John Cranko Schule: Stadt verweist bei Finanzierung auf Vertrag

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Stuttgart.| Die Landeshauptstadt verweist bei der weiteren Finanzierung des Neubaus der John Cranko Schule auf den Vertrag, den Land und Stadt hierzu geschlossen haben. Das teilte die Stadt am Mittwoch, 18. Oktober, mit.

Der Finanzierungsvertrag vom Oktober 2014 regelt die Aufteilung der Baukosten von 46,9 Mio. EUR und der Kosten für die Erstausstattung von 7 Mio. Euro: Land und Stadt teilen sich 48,4 Mio. Euro je hälftig, weitere 5,5 Mio. Euro steuern die Staatstheater aus eigenen Mitteln bei. Das Finanzministerium hat Anfang der Woche mitgeteilt, dass sich die Fertigstellung um ein Jahr verzögere und die Baukosten um 5,6 Millionen Euro anstiegen. Die Staatstheater sind bereit, weitere 2 Millionen Euro davon zu übernehmen. Zur Finanzierung der ausstehenden 3,6 Millionen Euro wolle das Land „mit der Stadt das Gespräch suchen“.

Die Stadt hat die Vertragslage daraufhin geprüft – mit dem Ergebnis, dass sie keine Verpflichtungen hat, die Kostensteigerung mitzutragen.

Die Finanzierung der Stadt ist in dem Finanzierungsvertrag mit dem Land eindeutig: Sie investiert gemeinsam mit der Porsche AG über die „Stiftung zur Förderung der John Cranko Schule der württembergischen Staatstheater Stuttgart“ 24,2 Millionen Euro. Dies hatte Oberbürgermeister Fritz Kuhn Ende 2013 mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG, Matthias Müller, vereinbart. Der Gemeinderat stimmte diesem Finanzierungsmodell zu.

Der auf die Stiftung bzw. die Stadt entfallende Anteil wurde bereits ausgezahlt, weitere Zahlungen sieht der Vertrag nicht vor.

Der Neubau der Schule entsteht am Urbansplatz – oberhalb der Staatsgalerie. Das Vorhaben umfasst unter anderem eine Probebühne mit Platz für 200 Zuschauer, Übungsräume für 150 Schüler sowie ein Wohnheim mit 70 Plätzen.