Energie und Geld sparen

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Auf der Wiese hinter dem Haus gab es Infos zum Energiesparen. | Foto: Weeber und Partner

Ostfildern.| Das Sanierungsmanagement, das Unternehmen Vonovia und die Initiative Stromsparcheck der Caritas haben an zwei Nachmittagen in der Parksiedlung über das Energiesparen informiert.

Auch im Sommer bei 30 Grad ist es wichtig, über das Heizen nachzudenken. „Die Heizkostenabrechnung vom vergangenen Winter ist vielleicht gerade eingetroffen und der nächste Winter kommt bestimmt“, sagen Simone Bosch-Lewandowski und Andreas Böhler vom Sanierungsmanagement Parksiedlung. Deshalb haben sie gemeinsam mit der Vonovia, der Eigentümerin der Mietwohngebäude in der Parksiedlung, die Mieter unter dem Motto „Energie und Geld sparen das ganze Jahr“ eingeladen. Denn die Bewohner haben mit ihrem Heiz- und Lüftungsverhalten direkten Einfluss auf den Energieverbrauch und die Behaglichkeit in ihrer Wohnung. „Es lohnt, sich damit auseinanderzusetzen, welche Optimierungsmöglichkeiten es gibt“, sagte Böhler.

Das richtige Heizen im Winter war eines der diskutierten Themen. Wohnräume sollen tagsüber auf 21 bis 23 Grad geheizt werden. Nachts soll man die Raumtemperatur verringern, aber auch ungenutzte Räume sollten nicht kälter als 16 Grad sein. Ein Grad weniger Raumtemperatur bringt sechs Prozent Energieeinsparung. Für eine angenehme und gesunde Wohnumgebung ist richtiges Lüften entscheidend – und zwar im Winter wie im Sommer. Das Sanierungsmanagement hat veranschaulicht, wie wichtig es ist, Feuchtigkeit in der Wohnung durch Lüften abzutransportieren. Bei einer vierköpfigen Familie kommen nämlich etwa zwölf Liter Wasser pro Tag zusammen – verursacht durch Duschen, Kochen, Schlafen, Hausarbeit, Pflanzen und weiteres. Richtiges Heizen und Lüften beugen Schimmelbildung in der Wohnung vor.

Nicht nur bei der Wärme, sondern auch beim Strom kann man im Alltag auf einen sparsamen Verbrauch achten. Wie und mit welchen Geräten das geht, hat die Initiative Stromsparcheck der Caritas Fils-Neckar-Alb vorgestellt. Sie bietet Haushalten mit geringem Einkommen eine kostenlose Beratung zuhause an und stellt einen persönlichen Energiesparplan auf. Ob beim Gas oder beim Strom: Der erste Schritt zum Energiesparen ist, den eigenen Energieverbrauch zu kennen und mit den Vorjahren zu vergleichen. Nur dann kann man sehen, ob für höhere Energiekosten ein gestiegener Verbrauch oder gestiegene Energiepreise verantwortlich sind.

Die Fragen der Mieter zeigten ein Bewusstsein für einen vielleicht unnötig hohen Energieverbrauch. Sie betrafen unter anderem die Warmwasserzirkulation, die Vorlauftemperatur des Warmwassers, die Verdunstungsröhrchen an der Heizung, die Dichtigkeit von Fenstern und die Dämmung von Dächern. Es wurde angesprochen, dass Energieeinsparpotenziale auch begrenzt sind – zum Beispiel wenn man sowieso schon sparsam lebt oder leben muss. Und energiesparendes Verhalten ist nicht einfach, wenn die Rahmenbedingungen in unsanierten Häusern nicht optimal sind.