Teilhabe durch Arbeit

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Ein etwas anderer Esslinger Unternehmer-Stammtisch

Esslingen.| Für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hat Arbeit eine hohe Bedeutung, denn Menschen definieren sich in unserer Gesellschaft über Erwerbstätigkeit. Erwerbstätigkeit ist die Basis für ein selbstbestimmtes Leben – auch für Menschen mit Behinderung. Doch viele Unternehmen zögern, Menschen mit Behinderungen einzustellen. Manche wissen nicht, welche Pflichten auf sie zukommen, andere fürchten Arbeitszeitausfälle oder einen hohen Aufwand. Der Unternehmer-Stammtisch 2017 hat sich diesem Thema gewidmet und Ängste abbauen können.

Frau Frauke Hohl, Referat für Wirtschaftsförderung der Stadt Esslingen am Neckar, hatte in Kooperation mit Herrn Friedemann Joestel, Koordinationsstelle Inklusion der Stadt Esslingen, zum diesjährigen Unternehmer-Stammtisch eingeladen. Viele Unternehmen folgten der Einladung und informierten sich zu Anforderungen, aber auch zu den vielen Vorteilen, die die Anstellung von Menschen mit Behinderung für ein Unternehmen mit sich bringt.

Volker Ditzinger, Geschäftsführer der Werkstätten Esslingen-Kirchheim gGmbH (WEK), und Mireille Stabinges, Job-Coach der WEK, gingen in ihrem Vortrag auf die Fähigkeiten und Fertigkeiten von Menschen mit Behinderung ein und zeigten auf, wie sie auf den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Anschließend stellte Herr Jürgen Hahn, Inhabergeschäftsführer der Firma „Reinert Kunststofftechnik“ mit 150 Mitarbeitern, seine Erfahrungen mit der betrieblichen Inklusion vor. Bei der Firma Reinert sind seit Jahren viele Menschen mit Behinderung sozialversicherungspflichtig angestellt. Herr Hahn betonte die gute Zusammenarbeit und die Sorgfalt und Genauigkeit mit der die Arbeiten erledigt werden.

Die Referenten stellten heraus, dass die Menschen mit Behinderung gern zur Arbeit kommen und ihre Motivation sich auch auf die anderen Mitarbeiter übertrage. Das Arbeitsklima tue allen gut. Zum Abschluss des Unternehmer-Stammtisches 2017 standen Fachleute aus der AG Arbeit, die sich aktiv am Esslinger Inklusions-Prozess beteiligen, den Unternehmen für vertiefende Gespräche zur Seite.

Für weitere Fragen steht Ihnen bei der Stadt Esslingen am Neckar, Amt für Soziales und Sport, Koordinationsstelle Inklusion, Herr Friedemann Joestel unter Telefon 0711 3512-2013 oder per Mail [email protected], zur Verfügung.