Regionaler ESF-Arbeitskreis unterwegs im Landkreis Esslingen

119
Bild: Mitglieder des ESF-Arbeitskreises im Gespräch beim Stadtjugendring in Nürtingen, von rechts nach links: Thomas Kreuz (Landkreistag Baden-Württemberg), Dieter Proß (Referatsleiter IHK Region Stuttgart), Eberhard Haußmann (Geschäftsführung Kreisdiakonieverband Esslingen), Christoph Tangl (Geschäftsführung Familienbildungsstätte Kirchheim), Karin Keufer (ESF-Geschäftsstelle Landratsamt), Pit Lohse (Vorsitzender SJR-Netzwerk Kinder- und Jugendarbeit) Katharina Kiewel (Dezernentin Soziales im Landkreis Esslingen und Vorsitzende des Arbeitskreises) | Foto: Landratsamt Esslingen

Kreis Esslingen.| Unter dem Motto „Chancen fördern“ beteiligt sich der Europäische Sozialfonds (ESF) an der Finanzierung von Projekten. Ziel ist es, Beschäftigungs- und Bildungschancen von Menschen zu erhöhen sowie Armut und Diskriminierung zu bekämpfen. Dafür stehen dem Landkreis Esslingen im Zeitraum 2014 bis 2020 Fördergelder in Höhe von 580.000 € pro Jahr zur Verfügung.

Die regionale Umsetzung erfolgt über den ESF-Arbeitskreis unter dem Vorsitz von Sozialdezernentin Katharina Kiewel, der bereits für das kommende Jahr 2018 eine Arbeitsmarktstrategie entwickelt hat. Diese ist Bestandteil der Ausschreibung auf deren Grundlage soziale Einrichtungen einen Antrag auf Förderung eines Projektes stellen können. Über den jeweiligen Antrag entscheidet zunächst der ESF-Arbeitskreis im Rahmen eines Rankingverfahrens und spricht eine Empfehlung zur endgültigen Bewilligung an die L-Bank aus. Zentrale Förderthemen der regionalen ESF-Förderung sind zum einen die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Teilhabechancen von Menschen, die besonders von Armut und Ausgrenzung bedroht sind und zum anderen die Vermeidung von Schulabbrüchen und die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Derzeit werden bei unterschiedlichen Trägern 11 Projekte mit Fördermitteln aus dem ESF unterstützt. Der ESF-Arbeitskreis war kürzlich bei verschiedenen Trägern im Landkreis unterwegs, um sich über die Projekte direkt vor Ort zu informieren. Die Projektträger, u. a. die Akteure unter dem Dach der Jugendagenturen wie das BBQ Bildungszentrum in Esslingen mit seinem Projekt „Leuchtturm“, der Kreisjugendring Esslingen e.V. mit seinem Projekt „IKEROS“ in Ostfildern (Parksiedlung) sowie der Stadtjugendring Nürtingen e. V., die Bruderhaus Diakonie und das Brückenhaus e. V. in Kirchheim – alle mit Projekten für Jugend in Ausbildung und Arbeit – gewährten den Mitgliedern des ESF-Arbeitskreises bereitwillig Einblick in ihre tägliche Arbeit. Bei der Landkreisbereisung stand das spezifische Ziel „der Vermeidung von Schulabbrüchen und die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit“ im Vordergrund der Besichtigungen.

In den Anlaufstellen können sich Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichen Problemen aber auch deren Eltern informieren und beraten lassen. Die Angebote der stark vernetzt arbeitenden Projektträger reichen etwa von der Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen, der Durchführung von Bewerbungstrainings, Berufsorientierung, der Suche nach passgenauen Schul- oder Ausbildungsplätzen, der Ausbildungsbegleitung bis hin zur individuellen Unterstützung bei der Lernbegleitung durch den Einsatz ehrenamtlicher Mentoren.

Der ESF-Arbeitskreis setzt sich aus 12 Institutionen zusammen: die Agentur für Arbeit, das Jobcenter Landkreis Esslingen, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Verband der Metall- und Elektroindustrie, die IHK Region Stuttgart, die Kreishandwerkerschaft, die Beauftragte für Chancengleichheit, die Liga der freien Wohlfahrtspflege, die Schulen und Weiterbildungsträger, die außerschulische Jugendbildung und das Landratsamt Esslingen.