Böblingen und die Reformation

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Vortrag von Böblingens Stadtarchivar Dr. Christoph Florian

Böblingen.| Am 31.Oktober 1517 stellte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel in Wittenberg zur Diskussion und läutete damit die Reformation in Deutschland ein. Bis sie auch hierzulande Einzug gehalten hat, hat es noch einige Jahre gedauert.
Württemberg wurde erst mit der Rückkehr Herzog Ulrichs, der erst 1534 sein Stammland von den Habsburgern zurück erobern konnte, evangelisch. Dem Vorbild des Landesfürsten folgend, wurde in diesem Jahr auch die Amts- und Ackerbürgerstadt Böblingen mit ihrer einzigen Pfarrkirche auf dem Schlossberg evangelisch.

Der „neue Glaube“ wurde unter Ulrichs Sohn und Nachfolger, Herzog Christoph, und dem bedeutenden württembergischen Reformator Johannes Brenz, Verfasser der ersten württembergischen Kirchenordnung, etabliert.

Das Leben vor und nach dem Beginn der Reformation, von den Anfängen bis in die Gegenwart, stellt Stadtarchivar Dr. Christoph Florian in einem fachkundigen Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung „Luthers Spuren geVOLKT“ am Dienstag, den 23. Mai 2017 um 18.30 Uhr im Bauernkriegsmuseum Böblingen, Zehntscheuer, Pfarrgasse 2 vor.

Die Öffentlichkeit ist zu diesem Vortrag herzlich eingeladen – der Eintritt ist frei.