Ausstellung „spirit“ von Hartmut Landauer

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Vom 9. Juli bis 19. September in der städtischen Galerie: Hartmut Landauer spirit.

Ostfildern.| Die Ausstellung spirit wird am 9. Juli um 11.15 Uhr eröffnet. Es sprechen Oberbürgermeister Christof Bolay, Christian Gögger vom Esslinger Kunstverein und Wortkünstler Timo Brunke.

„Manche Gegenstände werden zu Lebensbegleitern mit erheblicher Symbolkraft: Sie stehen stellvertretend für Personen und Gedanken, für Erlebtes, für Geschichte und Zeit. Dinge werden zu Mythen in einem eigenen Kosmos. Der Mensch will die Dinge beseelt wissen und begreift sie als ausgelagerte Erweiterungen seines Geistes.“ (Hartmut Landauer)

Aus seiner ethnografischen Sammlung zeitgenössischer Alltagsgegenstände aus aller Welt zeigt der Künstler Hartmut Landauer favourite things und stellt sie seinen neuesten skulpturalen Objekten, Intarsiencollagen und Fotografien assoziationsreich zur Seite.

Zu sehen sind großformatige Bodenarbeiten und hängende Objekte aus der Serie heliotropes: Transformierte Wesen an der Schnittstelle von Skulptur, Design und Architektur, die aus Versatzstücken ausgedienter Metallgegenstände collagiert sind. Dazu delikate Papierintarsien aus Schallplattencovern debris und aus Bucheinbänden zusammengesetzte großformatige Wandarbeiten terra sowie klapp- und faltbare, kokonartige Wandobjekte transition codex und Fotografien der in Tokio entstandenen Serie tokyomorphosis. Ein großes schwebendes Metallobjekt mit dem Titel spirit wird der Künstler eigens für die Ausstellung anfertigen.

Zum ersten Mal stellt Hartmut Landauer seiner Kunst eine Auswahl seiner Lieblingsobjekte zur Seite, die seiner Sammlung zeitgenössischer Alltagsgegenstände aus aller Welt entstammt: Tütentaschen aus Getreidesäcken, Voodoo-Pülverchen, allerlei kreative Flickungen und Improvisationen, kunsthandwerklich Profanes und Besonderes, Besen, Bürsten und Rechen aller Sorten und Größen und viele andere Souvenirs aus seiner ganz persönlichen Dinge-Sammlung.

Die Begegnung dieser „Gegenstände“ mit den „Artefakten“ Landauers ermöglicht inspirierende Verknüpfungen und Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers und seiner Sichtweise auf die Welt.

Spannungsreich stellen die Objekte Fragen nach dem Raumbegriff. Sie umreißen selbst Raum im Raum, sind Miniaturarchitekturen und stellen räumliche Verbindungen untereinander her, so, wie sie auch in Beziehung mit dem äußeren Raum treten, in den sie gesetzt wurden.

Wie nehmen wir Raum wahr und welche Auswirkung hat es auf uns? Welche Assoziationen und Erinnerungen ermöglichen Räume?

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di, Do 15 – 19 Uhr; Sa 10 – 12 Uhr; So 15 – 18 Uhr,
an Feiertagen geschlossen.