Ammermüller fährt mit Doppelsieg an die Tabellenspitze

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Dennis Olsen (N), Michael Ammermüller (D), Dan Cammish (GB), Porsche Mobil 1 Supercup Barcelona 2017 | Foto: Porsche AG
Porsche Mobil 1 Supercup, 2. Lauf, Formel-1-Rennen in Barcelona

Stuttgart.| Spannendes Auftaktwochenende des Porsche Mobil 1 Supercup: Auf dem Circuit de Catalunya vor den Toren Barcelonas starteten 31 Piloten in die Jubiläumssaison, des seit 25 Jahren im Rahmen der Formel-1-Rennen ausgetragenen Porsche-Markenpokals. Einen optimalen Einstand mit zwei Siegen feierte Michael Ammermüller (D/Lechner MSG Racing Team) im neuen 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup. Am Samstag verwies er Porsche-Junior Dennis Olsen (N/Walter Lechner Racing Team) und Daniel Cammish (GB/Lechner MSG Racing Team) auf die Plätze zwei und drei, am Sonntag belegte Olsen erneut Platz zwei vor Porsche-Junior Matt Campbell (AUS/Fach Auto Tech). Deutschland führt damit nach den beiden Siegen Ammermüllers die neu geschaffene Nationenwertung an. „Besser hätte es nicht laufen können. Aber in den letzten Runden bin ich durch Dennis extrem unter Druck geraten. Am Ende habe ich keine Fehler gemacht und bin vorn geblieben“, erklärte Ammermüller.

Die Zuschauer auf den gut gefüllten Tribünen sahen einen spektakulären zweiten Lauf, der an Action kaum zu überbieten war. Porsche-Junior Campbell startete von der Pole-Position. Der 22-jährige Australier konnte den Startvorteil jedoch nicht in eine Führung ummünzen und musste im ersten Umlauf Cammish passieren lassen. In der zweiten Runde setzte sich Ammermüller durch ein gekonntes Überholmanöver an die Spitze des Feldes und Cammish fiel auf Platz vier zurück. In den nachfolgenden zwölf Runden bildete sich mit Ammermüller, Campbell und Olsen ein Triumvirat, das sich nach allen Regeln der Kunst um den Sieg balgte. „Ich hatte einen guten Start, habe aber außen die falsche Linie gewählt und Positionen verloren. Zwischendrin musste ich ganz schön kämpfen. Zweimal als Zweiter auf dem Podium ist ein sehr guter Saisonstart“, resümierte Olsen. Auch sein Junioren-Kollege Campbell war zufrieden: „Mit Platz drei bin ich happy, denn es lief noch nicht alles optimal. Es ist meine erste Supercup-Saison und man spürt die enorme Leistungsdichte in dieser Serie. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.“

Nach Ammermüller, Olsen und Campbell belegte Cammish Platz vier. Der Luxemburger Dylan Pereira (Lechner Racing Middle East) konnte in seiner zweiten Supercup-Saison mit Platz fünf seine beste Platzierung einfahren. Gastfahrer Tom Oliphant (GB/Lechner Racing Middle East) kam als Sechster ins Ziel. Bester Amateurfahrer auf der 4,655 Kilometer Strecke war Roar Lindland (N/MRS Cup-Racing). In der neu geschaffenen Nationenwertung, der Nations League, liegt nach zwei von elf Läufen Deutschland mit 40 Punkten an der Spitze. Norwegen rangiert mit 36 Zählern auf Platz zwei. Dahinter belegt Großbritannien (30 Punkte) den dritten Platz vor Australien (28 Punkte).

Vom 25. bis 28 Mai macht der Porsche Mobil 1 Supercup Station in Monaco: Der dritte Lauf des Porsche Mobil 1 Supercup wird auf der legendären Rennstrecke von Monte Carlo ausgetragen. Der 3,340 Kilometer lange Stadtkurs ist ein Highlight im Rennkalender unter anderem auch wegen des ungewöhnlichen Fahrerlagers: In unmittelbarer Nähe vom Heli-Port stehen alle Fahrzeuge unter dem Dach des stationären Zirkuszelts Chapiteau de Fontvieille. „In Monaco konnte ich leider noch nie gewinnen. In diesem Jahr wünsche ich mir etwas Glück im Qualifying und dann möchte ich auch mal dort einen Sieg einfahren”, erklärte Ammermüller, der als Meisterschaftsführender von Barcelona nach Monaco reist.

Ergebnisse
2. Lauf, Barcelona
1. Michael Ammermüller (D/Lechner MSG Racing Team)
2. Dennis Olsen (N/Walter Lechner Racing Team)
3. Matt Campbell (AUS/Fach Auto Tech)
4. Daniel Cammish (GB/Lechner MSG Racing Team)
5. Dylan Pereira (L/Lechner Racing Middle East)
6. Tom Oliphant (GB/Lechner Racing Middle East)
7. Philip Morin (S/Martinet by Almeras)
8. Daniele die Amato (I/Dinamic Motorsport)

Nations League
1. Deutschland, 40 Punkte
2. Norwegen, 36 Punkte
3. Großbritannien, 30 Punkte
4. Australien, 28 Punkte
5. Polen, 23 Punkte