Aus der schwarzen Null wird ein Gewinn

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Ostfildern.| Der Jahresabschluss 2016 der Stadt Ostfildern weist ein Plus von 1,3 Millionen Euro auf. Der Gemeinderat hat dies überwiegend erfreut zur Kenntnis genommen.

„Statt der erwarteten schwarzen Null konnten wir im vergangenen Jahr rund 1,3 Millionen Euro erwirtschaften“, erläuterte der Erste Bürgermeister Rainer Lechner dem Gremium. Dies sei durch unerwartet hohe Steuererträge vor allem bei der Gewerbesteuer erwirtschaftet worden, sagte Lechner. Auch die Zuweisungen aus dem Finanzausgleich überstiegen die Planansätze. Auf der anderen Seite sei für Sach- und Dienstleistungen weniger ausgegeben worden als ursprünglich angenommen. „Und bei den Personalkosten haben wir beinahe eine Punktlandung hingelegt“, sagte Lechner. All das habe letztlich zu dem positiven ordentlichen Ergebnis geführt.

Der Schuldenstand der Stadt betrug am Jahresende insgesamt 12,6 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung von 326,33 Euro pro Einwohner ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2015 leicht gefallen und liege unter dem Landesdurchschnitt. Die liquiden Mittel stiegen von knapp 20 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 27,2 Millionen Euro im vergangenen Jahr an. „Das liegt an einem verzögerten Mittelabfluss, weil nicht alle vorgesehenen Investitionen verwirklicht worden sind“, sagte Lechner. Deswegen sei man teilweise mit hohen Ermächtigungsresten ins Haushaltsjahr 2017 gegangen. Wesentliche Investitionen waren im vergangenen Jahr das Wohnprojekt in der Nellinger Maybachstraße mit 1,7 Millionen Euro, die Kapitalumlage an den Gymnasialen Schulverband mit 1,7 Millionen Euro, eine Finanzierungsrate für die Kita Waldstraße in Kemnat (1,5 Millionen), und Sanierungsmittel für die Ortskernsanierung Ruit (1,3 Millionen).

„Wir blicken auf einen guten Jahresabschluss, in dem alle Anforderungen des Haushaltsrechts erfüllt worden sind“, fasste Lechner die Zahlen zusammen. Der Gemeinderat nahm den Jahresabschluss 2016 zur Kenntnis.