Hausnotruf – Damit Unfälle nicht tödlich enden

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Stuttgart/Köln.| Wo kommen mehr Menschen ums Leben, im Haushalt oder im Straßenverkehr? Die eigene Wohnung ist der gefährlichere Ort! Insbesondere für Senioren. Wer sich aber z. B. mit dem Malteser Hausnotruf absichert, kann auf schnelle und in vielen Fällen lebensrettende Hilfe hoffen.

10.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr bei Unfällen im Haushalt. Das belegt die jüngste Erhebung der Minijob-Zentrale auf der Grundlage der Daten der statistischen Landesämter. Das Risiko eines tödlichen Unfalls ist demnach im Haushalt fast dreimal so hoch wie im Straßenverkehr. 2015 starben 3.459 Menschen im Straßenverkehr, bei Unfällen im Haushalt hingegen 9.815 Menschen – fast 800 mehr als im Vorjahr.
Das  Robert-Koch Institut schätzt,  dass die Deutschen rund 3,15 Millionen Mal pro Jahr stürzen. Bei 8 von 10 tödlichen Unfällen im Haushalt sind Stürze die Ursache, sonst oft Brände oder Vergiftungen.

Die Zahl tödlicher Hausunfälle wächst seit 2007 Jahr für Jahr. „Kein Wunder, die Deutschen werden immer älter“, sagt Rainer Löb, Bundesarzt der Malteser. „Vor allem Senioren sind zu Hause gefährdet. Sie leben häufig allein und mit dem Alter nimmt die Gebrechlichkeit zu. Daher werden sie bei Unfällen im Haushalt vielfach erst spät gefunden, wenn sie sich nicht mehr selbst helfen konnten. Ihr Klopfen und Rufen wurde überhört.“ Zu den Unfällen kommen noch die viel häufigeren lebensgefährlichen Erkrankungen. Auch hier ist schnelle Hilfe notwendig. Bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenembolie zählt jede Minute.

Dr. Löb: „Grundsätzlich gilt: Je länger es dauert, bis Hilfe eintrifft, desto gravierender sind die Folgen für die Senioren: Lange Bettlägerigkeit im Krankenhaus, eine monatelange Rehabilitation. Viele ältere Menschen kommen leider nicht mehr in die Selbstständigkeit zurück.“ Gehhilfen oder ein Rollator werden nötig.  In einigen Fällen muss die Wohnung aufgegeben werden. Die wichtige Unabhängigkeit wird geringer.

Wer an den Hausnotruf  angeschlossen ist, ist im Vorteil. Mit dem roten Alarmknopf am Handgelenk oder an der Halskette kann jedermann auch dann Hilfe herbeirufen, wenn das Telefon nicht in Reichweite ist.  Wenn es brennt, alarmiert der angeschlossene Rauchmelder automatisch die Hausnotruf Zentrale. Diese schickt dann sofort die Feuerwehr.

Die Malteser Hausnotrufzentrale ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt. Mit der hoch sensiblen Freisprechanlage im Hausnotrufgerät können die Helfer sofort mit den Senioren sprechen, auch dann, wenn sie entfernt vom Gerät in einem Raum liegen. Falls sich in der Wohnung niemand meldet, alarmiert die Zentrale Helfer oder den Rettungsdienst.

Der Basisdienst kostet 25 Euro im Monat. Bei Senioren mit Pflegestufe übernimmt die Pflegekasse häufig die Kosten. Wer die Variante „Komplettsicherheit“ (44 Euro/Monat) bucht, dem steht zusätzlich rund um die Uhr ein qualifizierter Hintergrunddienst zur Verfügung. Dieser leistet persönliche Hilfe vor Ort, bewahrt für die schnelle Öffnung der Tür im Notfall einen Wohnungsschlüssel sicher auf.  Die Dienstleistungen sind monatlich kündbar.

Schon über 100.000 Senioren nutzen den Malteser Hausnotruf für ihre Sicherheit und Unabhängigkeit. 36.020  Mal haben die Malteser Helfer 2016 den Rettungsdienst gerufen. Das geschah zwischen 10 und 60 Sekunden nach Drücken des Alarmknopfes.