zu (Geschäftsjahr 2015/16: 2,8 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von 21,0 Prozent.

Nach Deutschland (622 Millionen Euro Umsatz) waren die USA (421 Millionen Euro Umsatz) erneut der zweitstärkste Einzelmarkt für TRUMPF, gefolgt von China (404 Millionen Euro). Positiv entwickelten sich die Geschäfte auch in Südkorea. Hier stieg der Umsatz um 58 Prozent auf 211 Millionen Euro. Südkorea war im abgelaufenen Geschäftsjahr damit der viertgrößte Einzelmarkt für TRUMPF weltweit. Positiv entwickelten sich die Märkte in Westeuropa. Vor allem Italien (+28 Prozent gegenüber Vorjahr) und die Niederlande (+55 Prozent) erzielten hohe Einzelumsätze.

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gruppenweit wuchs auf 11.883. Davon waren 6.023 in Deutschland beschäftigt (3.457 am Stammsitz in Ditzingen/Gerlingen), was einem Plus von 7 Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. Die Zahl der Auszubildenden in Deutschland betrug zum Geschäftsjahresende 297, weltweit waren es 427. Mittlerweile hat TRUMPF die Schwelle von 12.000 Mitarbeitern überschritten. – Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 318,3 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung um 7,5 Prozent gegenüber Vorjahr. Die FuE-Quote von TRUMPF betrug 10,2 Prozent.

Als Gründe für das Umsatzplus der Gruppe nannte das Unternehmen eine starke Weltkonjunktur. TRUMPF Chefin Nicola Leibinger-Kammüller sagte, dass die politischen Entwicklungen weltweit bislang kaum Auswirkungen auf das Geschäft in Europa, Asien und Amerika zeigten. „Die gegenwärtige Stärke der Weltkonjunktur verdeckt die investitionsfeindlichen Signale durch die Ankündigung protektionistischer Maßnahmen, die Informationsgesetzgebung in China oder die britischen Austrittsverhandlungen aus der EU. Mittelfristig gehen wir aber von einer Beeinträchtigung des Investitionsklimas aus.“

TRUMPF habe das abgelaufene Geschäftsjahr umso entschlossener genutzt, die  Entwicklung des Digitalgeschäfts sowie die bauliche Erweiterung von Standorten voranzutreiben. So stiegen die Investitionen auf 200,4 Mio. Euro (+ 45,6 Prozent gegenüber Vorjahr), davon die Hälfte in Gebäude. Als Beispiele nannte TRUMPF neben der Fertigstellung des Produktionsgebäudes in Neukirch/Sachsen das neue Logistikzentrum am Stammsitz in Ditzingen mit einer Bausumme von rund 40 Millionen Euro, das am Abend des 19. Oktober 2017 in Beisein von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) eingeweiht wird.

Bereits im September hatte TRUMPF über die Eröffnung einer Industrie 4.0-Demonstrationsfabrik in Chicago berichtet. Die Investitionen in Gebäude und technische Ausstattung dort betrugen 26 Millionen Euro. Auch der neue Geschäftsbericht setzt ein Zeichen in Richtung USA und zeigt auf dem Cover eine Ikone des amerikanischen Sports: den Baseball-Spieler Sandy Koufax. Ihm waren in seiner Karriere vier sogenannte „No Hitter“ gelungen.

Für das laufende Geschäftsjahr geht TRUMPF trotz der unsicheren geopolitischen Rahmenbedingungen von einer erneuten Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz aus. „Das erste Quartal ist vielversprechend angelaufen“, sagte Leibinger-Kammüller. „Wir sind deshalb optimistisch, in diesem Jahr ein Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich erzielen zu können.“