Baustart für den Schönbuchturm

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Auf dem Stellberg bei Herrenberg starten die Arbeiten für den neuen Aussichtsturm im Naturpark Schönbuch

Landrat Bernhard: „Setzen dem Schönbuch mit dem Turm eine Krone auf“

Kreis Böblingen.| Jetzt geht‘s los – die Bauarbeiten auf dem Stellberg bei Herrenberg, ganz in der Nähe des Naturfreundehauses, starten. Damit geht ein ehrgeiziges Projekt des Landkreises Böblingen in die Umsetzung, der Bau eines Aussichtsturms im Naturpark Schönbuch.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir dieses im wahrsten Sinne herausragende Projekt jetzt an den Start bringen“, so Landrat Roland Bernhard. „Der Aussichtsturm wird sich zu einem Ausflugsziel mit großer Strahlkraft für den Schönbuch entwickeln und ist für die gesamte Region ein Gewinn. Der Naturpark Schönbuch war 2014 Wald des Jahres und ist für sich schon eine Attraktion. Mit dem Aussichtsturm setzen wir dem jetzt noch die Krone auf.“ Durch den Baubeginn im Herbst 2017 werde der neue Schönbuchturm zur Freiluftsaison 2018 als neues Ausflugsziel fertig sein.

Seitens des Verbands Region Stuttgart wurde das Projekt im Rahmen des Landschaftsparks gefördert. „Mit dem Schönbuchturm entsteht in idyllischer Natur ein Sinnbild dafür, wie eine der erfolgreichsten Wirtschafts- und Industrieregionen Europas gleichzeitig eine der attraktivsten und abwechslungsreichsten Landschaften und Erholungsräume bieten kann“, befindet der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, Thomas S. Bopp. „Als ein ‚High-Light‘ des Masterplans Schönbuch wurde der Turm für eine regionale Kofinanzierung von Landschaftsparkprojekten ausgewählt, da er eine weithin sichtbare Landmarke, ein einzigartiges Ausflugsziel und eine weitere Attraktion des Naturparks Schönbuch darstellt.“

Dass er genau das sein wird, nämlich ein toller neuer Anziehungspunkt, da sind sich auch der Herrenberger Oberbürgermeister Thomas Sprißler und der Vorsitzende des Naturpark Schönbuch, Martin Strittmatter, einig. „Der Aussichtsturm wird einen einmaligen Blick über das Gäu und den Schönbuch bis hin zur Schwäbischen Alb bieten und sicher für die Herrenberger Bürgerinnen und Bürger sowie für Besucher aus nah und fern ein beliebtes Ausflugsziel werden“, so Thomas Sprißler. Und Martin Strittmatter sagt: „Von diesem architektonisch anspruchsvollen Aussichtsturm bietet sich ein herrlicher Rundumblick auf den Naturpark Schönbuch. Das Naturerlebnis für die Besucher des Naturparks bekommt damit im wahrsten Sinne des Wortes nochmal eine neue Perspektive.“

Die Baukosten für das Großprojekt belaufen sich auf rd. 1,5 Millionen Euro. „Die Akzeptanz in der Öffentlichkeit ist groß für das Projekt“, betont der Landrat. „Das zeigen die zahlreichen großen und kleineren Spenden, die der Förderverein bereits einsammeln konnte.“ Eigens zur Unterstützung des Projekts wurde der Förderverein Aussichtsturm im Naturpark Schönbuch e.V gegründet. Den Vorsitz führt der Landrat, Herrenbergs Erster Bürgermeister Tobias Meigel ist sein Stellvertreter.

Zahlreiche namhafte Firmen und Stiftungen haben schon für den Turm gespendet und im Rahmen des „Stufen-Modells“ wurden bereits viele Stufen verkauft. So haben die Ehrmann-Stiftung und die Daimler AG jeweils 50.000 Euro beigesteuert. Die Kreissparkasse hat sich mit 25.000 Euro beteiligt. Für 1.000 Euro wird der Name des Spenders an der Stirnseite einer Treppenstufe geprägt und dieser damit als Unterstützer des Projekts verewigt. Auch kleinere Spenden sind willkommen, wie Roland Bernhard betont: „Wir freuen uns über jeden Beitrag, egal wie hoch er ist, denn jede Zuwendung zeigt uns, dass wir den Turm für die Menschen bauen und sie ihn als ihr Projekt wahrnehmen.“ Wer den Bau des Turms unterstützen möchte, kann an den Förderverein Aussichtsturm im Naturpark Schönbuch überweisen, IBAN: DE63 6035 0130 0000 1483 95. Informationen zum Verein, die Mitgliedschaft oder zum Modell der Treppenstufen gibt es im Internet unter www.schönbuchturm.de.

Der Aussichtsturm wird in Holzbauweise mit Stahlseilabspannungen erstellt und integriert sich in die Umgebung des Naturparks. Den Zuschlag für die Ausführung erhielt die Fa. Urfer aus Remseck. Für den umfangreichen Anteil der Holzarbeiten an diesem besonderen Bauwerk wird die Fa. Holzbau Schaffitzel, Schwäbisch-Hall, verantwortlich zeichnen. Geplant wurde der Aussichtsturm vom Ingenieurbüro schlaich, bergermann und partner, sbp, Stuttgart. Über zwei gegenläufige Treppen windet sich das eindrucksvolle Bauwerk auf 35 Meter Höhe und bietet von insgesamt drei Plattformen einen fantastischen Rundum-Blick. Aber auch der Turm selbst wird weithin sichtbar sein.

„Der Schönbuchturm wird eine echte Leuchtturm-Funktion für den Landkreis Böblingen übernehmen“, ist sich Landrat Bernhard sicher. „Wir werden damit viele Menschen auf unsere herrliche Kulturlandschaft und die vielen freizeittouristisch interessanten Ziele bei uns aufmerksam machen.“